Die Eschelbacher Bütt war gut gefüllt mit heimischen Gewächsen
„Alles aus den eigenen Reihen!“
Kappensitzung des ECV Eschelbach brachte die Narrenstimmung in der Waldbachhalle zum Siedepunkt
Eschelbach. In der ausverkauften Waldbachhalle präsentierte der ECV Eschelbach auch dieses Jahr ein Feuerwerk der närrischen Darbietungen, ein Vier-Stunden-Programm ausschließlich aus den eigenen Reihen, wie der Vorsitzende und Sitzungspräsident Thilo Daubach am Ende der Sitzung stolz und lobend herausstellte.
Zunächst brachte nach dem Einmarsch des Elferrates und der Garde Kinderprinzessin Marie Lind mit ihren frei vorgetragenen Reimen den Saal zum Toben. Danach foppten sich Vater und Sohn (Holger und Elias Brast) zum Einstand der Büttenreden in einer Tour. „Ich würd mich ja gern mit dir geistig duellieren. Aber ich seh ja, dass du völlig unbewaffnet bist.“ Aber auch die Mutter, die nicht mit auf der Bühne stand, bekam ihr Fett weg. „Was hat die Mama so lang im Bad gemacht?“ „Die hat sich abgeschminkt.“ „Ach, du meinst, die hat ihr Gesicht auf Werkseinstellung zurückgefahren.“
Von Frauenpower im eigenen Haus konnte der letzte Wäller Junggeselle alias Simon Kraus nach dem Auftritt der Kindergarde nur träumen. Dieser hatte nämlich nach eigener Aussage eine anerkannte Männerkrankheit: Alk-Heimer. „Da willste im Supermarkt mal ein Päckchen Quark holen, und dann merkste, dass de nen Kaste Bier erwischst.“
Die ECV-Teenies erfreuten die Narrenschar mit einem bunten Einhorntanz, bis Sitzungspräsident Thilo Daubach als Obermessdiener von St. Blasius sein dreimal elfjähriges Bühnenjubiläum zelebrierte. Der berichtete, dass er in Eschelbach mit einem Professor in den ICE gestiegen sei. Hinzu kommt der Bauer Kuno. „Ist Ihnen auch langweilig?“ „Jo!“ Der Bauer stellt ein Rätsel. Der Professor setzt 50 Euro, der Bauer 5 Euro, dass der Professor es nicht errät. „Wenn’s vom Himmel fällt, hat es sechs Beine, wenn es in der Mitte ist, vier Beine, wenn es am Boden liegt, hat es zwei Beine. Was ist das?“ Der schlaue Professor zückt konsterniert seine Geldbörse und gibt dem Bauernschlauen 50 Euro. „Was ist es denn?“ „Moment!“ Der Bauer greift in seine Hosentasche und gibt ihm 5 Euro. „Ich weiß es auch nicht!“
Griechisches Temperament brachte das ECV-Männerballett mit seinem Sirtaki in die Waldbach-Halle und riss auch die Letzten von ihren Stühlen. Patrick Pfeil machte sich als Frührentner beziehungsweise „sexiest man alive“ Gedanken über Vegetarismus, Veganer und „Latzhose-Unverträglichkeit.“ Als Leser des „Men’s Health“-Magazins erfuhr er, wie er am schnellsten zu einem Sixpack kommt. „Früher hätt’ ich gesagt, ich geh an die Tankstell’!“
Sängerbarde Thorsten Lind gab Schlager von Klaus Lage, Roland Kaiser und Songs von Marius Müller-Westernhagen zum Besten. Einen exotischen Anblick bot anschließend das ECV-Ballett mit seinem Asia-Tanz. Für sie wurde eigens die Bühne in ein Schattentheater verwandelt. Um die Mitternachtsstunde rundete das ECV-Hofsängerfinale die Sitzung ab.
Nachdem der Elferrat mit der Garde eingezogen war, heizte diese die Waldbachhalle ein.
Den traditonellen krönenden Abschluss bildeten die ECV-Hofsänger.
Griechisches Flair brachte das Männerballett mit seinem Sirtaki ein.
Die Kindergarde begeistert Publikum und Elferrat. Fotos: GBA
Kinderprinzessin Marie Lind eroberte mit ihren frei vorgetragenen Reimen die Narrenherzen.
Elias (junior) und Holger (senior) Brast traten auf als als „Vater und Sohn, Freunde für immer“.
Als „sexiest man alive trat Patrick Pfeil auf die Bühne.
