Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Wachtberg
Aktive übten in der Wahner Heide
Wachtberg. An einem Samstag fand erneut eine Großübung der Freiwilligen Feuerwehr Wachtberg auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in der Wahner Heide statt. Wie schon die Jugend im Sommer galt es nun für die Aktiven der Wehr einige Übungen zu absolvieren.
Gegen 8 Uhr trafen sich alle Teilnehmer am Gerätehaus in Berkum, um Proviant und alle notwendigen Sachen für die Übungen zu verladen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Wehrleiter Markus Zettelmeyer setzte sich der Konvoi aus KdoW1, ELW Berkum, RW Berkum, GW Arzdorf, LF10 Adendorf, LF10 Pech und TLF3000 Niederbachem in Richtung Köln-Wahn in Bewegung. Vor Ort wurden die Wachtberger Feuerwehrleute erneut von Mitgliedern der Reservistenkameradschaft Bad Godesberg/Wachtberg in Empfang genommen, die als Darsteller die Übungen wieder realitätsnaher gestalteten.
Gemeinsam wurde das Lager für den Tag eingerichtet und zunächst die Versorgung sichergestellt. Während sich die Mannschaften für die bevorstehenden Übungen stärkten, wurden von Wehrleiter Zettelmeyer, Übungsleiter Norbert Jopp und Oberfeldwebel der Reserve Alexander Bayer die einzelnen Übungen vorbereitet.
Rettung von Verschütteten
Gut gestärkt ging es danach auch direkt in die erste Übung. Eine Gruppe von betreuungsbedürftigen Personen war zu einem Ausflug in der Wahner Heide unterwegs. Dabei entwischten dem Betreuer die Personen und mussten nun von den Einsatzkräften gesucht werden. Ähnlich wie schon bei der Übung der Jugend im Sommer waren diesmal zwei Personen in den gesprengten Bunkern verschüttet und mussten gerettet werden. Schnell war die Betreuung der Personen sichergestellt, und es kamen Tragetuch und Schleifkorbtrage zum Einsatz, um die Verletzten zu retten.
Zurück im Lager gab es nur kurz Zeit sich erneut zu stärken, denn der nächste Notruf ging ein. In einer benachbarten Bunkeranlage kam es zu einem Brand – simuliert durch Nebelmaschinen und Nebelwerfer – den es zu Löschen galt. Aber nicht nur der Brand stand im Fokus der Einsatzkräfte. Auch eine Gruppe von „betrunkenen“ Campern musste in Schach gehalten werden, da diese ständig in das Brandobjekt hineinliefen. Aber auch diese Situation wurde von den Wachtberger Einsatzkräften mit Bravour gemeistert.
Damit war ein ereignisreicher Vormittag zu Ende, und alle Beteiligten stärkten sich bei Bratwürsten und kühlen Getränken im Lager. Währenddessen wurden die Vorbereitungen für die große Schlussübung am Nachmittag getroffen. Aufgrund des regnerischen Wetters musste überprüft werden, ob die Fahrzeuge so positioniert werden konnten, dass sie sich nicht festfuhren. Aber die Bedingungen passten, und somit konnte die Übung wie geplant durchgeführt werden.
Bekämpfung eines Waldbrands
Die Übung bestand daraus, eine lange Wegestrecke aufzubauen, um einen fiktiven Waldbrand zu löschen. Diesmal wurde eine geschlossene Wasserversorgung aufgebaut, bei der Wasser direkt über ein weiteres Löschfahrzeug weitergeleitet wird. Hier stellte das TLF3000 wieder einmal seine Leistungsfähigkeit zur Schau. Der Förderdruck reichte aus, um die komplette Wasserabgabe von sechs C-Rohren und die Wasserförderung über lange Wegestrecke allein sicherzustellen. Eine Unterstützung durch die Pumpe aus dem LF10 Pech war nicht notwendig.
Am Ende des Tages waren alle Teilnehmer körperlich geschafft, aber sichtlich zufrieden. Durchweg kam der Übungstag wieder sehr gut bei allen Einsatzkräften an. Auch Wehrleiter Zettelmeyer zeigte sich zufrieden und dankte allen Beteiligten für die Vorbereitung und die Teilnahme. Zettelmeyer dankte insbesondere den Kameraden der Reservistenkameradschaft für die Vorbereitung, die erneute Bereitstellung Übungsplatzes und die Darstellung der unterschiedlichen Personen.
Auch diesmal wurden Schwerpunkte aus dem Einsatzspektrum einer Feuerwehr geübt. Durch den Übungsplatz besteht die Möglichkeit, die einzelnen Übungsszenarien realitätsnah auszugestalten und so die Feuerwehrleute ideal für den tatsächlichen Einsatz vorzubereiten.
Brandbekämpfung in einem brennenden Bunker. Foto: Michael Ruck
