Caritatives Engagement: Unfallchirurgie des St. Nikolaus-Stiftshospitals hat Bein verlängert
Aderito kann wieder laufen
Andernach. Freudestrahlend schaut Aderito sein Bein an. Das Metallgestell ist endlich weg. Bald wird der lebhafte Junge wieder ganz normal laufen und mit anderen Kindern spielen können. Möglich wurde dies durch das operative Geschick von Dr. Thomas Nusselt, leidender Oberarzt der Unfallchirurgie am St. Nikolaus-Stiftshospital in Andernach.
Der zwölfjährige Aderito kommt aus Angola. Dort hatte er sich vor einigen Jahren den Oberschenkel gebrochen. Der offene Bruch konnte in Angola nicht adäquat versorgt werden. Der Knochen wuchs falsch zusammen und hatte keine Chance mehr mitzuwachsen. Zudem entzündete sich die Wunde. Mithilfe des Friedensdorfes International wurde Aderito für die notwendige Abfolge unterschiedlicher Operationen nach Deutschland gebracht. Bereits vor zwei Jahren hatte Dr. Thomas Nusselt - damals noch für ein anderes Krankenhaus - die Entzündung im Bein geheilt. Für die Verlängerung seines Beines musste Aderito wieder in Deutschland behandelt werden. Für diese Operationen ist Aderito ans St. Nikolaus-Stiftshospital nach Andernach gekommen. Auf Nachfrage bei Geschäftsführerin Cornelia Kaltenborn, ob diese Zusammenarbeit auch am St. Nikolaus-Stiftshospital stattfinden könnte und die Kosten übernommen würden, stieß man sofort auf offene Ohren. „Caritative Projekte unterstützen wir gerne“, sagt Cornelia Kaltenborn und gab das Einverständnis.
Im August kam Aderito zum ersten Mal ins St. Nikolaus-Stiftshospital. „Wir haben am Bein ein Metallgestell, einen sogenannten Fixateur externe, angebracht“, erklärt Dr. Thomas Nusselt. Dabei handelt es sich um eine Haltevorrichtung aus Metall, die von außen mit Schrauben im Knochen befestigt wird. Durch regelmäßiges Nachstellen der Schrauben wurde die Korrektur der Beinlänge erreicht. „Diese Aufgabe haben die Betreuer im Friedensdorf übernommen.“ Anfang Januar war es nun endlich soweit. Dr. Nusselt konnte den Fixateur externe entfernen und Aderito das erste Mal gerade und ohne zusätzliche Hilfe stehen. „Es ist schön, zu sehen,, wie wir dem Jungen eine Zukunft bieten können auf ein selbstständiges Leben“, sagt Cornelia Kaltenborn und freut sich über das gute Ergebnis der Operation.
Aderito wird die Zeit bis zu seinem Rückflug nach Angola im Februar weiterhin im Friedensdorf International in Dinslaken verbringen.
Pressemitteilung des
St. Nikolaus-Stiftshospitals
