Allgemeine Berichte | 25.06.2019

Gemeinschaftsübung der Feuerwehren aus Bad Neuenahr und Heimersheim sowie dem DRK

An Orthopädischer Fachklinik Kurköln wurde der Ernstfall geübt

Einsatzleiter Timo Dörfer: Gute Zusammenarbeit der Einsatzkräfte

Ein Verletzter wird mit einer Schleifkorbtrage geborgen.Fotos: WITE

Bad Neuenahr/Heimersheim. Plötzliche Brände können unverhofft in jedem Gebäude entstehen. Dann ist, neben der Personensicherung, eine schnelle Bekämpfung der Brandherde entscheidend, um das Feuer einzudämmen und damit auch ein Übergreifen auf andere Gebäude zu verhindern. Dies hat in öffentlichen Gebäuden, wie etwa Kliniken und Altenheimen - wegen der dort untergebrachten hohen Personenzahl sowie der Geschosshöhen - noch eine besondere Bedeutung. Um für solche Ereignisse bestens gerüstet zu sein, üben die Rettungskräfte zunehmend vereint. Eine solche Gemeinschaftsübung der Freiwilligen Feuerwehren aus Heimersheim und Bad Neuenahr sowie DRK-Rettungskräften fand jetzt in der Orthopädischen Fachklinik Kurköln statt. Das Szenario: In einem Seitentrakt ist es im Technikraum zu einem Schwellbrand gekommen. Durch die starke Verrauchung sind mehrere Personen verletzt, vermisst oder eingeschlossen. Die Aufgaben der Feuerwehr sind klar. Die Herausforderung der Übung liegt darin, dass eine Vielzahl der Patienten nur eingeschränkt mobil ist, „und nicht mal eben die Treppe runterlaufen können“. Die Idee zu dieser Übung hatten der ärztliche Leiter der Orthopädischen Fachklinik Kurköln Dr. Jens Leonhard sowie einige Feuerwehrkameraden/innen von Heimersheim und Bad Neuenahr. Dr. Leonhard äußerte sich erfreut, dass auch die Notfallgruppe aus Mitarbeitern der Klinik bei dieser Übung sensibilisiert mitmachte. Neben dem Einsatz der Rettungskräfte seien solche Übungen auch für die Sicherheit der Patienten wichtig. Dr. Leonhard ist darüber hinaus noch als leitender Notarzt engagiert. Für eine möglichst realistische Darstellung sorgten zwei Dutzend freiwillige Personen. Die Einsatzkräfte waren vorher zwar über eine Übung informiert. Wussten jedoch nicht, wo diese durchgeführt wurde. Insgesamt, so Daniela Vollmer von der Heimersheimer Wehr, waren 58 Feuerwehrkräfte sowie vier DRK-Kräfte aus dem Regel-Rettungsdienst hieran beteiligt. Außerdem eine Gruppe der Fachklinik Kurköln. Und es kamen sieben Feuerwehr-Fahrzeuge zum Einsatz. Die hohen Außentemperaturen machten es den Frauen und Männern in ihrer Brandschutzkleidung nicht leicht, besonders dem Zug in der schweren Atemausrüstung.

Atemschutzüberwachung

Und bei diesen Leuten sorgte Daniela Rotter-Weiland, mit einer speziellen Atemschutzüberwachung und Funkverbindung, von außen für deren Sicherheit. Mit der Drehleiter hätte man auch mehr Stockwerke als die drei Geschosse der Klinik erreichen können. Als Gesamt-Einsatzleiter fungierte Timo Dörfer, stellvertretender Löschzugführer bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Neuenahr. Und der äußerte sich nach der Übung zufrieden mit dem Ablauf. Insgesamt seien, auch unter Einsatz der Atemschutztruppe, aus dem brennenden und verrußten Trakt 23 Personen gerettet worden. Unter anderem mit Kranken- und Schleifkorbtragen sowie Dreh- und Steckleitern. Positives Fazit von Dörfer: Laut DRK-Rettungskräften habe keine der Personen ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Im Übrigen sei die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte „wie immer gut“ gewesen. Was man trotz allem verbessern könne, soll bei der nächsten gemeinsamen Übung umgesetzt werden. Die Feuerwehren Bad Neuenahr und Heimersheim sind Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Löschzugführer in Heimersheim ist Hans-Peter Blumenberg, in Bad Neuenahr Richard Lindner. Die Bad Neuenahrer Wehr verfügt über 40 aktive Feuerwehrmänner- und Frauen, Heimersheim über 41. Patienten und Klinikpersonal waren rechtzeitig über die anstehende Übung informiert worden.

Einsatzleiter Timo Dörfer (re.) und Patrick Gilles beobachten den Ablauf der Übung.

Einsatzleiter Timo Dörfer (re.) und Patrick Gilles beobachten den Ablauf der Übung.

Geschafft - Mutter und Kind sind in Sicherheit.

Geschafft - Mutter und Kind sind in Sicherheit.

Ein Verletzter wird mit einer Schleifkorbtrage geborgen.Fotos: WITE

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