Adenauer Kreuzweg für Ostern herausgeputzt
Adenau. Oft scheint das Gefühl für das zeitlos Gültige zu schwinden und Hilfsbereitschaft und Gemeinsinn werden nicht immer und überall so gepflegt, wie man es sich gerne wünschen würde. In Adenau ist jedoch das Gegenteil der Fall, denn am Samstag, den 28.03.2026, trafen sich 31 Helferinnen und Helfer (der Jüngste im Alter von 7 Jahren und der Älteste im Alter von 82 Jahren), um den Adenauer Kreuzweg zu reinigen. Pünktlich um 12:00 Uhr schloss der Himmel seine Schleusen und beendete den Dauerregen. Ab 13:00 Uhr, als die ersten Stationspaten an ihren Stationen ankamen, wurden sie von der strahlenden Sonne begrüßt. Bei schönstem Sonnenschein und kühlen Temperaturen wurden mit Rechen, Hacken und Schüppen Wildwuchs, Unkraut und tonnenweise nasse Blätter vom Weg geräumt. Jetzt zeigte sich der Erfolg unserer Herbstpflanzaktion. Tausende von Narzissen, Krokusse und Muscariblüten setzen jetzt ihre Farbakzente in der schroffen Basalt- und Lavasteinlandschaft des Adenauer Kreuzwegs, beginnend an dessen Aufgang sowie in und über den Rasengittersteinen. Die Stationspaten reinigten ihre Stationen und die, die aus Termingründen nicht dabei waren, reinigten ihre Stationen schon Tage vorher. Bürgermeister Frank Wisniewski und Altbürgermeister Arnold Hoffmann reinigten die Grabesgrotte. Ein Teil der Helfer begann an der Station XIV und arbeitete sich bergabwärts, der andere Teil der Helfer arbeitete sich von den Engeln an bergauf. Dank unseres Budenpersonals wurden wir wieder mit Körtgens Peters Nussecken, Silvia Tillmanns Kuchen und unzähligen belegten Brötchen, Kaffee und Süßigkeiten für Groß und Klein von Bärbel Meyers versorgt. Dank Geldspenden von A. Klein, C. Frings, A. Spira, N. Becker, N. Weiler und I. Scheidt konnten wir Kölner und Bitburger Heilwasser sowie andere Getränke für alle Helfer kaufen. Den arbeitsreichen Nachmittag konnten wir in der Grillhütte von Gisela und Hans Pohl ausklingen lassen. Es ist schön, dass sich immer mehr Menschen für unsere Natur- und Kulturdenkmäler engagieren, trotz eventuell schlechten Wetters und sich die Zeit dafür nehmen, ein oder zwei Mal im Jahr, zwei bis drei Stunden was Gutes zu tun (es kamen wieder über 100 Arbeitsstunden zusammen). Gemäß dem Motto „Nicht das Erzählte reicht, sondern das Erreichte zählt“. Besonders zu Ostern, wenn tausende Besucher unseren Kreuzweg besuchen und dieses einzigartige Naturdenkmal in unserer schroffen Eifellandschaft bewundern.
Foto: Christine Klein
