Ahrtaler Autorenduo mit launigem Talk über Kuriositäten und besondere Geschichten
Als sich die Strohhüte durch Altenahr wälzten
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Für Daniel Robbel und Dirk Unschuld steht fest – das Ahrtal hat auch nach der Flut im vergangenen Jahr nichts von seiner Schönheit und Faszination verloren. Im Gegenteil: zahlreiche Orte, die oftmals mit kuriosen oder besonderen Geschichten verbunden sind, wollen rund um die Ahr entdeckt werden. Einen Teil eben jener Orte stellen die beiden Autoren des Buchs „111 Orte im Ahrtal Die man gesehen haben muss“ immer wieder im Rahmen launiger Live-Talks vor. So auch kürzlich in der momentan noch in der Elligstraße beheimateten „Buchhandlung am Ahrtor“. Hier spielten sich Robbel und Unschuld im Doppelpass die verbalen Bälle zu und berichteten von Ausflugszielen mit limitiertem Kuchen oder räuchernden Winzern mit „Sonne aus Kölle“, vom Fleischwurst-Honorar und radelnden Apotheken bis hin zu erbosten Brautpaaren und mediterranen Früchten, die überraschenderweise auch auf den Ahr-Bergen gedeihen – immer mit ganz viel Humor und noch mehr Liebe zum Ahrtal.
Fast alle Orte überstanden die Flut
Bemerkenswert und ein Glücksfall zugleich: Nur ganz wenige der 111 Ahrtal-Orte wurden durch die Flut zerstört. Zum großen Finale ihrer liebevollen Hommage an das durchaus auch schräge Ahrtal, ließen Daniel Robbel und Dirk Unschuld das Altenahr der 1950er und 1960er Jahre wiederauferstehen, als sich tausende mit Strohhüten ausgestattete Sonderzug-Besucher aus dem Ruhrpott durch die Straßen des Ortes wälzten, heftig dem Wein zusprachen und den nur zwei eingesetzten Dorfpolizisten heftig zusetzten. Dass der Weinort einst so etwas war, wie das El-Arenal der Fünfziger, ist heute kaum noch vorstellbar.
Das Buch „111 Orte im Ahrtal“ von Daniel Robbel und Dirk Unschuld (Emons Verlag) ist überall im Buchhandel erhältlich.
