Allgemeine Berichte | 18.07.2022

Katzenschutzverein Bad Neuenahr-Ahrweiler 1978 e.V.

Alle Jahre wieder - Katzenbabies ausgesetzt

Die drei Kleinen wurden zusammen mit ihrer Mama ausgesetzt.  Foto: Katzenschutzverein Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Es ist leider kein Einzelfall, dass kleine, wenige Wochen alte Kätzchen mutterseelenallein ausgesetzt werden - im Wald, am Straßenrand oder in Parks an schlecht einsehbarer Stelle, manchmal auch noch in Kartons gesperrt. Abgesehen davon, dass die Kleinen ohne Wasser und Nahrung nicht lange überleben können, droht ihnen Lebensgefahr von Fressfeinden wie Füchsen, Mardern und Greifvögeln.

Woran liegt das? Der Katzenschutzverein kann es nicht nachvollziehen, aber es gibt offenbar Menschen, die ihre Freigängerkatzen nicht kastrieren lassen, den unvermeidlich sich einstellenden Nachwuchs allerdings, sobald er Kosten oder Arbeit verursacht, einfach aussetzen.

Binnen weniger Wochen werden nämlich aus den süßen Katzenbabys, die ohne Zutun des Menschen von der Mutter versorgt werden, ganz schnell hungrige Teenager, die mehrmals am Tag gefüttert werden müssen und die üblichen Kinderkrankheiten durchleben. Hinzu kommen notwendige Arzttermine, Entwurmung, Impfung - eine leider nicht unerhebliche Zahl von Menschen entzieht sich einfach der Verantwortung und setzt die Tiere aus.

So ist es wohl den drei kleinen Katerchen ergangen, die mit ca. 6 Wochen mitten im Wald bei der Lourdes-Kapelle in Bachem ausgesetzt wurden. Zum Glück wurden sie rechtzeitig – wenn auch ausgehungert und völlig entkräftet - von Kindern des Waldkindergartens gefunden und dem Katzenschutzverein Bad Neuenahr-Ahrweiler 1978 e.V. übergeben. Dass sie bei Menschen aufgewachsen sind, beweist ihr menschenbezogenes Verhalten: sie schmusen, schnurren und spielen mit unseren Helfern um die Wette.

Ein ähnliches Schicksal hat wohl die zierliche, getigerte Lilly mit ihren Babies aus Niederzissen erfahren: die kleine Familie wurde am Straßenrand ausgesetzt. Auch hier zeigt die gepflegte, sehr menschenbezogene Mutter durch Kuscheln, Schmusen und Schnurren, dass sie an Menschen gewöhnt ist. Die vier Jahre alte Lilli ist inzwischen kastriert, gechippt und geimpft und wartet darauf, bei einer liebevollen Familie einzuziehen. Ihre Babys – anfangs sehr scheu – haben sich inzwischen gut an den Menschen gewöhnt und stellen ihr Zimmer in der Pflegestelle regelmäßig auf den Kopf. Während Mama Lilly schon neue Dosenöffner erobert hat, muss für die Kleinen noch ein neues Zuhause gefunden werden.

Der Katzenschutzverein Bad Neuenahr-Ahrweiler bittet alle, die ihren Katzennachwuchs nicht behalten wollen oder können: „Setzen Sie die Tiere nicht aus. Meist droht Ihnen ein grausamer Tod. Wenden Sie sich stattdessen an ihren örtlichen Tierschutzverein – dort wird Ihnen mit Sicherheit geholfen.“

Insgesamt umfasst die Kita des Katzenschutzvereins Bad Neuenahr-Ahrweiler 1978 e.V. zurzeit 15 Kitten, alle putzmunter, gesund und niedlich, wie das bei Tierbabies eben ist. Mit viel Hingabe und persönlichem Engagement werden die Kleinen von Helfern auf den Pflegestellen betreut und zur Vermittlung vorbereitet. Hat der Katzenschutzverein das Interesse geweckt? Dann kann man sich bitte an Anita Andres wenden, Tel. 0 26 41 2 07 4 65. Die Kätzchen werden gegen eine Schutzgebühr von 90 Euro abgegeben, darin sind sowohl Impfung und Entwurmung als auch die Kosten für die spätere Kastration und Einsetzung eines Chips inbegriffen.

Der Verein freut sich über jede Art von Hilfe – sei es Futter-Spenden oder eine kleine finanzielle Aufmerksamkeit – Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden – unter IBAN: DE 27 5775 1310 0000 8154 31 Kreissparkasse Ahrweiler. Weitere Infos unter www.katzenschutz-aw.de.

Die drei Kleinen wurden zusammen mit ihrer Mama ausgesetzt. Foto: Katzenschutzverein Bad Neuenahr-Ahrweiler

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag 2026
Imageanzeige
Gläser
3+1 Aktion
Blaulichtfest in Grafschaft-Ringen, 11. – 12.07.26
Blaulichtfest in Grafschaft-Ringen, 11. – 12.07.26
Nacht der Vulkane
Empfohlene Artikel
Mit einem Wortgottesdienst begann das Fest.  Foto: privat
18

Burgbrohl. „Ein „WIR“ entsteht überall dort, wo sich Menschen mögen. Es gibt also ziemlich viele WIR und jedes sieht ein bisschen anders aus. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie sind sehr wertvoll.“ (Auszug aus dem Bilderbuch „Das kleine Wir“)

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 14
52

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Zauberphilosoph Andino  Foto: VG Unkel
9

Warum glauben Menschen an Glücksbringer, Sternzeichen oder Verschwörungserzählungen? Wo endet Glaube, wo beginnt Aberglaube – und welche Rolle spielt magisches Denken in Wissenschaft, Religion und Politik? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die 2. Philosophische Sommernacht der KreisVolkshochschule Neuwied am Freitag, 14. August 2026, in der SoLaWi Katringer Grünzeug in Erpel.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Ein Fahrzeug fuhr aus bislang ungeklärter Ursache von der Bismarckstraße kommend über die Breitestraße/Beckstraße in die gegenüberliegende Fußgängerunterführung.
4968

Andernach. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Donnerstag, den 09.07.2026, gegen 10:50 Uhr in der Innenstadt von Andernach. Ein Fahrzeug fuhr aus bislang ungeklärter Ursache von der Bismarckstraße kommend über die Breitestraße/Beckstraße in die gegenüberliegende Fußgängerunterführung. Bei dem Unfall wurden mindestens zwei Personen verletzt.BA

Weiterlesen

Symbolbild.
1345

Bonn/Bornheim. Am späten Donnerstagabend, dem 9. Juli 2026, ereignete sich auf der Bundesautobahn 555 in Fahrtrichtung Köln ein schwerer Verkehrsunfall zwischen den Anschlussstellen Bornheim und Wesseling. Ein Pkw kam aus bislang ungeklärten Gründen von der Fahrbahn ab, durchbrach die Leitplanke und prallte gegen mindestens einen Baum. Der Aufprall war so heftig, dass das Fahrzeug in mehrere Teile zerrissen wurde, die anschließend in Flammen aufgingen.

Weiterlesen