Allgemeine Berichte | 10.07.2024

Neu strukturierter Busverkehr im Westerwaldkreis startet

Abfahrtszeiten unbedingt vorab checken

Westerwaldkreis. Ab 14. Juli gibt es einige Veränderungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) des Westerwaldkreises. Wer ab diesem Tag mit dem Bus fahren will, sollte unbedingt vorher prüfen, ob seine Linie oder Busnummer angepasst wurde. Abfahrtszeit, Strecke, Fahrtdauer und erforderliche Umstiege wurden eventuell neu strukturiert.

Im Zentrum des überarbeiteten Angebots stehen die Regionallinien. Auf ihnen fahren künftig deutlich mehr und besser ausgestattete Busse. Die Linie 460 fährt in nur 45 Minuten von Koblenz nach Montabaur und in weiteren 30 Minuten, ohne Umstieg, nach Westerburg. Die Reisezeit wird deutlich beschleunigt. Die Linie ist im Stunden-Takt von frühmorgens bis Mitternacht unterwegs. Das ausgeweitete Angebot gilt auch bis 22 Uhr für die Linie 470 Westerburg-Bad Marienberg-Hof (Ww) und die Linie 480 Westerburg-Rennerod-Driedorf/Krombachtalsperre. Die Bedienung des Stadtgebiets von Westerburg wird durch vier neue Haltestellen deutlich verbessert.

Wichtige Knotenpunkte sind die Bahnhöfe: Von Koblenz aus fährt zur vollen Stunde ein Bus in den Westerwald. Am Bahnhof Westerburg treffen sich jeweils zur halben Stunde Bus und Zug. Durch die bessere Taktung lassen sich künftig Wartezeiten minimieren und Umstiege zwischen Bussen beziehungsweise Bahn und Bus werden deutlich attraktiver. In Koblenz werden alle bedeutenden Regionalexpress-Linien erreicht, zum Beispiel nach Köln/Bonn, Trier und Mainz.

Neue Buslinien

Die Umstrukturierung kommt aber nicht nur Reisenden auf den Regionallinien zugute, sondern auch Haupt- und Ortslinien sowie einzelne Fahrten im Schülerverkehr profitieren von der neuen Abstimmung. So konnte die Buslinie 492 auf der Strecke Meudt-Wallmerod-Hadamar realisiert werden. Neu ist zudem die Buslinie 469 als Ersatz der Anbindung der Augstgemeinden an die Regionallinie 460. Die Linie 449 verbindet Bad Marienberg mit Hachenburg, inklusive Anschluss an die Bahn, zum Beispiel nach Köln oder Siegen. Als besondere Angebote sind diverse Nachtbusse und ein Radbus hinzugekommen.

Alle Fahrten stehen jedem Reisenden zur Verfügung, können also für den Weg zur Schule, zum Arbeitsplatz oder Einkaufsbummel genutzt werden. Überall gelten das Deutschlandticket und das VRM-Ticketsystem. Trotz aller Umstrukturierungen gibt es auch viele Verbindungen, die unverändert bleiben.

Sichtbare Änderungen

Einige Busse fahren bereits im neuen blauen Design mit Dreiecksmuster. Nach und nach werden alle Fahrzeuge ausgetauscht und erhalten den einheitlichen Look. Sie besitzen einen niedrigen Einstieg, um älteren Fahrgästen mit Rollator, Personen mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrern einen bequemen Ein- und Ausstieg zu ermöglichen. Zudem verfügen diese Busse über Klimaanlagen, kostenloses WLAN, USB-Ladesteckdosen und moderne Anzeigen sowie Ansagen zu den nächsten Haltestellen.

Hintergrund: Wieso ändert sich der Busverkehr?

Bislang waren die Unternehmen, die die Buslinien betrieben, eigenverantwortlich für den Transport zuständig. Im südlichen und östlichen Teil des Kreisgebietes sind die entsprechenden Verträge mit den Unternehmen ausgelaufen. Deshalb trägt die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises nun die Gesamtverantwortung für rund 50 Buslinien in vier Bereichen. Zwei davon werden vom Unternehmen Griesar, die anderen zwei von WW-Mobility (eine GmbH aus den Unternehmen Jung und König) übernommen und gemeinsam mit beauftragten Busunternehmen gefahren. Die Umstellung wurde genutzt, um Bedarfe zu ermitteln und Optimierungen vorzunehmen. Bei den Linien 460, 466, 470, 480 und den Nachtlinien erfolgt eine Mitfinanzierung dieser regional bedeutsamen Angebote durch das Land Rheinland-Pfalz über den Zweckverband SchienenPersonenNahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord).

Zur Bewältigung der Aufgaben werden neue Busfahrerinnen und Busfahrer eingesetzt, die sich erst mit den Gegebenheiten vertraut machen müssen. „Uns ist bewusst, dass anfangs einige Dinge schieflaufen werden. Trotz ausführlicher Planung ist bei so einem umfangreichen Projekt nicht alles vorhersehbar. Alle Beteiligten bitten um Verständnis und hoffen, dass bald die Vorteile deutlich überwiegen werden“, sagt Landrat Achim Schwickert. Um den Start zu erleichtern, wurde dieser bewusst auf einen Sonntag und in die Sommerferien gelegt.

Aktuelle Informationen zur Neustrukturierung des (ÖPNV) gibt es unter www.westerwaldkreis.de/oepnv.html.

Pressemitteilung des

Westerwaldkreises

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