Allgemeine Berichte | 06.01.2020

Treffen des Arbeitskreises „Kempenicher Ortsgeschichte“

Als Fritzehannes und Porzejennes in der „Suppengasse“ wohnten

Führung zur Historie im Entenpfuhl findet am 28. Januar statt

Die Bewohner des Entenpfuhls waren – und sind es teilweise noch – unter Familienrufnamen bekannt, so wie die abgebildeten „Manspolse“. Foto: privat

Kempenich. Das nächste Treffen des Arbeitskreises „Kempenicher Ortsgeschichte“ findet am Dienstag, 28. Januar, um 18 Uhr im Gasthof Bergweiler statt.

Angrenzend an den Markt führt der Weg bei der nächsten Versammlung zum Entenpfuhl. Im Volksmund nennt man die Straße auch „Suppengasse“. Im Mittelalter war dort ein Sumpfgelände bis hin zu den Leywiesen. Deshalb auch der Name Entenpfuhl. Im 14. Jahrhundert wollte der damalige Burgherr Simon von Kempenich das Sumpfgebiet trockenlegen und verlangte dafür von den Bürgern jedes Jahr an Sankt Martin einen Silberpfennig. In dieser Zeit entstand die Heimatsage vom „Pfennigsbur“. Die „Suppengasse“ als Wohnstraße dürfte erst nach dem großen Brand von 1661 entstanden sein. Mit Pflaster befestigt wurde der Entenpfuhl 1906/1907 für 2484,71 Goldmark. Zwischen 1960 und 1970 erhielt die Straße dann eine Teerdecke. Der in der Nähe der Leyberghalle wiederaufgebaute Brunnen „Schmitzbohr“ weist auf die frühere Wasserversorgung hin. Der Brunnen lag früher allerdings weiter östlich im Bereich des heutigen Anwesens Adams.

Die Bewohner im Entenpfuhl hatten, neben den Berufsbezeichnungen wie „Schmette“, auch andere interessante Namen. Von Schlau, über Fritzehannes, Schautte Dahm, Graf Schlendrian, Manspolse, Porzejennes bis zu Durte gibt es Spannendes zu berichten. Interessierte Bürger sind wie immer herzlich willkommen.

Die Bewohner des Entenpfuhls waren – und sind es teilweise noch – unter Familienrufnamen bekannt, so wie die abgebildeten „Manspolse“. Foto: privat

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