Ahrweiler Schützen pilgern nach Remagen
Ahrweiler. Knapp vier Wochen vor dem Beginn ihres Schützenfestes folgten die Ahrweiler Bürgerschützen einer liebgewordenen Tradition. Als spirituelle Einstimmung auf die Festtage in der Fronleichnamswoche pilgerten Mitglieder aller Züge und Corps von Ahrweiler zur Remagener Apollinariskirche.
Angeführt von Hauptmann Jürgen Knieps mit dem Stab der Jodokus-Bruderschaft und Präses Jörg Meyrer ging es für die Schützenbrüder vom Ahrweiler Marktplatz zunächst zum Totengedenken am Rondell des Ahrtorfriedhofs. Es folgten 15 Kilometer Fußmarsch unter Gebeten und Gesängen über Bad Neuenahr, Heppingen, Gimmigen und die Höhen bei Kirchdaun zum Abstieg nach Remagen.
Nach drei Stunden strammen Marsches wurden die gut zwei Dutzend Pilger in der Apollinariskirche von Pater Bartholomé van Oudheusden empfangen. Den Pilgersegen unter den Klängen des Te Deums, das Bürgerschützenkönig Dieter Zimmermann an der Orgel intonierte, spendete dass Präses Jörg Meyrer.
Es war die 20. Wallfahrt der Ahrweiler Schützen nach Remagen. Denn die Premiere hat 2007 als Auftakt zum Bundesschützenfest, das damals in der alten Kreisstadt mit Tausenden von Schützen aus ganz Deutschland über die Bühne ging, stattgefunden. Initiator war seinerzeit der spätere Schützenkönig Hauptmann Willi Busch.
Traditionell war aber auch das Pilgermahl nach der Andacht. Dies wie üblich mit dem Wein aus den eigenen Wingerten der Schützen. Retour nach Ahrweiler ging es per Bahn zum Absacker in die Altstadt – auch das ist Tradition. GS
