Allgemeine Berichte | 09.08.2023

Sommerkonzert der Jungen Philharmonie Neuwied

Abend mit klangvollem Hörgenuss

Musikalische Meisterwerke und tiefe Verbundenheit in der Pallottikirche.  Foto: Marcus Savelsberg

Neuwied. Die Junge Philharmonie Neuwied spielte ihr Sommerkonzert in der Pallottikirche in Vallendar. Auf den ersten Blick eine seltsame Konstellation, ein Neuwieder Jugendliches Orchester in Vallendar.

Melanie Gehenzig erklärte dies zu Beginn. Die Junge Philharmonie war schon einige Male zu Probenwochenenden in Haus Wasserburg zu Gast, um Konzerte vorzubereiten. Als ein Konzertort gesucht wurde, erinnerte man sich der alten Bekanntschaft, fragte am der für seine warmherzige, kreative und besondere Atmosphäre in Erinnerung gebliebenen Ort an und gestaltete das Ganze als Benefizkonzert zugunsten der Modernisierung.

Das Programm war ambitioniert, die „Tragische Ouvertüre“ von Brahms, „Sadko - A Song of India“ von Rimski-Korsakov und Beethovens „5. Sinfonie“. Bekannte Stücke, anspruchsvolle Literatur und ein Orchester, dessen Mitspielende zumeist Laien, Jugendliche und, gemäß des Namens, Jung-gebliebene Erwachsene sind. Das weckte großes Interesse bei den zahlreichen Besuchern der bis auf den letzten Platz gefüllten Pallottikirche.

Schon bei der Ouvertüre zeigte das Orchester unter der Leitung von Andreas Weis, dass sich die Erwartungen erfüllen würden. Die verschiedenen Stimmungen des Stückes wurden differenziert und nuanciert hörbar, ausgeglichene Balance zwischen den verschiedenen Instrumentengruppen machte die „tragische“ Eröffnung zu einem ganz und gar nicht tragischen Hörgenuss. Im „Song of India“ konnten dann die einzelnen Register im Wechselspiel ihr Können beweisen. Dieses ungewöhnliche und selten zu hörende Stück mit ganz eigenem Charme entführte die Zuhörer in eine exotische Welt.

Höhepunkt des Abends war unbestreitbar „der Beethoven“. Es bedarf schon einigen Mutes, ein solch bekanntes Stück anzugehen, aber wieder einmal zeigte sich, dass Beethoven der Jungen Philharmonie „liegt“. Gleich die ersten Einsätze überzeugten und die ersten und zweiten Geigen musizierten sicher und geschlossen nicht nur das bekannte Schicksalsmotiv, sondern auch die Durchführung mit großer Klangfülle. Die Holzbläser intonierten sauber und gefühlvoll, vor allem im langsamen zweiten Satz. Die tiefen Streicher, allen voran die stark besetzte Cello-Gruppe, meisterten die teils heiklen Passagen virtuos und klangschön, ebenso wie die beiden Hornistinnen. Zum Abschluss des vierten Satzes führte Andreas Weis das volle Orchester mitsamt Piccolo-Flöte, Trompeten, Posaunen und Pauke in den triumphalen Marsch, den das dankbare Publikum mit langem Applaus belohnte.

Zusammenfassend war es ein äußerst gelungener Abend, die Junge Philharmonie Neuwied spielte eines ihrer besten Konzerte und man kann sich für die Zukunft nur wünschen, dass das gelungene Zusammenwirken von kompetenter und geduldiger Vorbereitung seitens des Orchesters und wunderbar gastfreundlicher Unterstützung durch das Team von Haus Wasserburg eine Fortsetzung finden wird.Pressemitteilung der

Jungen Philharmonie Neuwied

Musikalische Meisterwerke und tiefe Verbundenheit in der Pallottikirche. Foto: Marcus Savelsberg Foto: Junge Philharmonie Neuwied

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