Streitigkeiten in Bad Breisig brachten Bevölkerung in Aufruhr
Amoklauf: Axt-Attacke entpuppt sich als Falschmeldung
Warnung in Facebook löste Panik aus
Bad Breisig. Gegen 19:55 Uhr wurde am Donnerstagabend, 22. September, über Notruf die Polizei darüber verständigt, dass in Bad Breisig eine Streitigkeit im Gange sei, bei der möglicherweise eine Person verletzt worden sein soll. An der Einsatzstelle konnte ermittelt werden, dass zwei Personen, Vater und Sohn, von einer vierköpfigen Männergruppe angegriffen worden sein sollen. Es stellte sich heraus, dass es sich hierbei um einen offenbar seit einigen Tagen andauernden Streit weitläufiger Familienangehöriger handelt. Vermutlich zur Klärung der Streitigkeiten begaben sich vier Personen nach Bad Breisig, um hier einen 32-Jährigen zur Rede zu stellen. Es kam wohl bei der Begegnung sofort zum Streit zwischen zwei Personen, der dann eskalierte.
Mit einem noch unbekannten Schlagwerkzeug, vermutlich einem Baseballschläger, wurde auf den 32-Jährigen eingeschlagen, dieser dadurch am Kopf verletzt. Die Verletzung ist nicht lebensbedrohlich. Auch sein Kontrahent wurde, vermutlich mit einem Knüppel, leicht verletzt (Platz-wunde). Der Vater des 32-Jährigen ergriff daraufhin eine Axt, worauf die vier jungen Männer aus dem Bereich Bonn die Flucht ergriffen. Exakt diese Begebenheit wurde von Passanten beobachtet, die die Polizei verständigten. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die Axt lediglich als Drohmittel eingesetzt, jedoch nicht damit geschlagen.
Im Rahmen einer Fahndung der Polizei konnten die vier Personen festgestellt und identifiziert werden. Die Feuerwehr wurde zur Ausleuchtung der Tatörtlichkeit zur Absuche evtl. Tatmittel angefordert. Bei der Absuche wurde ein Teleskopschlagstock gefunden. Ob dieser Tatmittel war, ist bislang nicht bekannt. Ein Amoklauf konnte von der Polizei nicht bestätigt werden! Es wird eindringlich darauf hingewiesen, bei der Nutzung sozialer Netzwerke Vorsicht bei der Verbreitung unbestätigter Inhalte, wie auch der Bewertung bereits verbreiteter Inhalte walten zu lassen.
Pressemitteilung Polizeipräsidium Koblenz
