Allgemeine Berichte | 10.12.2025

Abt Mauritius Wilde: „Nicht von einer Besinnung zur anderen hetzen!“

„Advent“ als Chance, wieder zu sich kommen…

Abt Mauritius Wilde (OSB) mit einem Adventskranz – vor einem Gemälde, das den Laacher See und die Benediktinerabtei Maria Laach zeigt. Hier hat Mauritius Wilde im Oktober 2025 das Amt des Abtes übernommen. Das Gemälde im Hintergrund stammt von Künstlerbruder Lukas Ruegenberg („LR“) – einem 97jährigen Ordensmann, der in Maria Laach lebt. Foto: Robert Eberle / Maria Laach

Maria Laach. Der Advent ist nach den Worten von Abt Mauritius Wilde (OSB) „dafür gemacht, wieder zu uns selbst zu kommen“. Auch der Winter lade dazu sein, „sich wieder mehr auf das Innere zu konzentrieren“, schreibt der neue Abt in einem (zum Start in den Advent; 30.11.) veröffentlichten Impulstext. Darin verweist Mauritius Wilde auf die frühe Dunkelheit und die Kälte der Winterzeit – Motivationen für Menschen, eine Kerze zu entzünden. Der Abt sieht es zum Jahresende als „ein Bedürfnis jedes Menschen, sich von Zeit zu Zeit wieder zu ordnen, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu scheiden, den Sinn neu zu suchen, neue Motivation zu finden, für die Arbeit, für die Beziehungen, für das Leben.“

„Menschen des Adventssuchen die Stille“

Abt Wilde verweist auf den heiligen Benedikt, den Gründer des Benediktinerordens: „Er hat sich drei Jahre lang komplett in eine Höhle zurückgezogen, um ganz allein zu sein.“ Daher komme die Idee der Mönche, „sich an abgeschiedene Orte zu begeben und eine Klausur einzurichten“. Die Benediktiner von Maria Laach möchten nach Überzeugung ihres Abtes „Menschen des Advents“ sein: „Sie ziehen sich zurück, fünfmal am Tag, und versuchen im Gebet wieder zu sich zu kommen. Sie suchen die Stille, um wieder besser auf das hören zu können, was ihnen ihr Inneres sagt.“

Diese Chance, trotz aller Sorgen, Ängste, Emotionen und Stress „wieder zu uns zu kommen“, gebe der Advent allen Menschen – nicht nur im Kloster. Wichtig sei dabei, „den typischen Versuchungen“ zu entkommen – „noch alles bis Weihnachten schaffen zu wollen, allen mit den Geschenken gerecht zu werden, oder gar von einer Besinnung zur anderen zu hetzen“.

„Was brauchen wir, damitunser Leben sinnvoll ist?“

Die Adventszeit lade dazu ein, für eine Weile „in unsere Höhle“ zu gehen und dort „bei uns selbst zu wohnen“. Dafür brauche es nicht viel. Es gehe darum, wahrzunehmen, „was Menschen um uns herum brauchen“ und „, was wir selbst brauchen, damit unser Leben sinnvoll ist und es uns wohlergeht.“ Im Advents-Impuls von Benediktinerabt Mauritius Wilde (maria-laach.de/nachrichten/wieder-zu-sich-kommen) heißt es wörtlich: „ So wie Christus im Dunkel der Nacht geboren wurde, so dürfen auch wir von Zeit zu Zeit in unsere ´Höhle´ zurückkehren - um dort neu geboren zu werden und so fit zu werden für die Herausforderungen unserer Zeit.“

Pressemitteilung

Maria Laach Benediktinerabtei

Abt Mauritius Wilde (OSB) mit einem Adventskranz – vor einem Gemälde, das den Laacher See und die Benediktinerabtei Maria Laach zeigt. Hier hat Mauritius Wilde im Oktober 2025 das Amt des Abtes übernommen. Das Gemälde im Hintergrund stammt von Künstlerbruder Lukas Ruegenberg („LR“) – einem 97jährigen Ordensmann, der in Maria Laach lebt. Foto: Robert Eberle / Maria Laach

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