Reise der kfd , Rheinbach nach Amsterdam
„Alles Käse – oder was?“
Rheinbach. Auf zum „Venedig des Nordens“ ging es mit dem 1. Hahnenschrei mit der Kath. Frauengemeinschaft St. Petrus und Paulus Odendorf, Essig, Ludendorf (kfd). Kunst, Geschichte und Kultur, Grachten, Herrenhäuser, Käse, Blumen und nette Meisjes en Jongens van Nederland standen in Amsterdam auf dem Programm.
Mit vielen Informationen im Gepäck, machte sich Barbara Hölscher, die Reiseleiterin der kfd, mit 41 Teilnehmern auf den Weg. Das obligatorische, nicht zu toppende Frühstück am Anreisetag, wurde direkt vor der zu besichtigenden Käserei in der Nähe von Gouda, eingenommen. Käsespezialitäten direkt von den Jongenhoeven aus Bergambacht, bereicherten es und stellten die ersten Kostproben des legendären Käses aus Gouda, dar.
Nach Besuch der Produktionshallen und einem Film über die Entstehung des Käses ging es dann, vollbepackt mit erstandenen Käsekugeln der verschiedensten Geschmackrichtungen, auf nach Gouda.
Hier findet jeden Donnerstag der Käsemarkt auf dem historischen Rathausplatz statt. Mit der mittelalterlichen Altstadt ist Gouda ein bezauberndes Grachtenstädtchen. Nicht nur berühmt wegen des Käses, der aus dieser Region in die ganze Welt geht und 60 Prozent der Ware liefert, die in Deutschland gegessen wird, sondern auch wegen der Sirupwaffeln und den Tabakspfeifen. Die Waage aus dem 17. Jahrhundert, das Rathaus und die 600 Jahre alte „Sint Jans“ Kirk, mit den ältesten bemalten Glasfenstern Hollands, waren weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt. Angefüllt mit den Eindrücken vom Käsemarkt, von netten Meisjes und Jongens in Tracht, und unter dem Geläut des Glockenspiels des alten Rathauses und den Klängen von „Tulpen aus Amsterdam“, ging es dann weiter zu der größten Metropole Hollands. Das Feeling und die Vorfreude für die Reise waren schon im Vorfeld mit einem Infoabend geweckt worden. Der Film „Ein Leben in Leidenschaft“ mit Kirk Douglas in der Hauptrolle, der vom Leben van Goghs handelte, machte neugierig auf den Besuch des gleichnamigen Museums. Man spürte, wie Genie und Wahnsinn eng beieinander lagen und fühlte sich in das Wesen dieses Autodidakten und Mitbegründer der modernen Malerei, dadurch besser ein. Den Abend beschloss ein gemeinsames Abendessen in einem urigen holländischen Restaurant. Am nächsten Morgen stand die große Stadtbesichtigung zu Fuß und mit dem Bus an. Jeder fand dabei seinen besonderen Lieblingsort. Ob es die geheime Kirche „Unseren lieben Herrn auf dem Dachboden“ war, oder der üppige Blumenmarkt, der Begijnenhof, die Grachten, die vielen ehrwürdigen Herrenhäuser oder Handelskontore, die Hinterhöfe oder die bildhübschen Damen vom ältesten Gewerbe der Welt, die verführerisch in den Fenstern lockten. Das sonnige Wetter trug zu einer gelassenen und fröhlichen Stimmung bei, oder war es der Duft eines Haschwölckchens, das manchmal über die Straße geweht kam? Eines der Höhepunkte der Reise war der Besuch des Anne Frank Hauses und des Theaterstückes „Anne“.
Mit den Gebäuden am Museumsplein wurde der hochkarätigste Kulturmittelpunkt Amsterdams, ja sogar Hollands geschaffen. Eines davon ist das Reichsmuseum, Nationalmuseum Hollands. Hier stand vor allem das goldene Zeitalter auf der Besichtigungsliste. Es wartete mit großen Schätzen aus den Künsten, dem Handwerk und der Geschichte auf. Beeindruckend natürlich die „Nachtwache“ von Rembrandt, aber auch die Puppenhäuser der hochherrschaftlichen Damen, die den Wert eines Grachtenhauses hatten. Am Nachmittag konnte dann jeder auf eigene Faust Amsterdam erkunden. Grandios und unbeschreiblich schön, dann am nächsten Morgen, der Besuch des Keukenhofes. 7,5 Millionen Blumenzwiebeln, davon 4,5 Mio. Tulpen, verbreiteten ihre Schönheit. Ganz im Zeichen des 125. Todestages von van Gogh erstrahlte sein Selbstbildnis, statt in Pinselstrichen in Tulpen. Hier macht das Tulpenland seinem Namen alle Ehre. Eine Sinfonie aus Farben, Blumen und Düften, soweit das Auge reichte, nahm alle gefangen.
Alle Reisenden traten mit strahlenden Gesichtern, satt gesehen, an Farben und Formen, und beschenkt mit einer gelben Hyazinthe, erschöpft den Heimweg an.
Im nächsten Jahr stehen Straßburg, das Elsass und Freiburg auf dem Programm.
