Stadt Meckenheim stellt Onlinetool „Wegedetektiv“ für neues Mobilitätskonzept vor
Aktive Bürgerbeteiligung ist ausdrücklich erwünscht
Entsprechende Online-Präsenz ist ab sofort freigeschaltet
Meckenheim. In Sachen individueller und regionaler Mobilität steht für die Stadt Meckenheim vor allem das Engagement und die Erfahrungen der Bürgerinnen und Bürger im Fokus. Das neue, von den Büros VIA eG und ISAPLAN Ingenieur GmbH zu erstellende Mobilitätskonzept setzt auf jeden Fall intensiv auf eben jene Bürgerbeteiligung. Koordiniert von der städtischen Mobilitätsmanagerin Liena Humke, möchte man hiermit die Verkehrswende hin zu einer nachhaltigen, klimafreundlichen und modernen Mobilität auf den Weg bringen. Dabei stehen den Bürgerinnen und Bürgern unterschiedliche Beteiligungsformen zur Verfügung. Wie beispielsweise das innovative, kartenbasierte Onlinetool „Wegedetektiv“. Dort können die Bürger Hinweise oder Verbesserungsvorschläge interaktiv eingeben und entsprechend kommentieren. Das Ziel: den Ist-Zustand abzubilden und eine wesentliche Grundlage für die weiteren Arbeiten zu schaffen.
„Das Wissen aller Akteure erfassen und bündeln“
„Uns ist es wichtig, im Zuge des Mobilitätskonzeptes das Wissen aller Akteurinnen und Akteure zu erfassen und zu bündeln“, sagte Liena Humke bei der Präsentation des neuen Onlinetools. „Inwiefern ist eine bessere Vernetzung mit dem ÖPNV gewünscht? Wo sind weitere Bushaltestellen nötig? Wo sind weitere Radwege erforderlich?“, nannte David Philipps vom Planungsbüro VIA eG mögliche Beispiele, die sich digital wiederfinden könnten. Die Handhabung des Onlinetools ist einfach und wird direkt auf der Homepage erklärt. Neben der Option, eine kurze Erläuterung zu schreiben, besteht die Gelegenheit, ein aussagekräftiges Foto oder eine Grafik hochzuladen. Der Beitrag kann unterschiedlichen Themenfeldern, die farblich variieren, zugeordnet werden. „Wir sind schon sehr gespannt auf die Einträge in den nächsten Wochen“, sagte Bürgermeister Holger Jung, der die Bürgerinnen und Bürger zur regen Teilnahme aufrief. „Meckenheim verfügt über gute Voraussetzungen, um die Verkehrswende zu gestalten“, verwies Holger Jung auf die umfassende Verkehrsanbindung und nicht zuletzt darauf, dass Meckenheim erst im vergangenen Jahr wieder als fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt ausgezeichnet wurde.
Stadt setzt auf breites Meinungsbild
Bei der Entwicklung des Mobilitätskonzeptes setzt die Stadt Meckenheim auf ein breites Meinungsbild. Neben den Bürgerinnen und Bürgern werden auch die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen eines verwaltungsinternen Workshops eingebunden. In einer gemeinsamen Arbeitsphase gilt es dann, den Ist-Zustand der Mobilität in Meckenheim aus Verwaltungssicht zu analysieren und Visionen für die Mobilität im Jahr 2035/40 zu entwickeln. Ebenso sind lokale Akteurinnen und Akteure gefragt, sich in weitere Workshops einzubringen. Zudem liefern die Befahrung des Radnetzes je nach winterlicher Witterung ab Ende Februar, eine Mobilitätstour mit der Bürgerschaft zu Fuß um Ostern sowie zwei Bürgerwerkstätten im Frühjahr wichtige Erkenntnisse auf dem Weg zum Mobilitätskonzept, das voraussichtlich im ersten Quartal 2024 als übergeordneter Rahmenplan beschlossen werden soll.
Starke Bürgerbeteiligung zeichnet sich schon zum Auftakt ab
Die Analyse umfasst die einzelnen Verkehrsarten, Fußverkehr, Radverkehr, ÖPNV und Motorisierter Individualverkehr (MIV) sowie querschnittsorientierte Mobilitätsthemen. Der „Wegedetektiv“, bei dem es sich nicht um einen Mängelmelder handelt, ist ab sofort bis zum 16. März unter www.wegedetektiv.de/meckenheim freigeschaltet. Dass die Bürgerbeteiligung gut angenommen wird, war schon kurz nach Freischaltung der Seite zu sehen. Inzwischen haben schon zahlreiche Bürgerinnen und Bürger entsprechende Eintragungen und Hinweise gepostet.
