Neubau der Vorlandbrücke Lützel ist nach rund zwei Jahren erfolgreich beendet
Alle vier Fahrspuren wieder offen
Koblenz. Der Verkehr auf der Europabrücke wurde offiziell wieder freigegeben. Nach einer Bauzeit von rund 20 Monaten sind die Arbeiten zur Erneuerung der Vorlandbrücke Lützel im Zuge der Bundesstraße B9 nun zu einem Abschluss gekommen.
Die Europabrücke über die Mosel ist die wichtigste Verbindung zwischen Koblenz und dem nordwestlichen Einzugsgebiet der Stadt. Die alte Brücke aus dem Jahr 1934 konnte die zunehmende Verkehrsbelastung nicht mehr ertragen, außerdem waren durch eindringendes Wasser und Tausalze irreparable Schäden entstanden, die wirtschaftlich nur mit einem Neubau zu beseitigen waren. Mit Beginn der Sommerferien 2014 wurde es auf der B9 in Fahrtrichtung Innenstadt auf der Europabrücke enger, denn die Vorlandbrücke musste unter Verkehr neu gebaut werden.
Um den Verkehr auf der B9 aufrecht zu erhalten, wurde eine komplizierte Bauweise erforderlich. Zunächst wurden die sogenannten Kragarme der alten Brücke abgetrennt. Anschließend wurde das gesamte Bauwerk durch einen Längsschnitt in zwei Hälften geteilt. Auf der innen liegenden Hälfte rollte der Verkehr stadteinwärts auf zwei Fahrspuren. Heute können die Bewohner in Metternich und im Rauental aufatmen, denn der Verkehr auf der Europabrücke kann wieder ungehindert fließen. Dies gilt auch für den Verkehr über 3,5 Tonnen, der während des Neubaus der Vorlandbrücke durch die genannten Stadtteile umgeleitet worden ist.
Der Neubau der Vorlandbrücke Lützel, der die stadteinwärts führenden Spuren der B9 trägt, ist zeit- und budgetgerecht fertig geworden. Die Erneuerung der Brücke hat die Landesregierung mit rund neun Millionen Euro gefördert. Das ist eine der höchsten Verkehrsinfrastruktur-Förderungen der Landesregierung der vergangenen Jahre.
So war auch zur offiziellen Feier der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Dr. Volker Wissing anwesend. „Mehr als 100.000 Fahrzeuge fahren über diese Brücke“, wusste Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig zu berichten. Die Sanierung der Brücke im laufenden Betrieb vorzunehmen, war eine riesige Aufgabe und mit großem Respekt versah der OB diesen Vorgang. Den Betrieb dieser Baustelle bezeichnete er als vorbildlich. Bei den Gesamtkosten von 11,5 Millionen Euro war man dann auch mit 1,5 Millionen Euro unter den geschätzten 13 Millionen Euro geblieben. Für den Verkehrsminister war es ein tolles Ereignis, die Europabrücke wieder in den Dienst zu stellen, wie er selbst in seinem Grußwort betonte. Für die Stadt Koblenz war die Baumaßnahme eines der größten Bauvorhaben und auch ein wichtiges Projekt gewesen. Auch will die Landesregierung in den nächsten Jahren weiter an der Seite der Stadt Koblenz stehen, wenn es darum geht, Verkehrs- und Infrastrukturmaßnahmen zu unterstützen, so Volker Wissing.
Im Anschluss an die Reden ging es für alle auf die Europabrücke zum offiziellen Durchschneiden des Bandes direkt auf der Fahrbahn. Dies übernahmen der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Dr. Volker Wissing, Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig und Baudezernent Martin Prümm gemeinsam.
