Allgemeine Berichte | 03.07.2019

OK4 Adenau

Aktuelle Programmvorschau

Programm am 10. Juli

Adenau. Die nächsten Sendungen im OK4 Adenau am 10. Juli:

Kajakfahren in Hohenlimburg

- 18 bis 18.05 Uhr: Europameisterschaften U23: Ein interessanter Wettkampftag anlässlich der Europameisterschaften für die Sportlerinnen und Sportler bis zu den Jahrgängen U23. Ein Beitrag von Rainer Gille aus Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Urlaub in Trentino 2019

- 18.07 bis 18.36 Uhr: Unterwegs mit Joachim Huster: Die Fotoshow zeigt unter anderem Bilder von Limone am Gardasee, einer Rundfahrt durch die Brenta Dolomiten und einer Gondelfahrt zum Forestpark. Ein Beitrag von Hans Joachim Huster aus Adenau.

Norbert Lammert: Staat & Religion (1/2)

- 18.36 bis 19.34 Uhr: Vortrag im Rahmen der Gastprofessur 2019 an der Universität Trier: Religion zur Selbsterhaltung der Gesellschaft. Mit „Anmerkungen zum unauflösbaren Spannungsverhältnis von Politik und Religion“ hat der frühere Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert die Gastprofessur im Jubiläumsjahr des Freundeskreises Trierer Universität eröffnet.

Die zentrale Frage des Themas stellte Norbert Lammert gleich zu Beginn seines Vortrags: „Wie viel Religion braucht eine demokratisch verfasste Gesellschaft?“ Die Antwort lieferte er ganz am Ende: „Mindestens so viel wie sie zu ihrer Selbsterhaltung benötigt.“

War damit nicht schon alles Wichtige gesagt? Brauchte es noch den gut einstündigen „Mittelteil“ des Vortrags? Unbedingt! Schon wegen der unterhaltsamen Eloquenz des Redners, vor allem aber wegen der Folgefragen und der Argumentationsketten, die Lammert zur Dualität von Politik und Religion formulierte.

Da war zum Beispiel die Thematik der Unauflöslichkeit dieses Spannungsverhältnisses. Die Ursachen für dieses Dilemma sieht Lammert darin, dass beide Institutionen einen Geltungsanspruch gegenüber der Gesellschaft erheben, also zu definieren, was in einer Gesellschaft gelten soll. „Deshalb können Politik und Religion einander nicht gleichgültig sein“, folgert Lammert. „Sie richten sich an die gleiche Kundschaft, aber mit konkurrierenden Gestaltungsansprüchen.“

Religion handele von Wahrheit, Politik von Interessen. Beides sei zentral für eine Gesellschaft, aber eben nicht dasselbe. Als „spektakulären“ Beispielfall für das Spannungsverhältnis von Politik und Religion in der deutschen Gesellschaft, führte Lammert das Grundgesetz ins Feld – „ein hochideologisch und zugleich tiefreligiös geprägter Text.“

Als Belege diente die Präambel („Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen hat sich das Deutsche Volk dieses Grundgesetz gegeben“) und Artikel 1 („Die Würde des Menschen ist unantastbar“). Darin spiegele sich die von Jürgen Habermas so formulierte „Bedeutung von religiösen Überzeugungen für das Selbstverständnis und für die innere Stabilität moderner Gesellschaften“ wider.

Diese Überzeugung schließt die Vorstellung aus, das Spannungsverhältnis ließe sich durch einen völligen Verzicht auf Religion in politischen Angelegenheiten auflösen. „Ein aufgeklärter Staat kann nicht auf religiöse Bezüge verzichten“, stellte Lammert klar. Das sei auch von den Menschen nicht gewollt. Trotz des Vertrauensverlustes und der Abwendung von Kirchen gebe es in der Gesellschaft weiterhin eine überragende Akzeptanz für religiöse Werte. Die Menschen seien auch nach wie vor von der christlichen und religiösen Prägung Deutschlands überzeugt.

Dieses Phänomen lässt sich global beobachten. „Religion ist bis heute weltweit nie aus der Politik verschwunden“, so Lammert. Sie habe sogar eine Revitalisierung erfahren, die sich in zwei Ausprägungen zeige: der Politisierung und Instrumentalisierung von Religion mit fundamentalistischen Ansprüchen sowie in der Religiosität zur persönlichen Entfaltung im privaten Raum.

„Ich plädiere für eine sorgfältige Trennung und eine intelligente Verbindung von Politik und Religion. Eine demonstrative Absage an Religion macht eine Gesellschaft nicht besser und nicht lebenswerter“, zog Lammert ein Fazit seiner Betrachtungen, aus denen er für sein nächstes Gastspiel an der Universität bewusst einige Fragen aussparte.

Die wird er im zweiten Teil seiner Gastprofessur an der Universität in einem höchst interessanten Format mit dem Trierer Bischof Stephan Ackermann diskutieren.

Ein Beitrag von Lukas Zeeh aus Trier.

Wuthe und Faust Volume 3

- 19.35 bis 20.04 Uhr: Das Singer-Songwriter-Duo „Wuthe und Faust“, mit dem letzten Teil des Auftritts der beiden Hessen im Innenhof der Burg Landshut in Bernkastel. Ein Beitrag von Reiner Blumberg aus Kinheim.

Zur Moselquelle

- 20.04 bis 20.22 Uhr: Eine Reise ganz nah entlang des Flusses mit vielen Überraschungen. Peter Friesenhahn begibt sich auf eine filmische Reise in ungewohnter Richtung: Diesmal geht es an der französischen Mosel bis zur Quelle. Eine Reise gen Süden voller Überraschungen.

Ein Beitrag von Peter Friesenhahn aus Pünderich.

Aus Studenten werden Ärzte

- 20.22 bis 20.44 Uhr: Das Praktische Jahr (PJ) im Klinikum Mutterhaus Trier. Ein Jahr Praxis steht noch zwischen den Medizinstudentinnen und dem Titel „Arzt/Ärztin“. Thomas Waas, Christian Turmann und Jana Siemonis absolvieren ihr Praktisches Jahr am Klinikum Mutterhaus in Trier. OK4 hat die drei „cand. med.“ durch ihr Jahr bis zur Prüfung begleitet.

Ein Beitrag von Beata Wyzgol aus Trier-Ehrang.

Die Pfalz in Bildern

- 20.44 bis 20.48 Uhr: Aufnahmen des Landschaftsfotografen Martin Hülsmeyer als Video, musikalisch in Szene gesetzt.

Ein Beitrag von Timo Fledie aus Kaiserslautern.

Erstausstrahlung: Mittwoch: 18 bis 21 Uhr; Wiederholung von Mittwoch: Freitag: 17 bis 20 Uhr; Samstag: 9 bis 12 Uhr; Sonntag: 21 bis 0 Uhr und Mittwoch: 11 bis 14 Uhr.

Aktuelles Programm vom gesamten OK4 unter www.ok4adenau.de.

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