Linzer Bürger und Bürgerinnen bemühen sich um ein blühendes Linz
Alle packen an für die farbenfrohe Pracht
Linz. Im kommenden Frühling soll Linz noch bunter blühen als in den Vorjahren- Dieser Meinung ist eine Gruppe von Linzer Bürgern, die sich um die Bepflanzung einiger städtischer Flächen mit Blumenzwiebeln kümmern. Unterstützt wurden sie dabei von Schülern der betreuenden Grundschule und Kindern aus allen drei Kindergärten der Bunten Stadt. Auch die Stadtgärtnerin Julia Framke war als zuständige Bauhof-Mitarbeiterin bei allen Kinder-Aktivitäten mit von der Partie. Dr. Hans-Georg Faust, Stadtbürgermeister und Schirmherr der Aktion, überzeugte sich vor Ort ebenso wie der 1. Beigeordnete Helmut Muthers von dem großen Elan, mit dem die Kinder und auch die Erwachsenen mit Spaß und Schaffenskraft ans Werk gingen. Beide zeigten sich beeindruckt und freuen sich schon gemeinsam mit allen Akteuren auf die bunte Blumenpracht. „Die 7000 Krokus-, Tulpen- und Traubenhyazinthenzwiebeln, die durch das LEADER-Projekt mit EU- und Landesgeldern gefördert wurden, haben am Ende dank des Fleißes der Beteiligten tatsächlich nicht ausgereicht und so habe ich dann noch etliche Narzissen- und andere Blumenzwiebeln nachgekauft,“ erläutert Uwe Hüngsberg, der den notwendigen Antrag zur finanziellen Förderung der Idee im letzten Frühjahr über die VG-Verwaltung gestellt hatte. „Mir kommt es dabei zwar sehr auf die optische Wirkung auf die Passanten und vorbeifahrenden Autofahrer an, aber es geht mir nicht nur um die Verstärkung der Frühlingsgefühle der Menschen, sondern als Hobbyimker habe ich immer auch die Wirkung auf die Insektenwelt im Blick,“ erklärt Hüngsberg weiter. Der Vorsitzende des Bienenzuchtvereins Asbach und des Kreisimkerverbands Neuwied möchte auf diese Weise zu ähnlichen Aktionen anregen und berichtete über Blumenzwiebel-Pflanzaktionen auch in den Nachbarorten von Linz. „Die Menschen erkennen immer deutlicher, dass ein Garten oder Park nicht nur aus grünem Rasen und schon gar nicht aus ödem Steinschotter bestehen darf, sondern es muss so viel wie möglich blühen, um den gesamten Naturhaushalt zu unterstützen. Da sind die Zwiebelblumen nur ein kleiner Baustein. Es gehören Stauden, Blühsträucher, blühfähige Laub- bzw. Obstbäume, Kräuter, Rosen und Wildblumenwiesen dazu. Auch Beerensträucher und selbst Brennnesseln sollten sich einfinden dürfen. In meinem eigenen Garten finden die Insekten beinahe rund ums Jahr Pollen für die Eiweißversorgung und Nektar als Energielieferant vor. Und wenn dann durch die emsige Arbeit der Vorrat schaffenden Honigbienen für die Menschen zusätzlich ein ganz wunderbares Lebensmittel erzeugt wird, darf das rundum als eine der berühmten win-win-Situationen angesehen werden.“
Besichtigung geplant
Wenn ab Februar/März an etlichen Stellen im Stadtgebiet die Zwiebelblumen in ganz unterschiedlichen Farben und Formen blühen werden, ist ein Besichtigungs-Rundgang mit den Erwachsenen ebenso geplant, wie mit den begeisterten Kindern. Mitakteurin Maria Wölbert legt als ehemalige Kindergartenleiterin besonderen Wert auf den pädagogischen Effekt: „Das Ergebnis ihrer Pflanzung soll den Kindern ganz anschaulich begreiflich werden.
Und wenn wir dann Hummeln und Bienen auf und in den Blüten finden werden, verstehen sie die Zusammenhänge in der Natur schneller, als wenn man es ihnen nur theoretisch nahebringt.“ Uwe Hüngsberg ergänzt: „Und wenn ich ihnen im Mai Honigbienen hinter Glas oder sogar ganz offen präsentieren kann, werden sie sich ein rundes Bild verschaffen können – und, wer weiß, vielleicht werden sie dann ja auch frischen Honig aus der Wabe probieren dürfen.“
Kindergarten sowie Schulkinder halfen beim Pflanzen.
Hand in Hand halfen Groß und Klein. Fotos: Uwe Hüngsberg
