Allgemeine Berichte | 28.06.2017

Absolventenstudie der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS)

Abschluss ist Startschuss für die Karriere

Rhein-Sieg-Kreis. Seit 2012 befragt die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) ihre Absolventinnen und Absolventen etwa anderthalb Jahre nach Studienabschluss nach einer Einschätzung ihrer Studienbedingungen und ihres beruflichen Werdegangs. Das Team Evaluation der H-BRS hat nun die Ergebnisse der bisherigen Umfragen zur beruflichen Karriere zusammengefasst und betrachtet getrennt die Absolventen der Bachelor- und der Masterstudiengänge, die also zwischen 2010 und 2014 ihren Abschluss gemacht haben. Es liegen die Antworten von 1612 Ehemaligen (Alumni) vor.

Zusammenfassend lässt sich für die Absolventen aller Abschlussarten sagen, dass die Mehrheit der Befragungsteilnehmer einer fachlich einschlägigen Erwerbstätigkeit nachgeht. Bachelor (BA)-Absolventen brauchten im Schnitt 2,7 Monate, um die erste Stelle zu finden, Master (MA)-Absolventen brauchten durchschnittlich einen Monat länger. Bei knapp 30 bzw. 20 Prozent dauerte die Suche weniger als einen Monat, fünf Prozent der Bachelor-Absolventen hatten beim Abschluss bereits einen Arbeitsvertrag in der Tasche oder wurden vom späteren Arbeitgeber aktiv angesprochen.

Absolventen der BA-Studiengänge

In Nordrhein-Westfalen starteten rund zwei Drittel der BA-Absolventen ihr angestelltes oder selbstständiges Berufsleben, vier bis sechs Prozent zog es berufsbedingt vor allem in den Süden Deutschlands, nach Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern. Vier Prozent hatten ihre erste Stelle im Ausland angetreten. Knapp 82 Prozent hatten einen Vollzeitjob, insgesamt bekamen 68 Prozent der Voll- oder Teilzeitbeschäftigten einen unbefristeten Vertrag.

Ihre im Studium erworbenen Qualifikationen verwenden 82 Prozent der Befragten in hohem Maß oder zumindest teilweise, auch die Art der Beschäftigung mit Status, Einkommen oder Aufgaben empfinden sie als (sehr) angemessen. Den mit ihrem Beruf zufriedenen Alumni stehen etwa zehn Prozent gegenüber, die unzufrieden oder eher unzufrieden sind. Mehr als ein Viertel der BA-Absolventen hat unmittelbar ein weiteres Studium begonnen, anderthalb Jahre nach dem Abschluss studieren 54 Prozent noch weiter.

Absolventen der MA-Studiengänge

Bei den MA-Absolventinnen und -Absolventen sind deutlich mehr in NRW geblieben, etwa 75 Prozent. Darüber hinaus zog es fünf bis zehn Prozent nach Rheinland-Pfalz oder Bayern. Zwölf Prozent haben nach dem Abschluss mit einer Promotion begonnen. Ins Ausland hat es acht Prozent der Absolventen gezogen. Die am häufigsten genannten beruflichen Positionen in der ersten Beschäftigung sind Wissenschaftlich und Nicht-Wissenschaftlich qualifizierter Angestellter, zum Teil mit Leitungsfunktion. Die Hälfte der Befragungsteilnehmer hat weniger als sechs Arbeitgeber kontaktiert, um eine Stelle zu finden, wobei die am häufigsten gegebene Antwort nur die Zahl Eins war.

Die Verteilung von Vollzeit- zu Teilzeitstellen sowie zu befristet und unbefristet entspricht mit 81 (Vollzeit) bzw. 65 Prozent (unbefristet) fast genau der bei den BA-Absolventen. Ihrer ersten Stelle nach dem Master-Abschluss geben die MA-Absolventen aber hinsichtlich Qualifikationsverwendung, der Angemessenheit der beruflichen Situation zur Ausbildung und die Berufszufriedenheit insgesamt mehr Bestnoten als die BA-Alumni.

Zur Studie

Mit den Absolventenstudien Bonn-Rhein-Sieg beteiligt sich die H-BRS an einer bundesweiten Studie zum Thema Studienbedingungen und Berufserfolg im Rahmen des KOAB (Kooperationsprojekt Absolventenstudien). Jedes Jahr laden die beteiligten Hochschulen ihre Alumni aller Studiengänge und Abschlussarten etwa anderthalb Jahre nach deren Studienabschluss zu einer gemeinsamen Onlinebefragung ein. Die Antwortquote von Alumni der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg lag bei den einzelnen Befragungsjahrgängen zwischen 34 und 54 Prozent.

Informationen zu Absolventenstudien und KOAB: www.h-brs.de/de/absolventenstudie

Pressemitteilung H-BRS

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Anzeige 35-jähriges Jubiläum
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Lampionfest Weißenthurm
Heizöl/Diesel/Holzpallets
Tag der Architektur im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr , 27. – 28.06.26
Empfohlene Artikel
Die vulkanische Geschichte der Eifel lässt sich im Lava-Dome spielerisch entdecken. Foto: Dominik Ketz
55

Wer glaubt, Vulkane gäbe es nur auf Island oder in Italien, hat die Rechnung ohne die Eifel gemacht. Im Lava-Dome in Mendig wird schnell klar: Auch hier ging es einst verdammt heiß her! Das Deutsche Vulkanmuseum entführt seine Besucher auf 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte. Klingt staubtrocken? Von wegen! 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte.

Weiterlesen

In der ehemaligen Ahrweiler Synagoge diskutierten (von links) Nick Falkner, Ulrich van Bebber, Susanne Bell und Dr. Martin Wein.
242

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie hat die Flut den Zusammenhalt im Ahrtal verändert. Welche Konflikte bestehen noch? Wo trägt bürgerschaftliches Engagement weiterhin? Wo brauchen Menschen, Vereine und Kommunen mehr Unterstützung? Und was muss Politik aus dieser Katastrophe lernen, damit Warnketten funktionieren, Zuständigkeiten klar sind und der Staat im Krisenfall schneller handeln kann?

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 11
136

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: Pixabay/Felix-Mittermeier
1150

Bonn bereitet sich auf Wetterextreme vor: Tiefbauamt und Feuerwehr in Alarmbereitschaft

20.06.: Gewitterwarnung: Stadt Bonn rüstet sich gegen drohende Starkregen

Bonn. Der Deutsche Wetterdienst hat für den 20. Juni 2026 eine Warnung vor extremen Wetterbedingungen in Nordrhein-Westfalen, einschließlich Bonn, herausgegeben. Neben der drückenden Hitze werden kräftige Gewitter mit Starkregen erwartet, die potenziell zu lokalen Überschwemmungen führen könnten. Solche Wetterereignisse haben in den letzten Jahren wiederholt erhebliche Schäden im Bonner Stadtgebiet...

Weiterlesen