Aktionstage im Löhr-Center wollen Leistungsfähigkeit behinderter Menschen erlebbar machen
Am Ball bleiben: Inklusion gewinnt
Koblenz. Die gleichberechtigte Teilhabe jedes Einzelnen an allen gesellschaftlichen Prozessen – das ist das Ideal, das sich hinter dem Begriff Inklusion verbirgt. Behinderte Menschen sind eine der Gruppen, für die diese Teilhabe noch keinesfalls selbstverständlich ist. Arbeitsagenturen und Jobcenter wollen dazu beitragen, dass sich das ändert, und haben gemeinsam mit vielen Partnern aus der Region vom 11. bis 13. Mai Inklusionstage organisiert. Unter dem Motto Am Ball bleiben: Inklusion gewinnt! haben sie vor allem die berufliche Situation der Betroffenen im Blick und wollen auf die Leistungsfähigkeit behinderter Menschen aufmerksam machen. Als Bühne haben sie sich dafür einen Ort ausgesucht, an dem ihnen Aufmerksamkeit sicher ist: das Koblenzer Löhr-Center. Schirmherrin ist Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles. Gefördert wird das Projekt von der „Aktion Mensch“. Man wolle zwar informieren, sagt Birgit Theis, die Leiterin des Reha-Teams in der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen. „Aber es wird kein Veranstaltungsmarathon sein, bei dem viel geredet und noch mehr Papier verteilt wird.“ Stattdessen setzen die Organisatoren auf den sichtbaren Beweis: Behinderte Menschen werden Besuchern und Passanten zeigen, was sie können – sei es nun an den mitgebrachten Maschinen, bei (Geschicklichkeits-) Spielen oder einer Pflanzaktion. Außerdem gibt es ein breites Informationsangebot für behinderte Besucher, das von der Beratung zum beruflichen Einstieg bis zu Hilfen im alltäglichen Leben reicht.
Aktionstage im Löhr-Center
Von hohem Wert ist für die Veranstalter auch der Ort, an dem sie ihr Anliegen präsentieren können. „Natürlich gehört das Thema Inklusion in die Öffentlichkeit – darum geht es ja schließlich“, betont Birgit Theis. „Deshalb sind wir sehr dankbar, dass die Geschäftsleitung des Löhr-Centers unserem Anliegen so offen gegenüber steht.“ Den Akteuren werden nicht nur sämtliche Flächen kostenlos zur Verfügung gestellt, die Center-Leitung unterstützt sie auch bei Werbung und Organisation. „Schon das ist ein bemerkenswerter Beitrag zur Inklusion“, meint Reha-Expertin Theis. Doch das ist nicht die einzige Unterstützung, über die sich die Arbeitsagenturen freuen können. Als Mitstreiter konnten sie außerdem eine beachtliche Anzahl von Berufsförder- und Bildungswerken, Reha-Einrichtungen, Werkstätten für behinderte Menschen, Integrationsfachdienste und -betriebe, Bildungsträger, Kammern und Behörden aus der Region gewinnen. „Nur diese breite Unterstützung macht ein so vielfältiges und spannendes Programm möglich. Außerdem zeigt sie eindrucksvoll, was man erreichen kann, wenn sich viele für ein gemeinsames Ziel einsetzen.“ Die Stände können von Donnerstag bis Samstag während der Öffnungszeiten des Löhr-Centers besucht werden. Für das fachlich interessierte Publikum gibt es außerdem zwei Vortrags- und Gesprächsrunden: Am Freitag, 17 Uhr, geht es um das Bundesteilhabegesetz, am Samstag um 13 Uhr nimmt der Landesbehindertenbeauftragte Matthias Rösch an einem Gespräch über das „Budget für Arbeit – ein Weg in den Ersten Arbeitsmarkt“ teil.
Pressemitteilung
Bundesagentur für Arbeit
