Gemeinderat Swisttal beschließt Wiederaufbauplan
An der Infrastruktur der Gemeinde Swisttal entstandenen Schäden von 74,1 Millionen Euro
Die Beseitigung werde voraussichtlich zehn Jahre dauern, sagte Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner (CDU) in der Gemeinderatssitzung voraus - 220 einzelne Schadstellen zu 109 Projekten zusammengefasst
Swisttal. Allein an der Infrastruktur im Besitz der Gemeinde Swisttal richtete die Starkregenkatastrophe vom 14. Juli 2021 einen Schaden von 74,1 Millionen Euro an. Das erfuhr der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung von Diplom-Ingenieur Jörg Timmermann vom PBS Planungsbüro Schumacher GmbH (Wiehl). Sein Team hatte er mehr als 1100 Arbeitsstunden gut 220 einzelne Schadensstellen ermittelt und zu 109 zusammenhängenden Projekten zusammengefasst. Zusammen ergeben sie den „Wiederaufbauplan der Gemeinde Swisttal für die kommunale öffentliche Infrastruktur“, die der Gemeinderat einstimmig beschloss.
Bei der weiteren Umsetzung des Wiederaufbauplans werde es notwendig sein, sowohl Planungsleistungen als auch Bauleistungen zu vergeben, prophezeite Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner (CDU). Zur Koordinierung der Vielzahl an Einzelmaßnahmen ist nach ihrer Ansicht ein externes Projektmanagement notwendig, die Ausschreibung dafür lief bereits. Die Bürgermeisterin hofft, dass bereits im März die Aufträge an die künftige Projektsteuerung vergeben werden könnten. „Das wird ein erster Meilenstein, um den Wiederaufbau der kommunalen Infrastruktur ins Rollen zu bringen.“
Die Projektsteuerung sollen das Personal der Gemeindeverwaltung unterstützen und die Umsetzung der ohnehin schon über die Schadensbeseitigung hinaus geplanten Maßnahmen und Projekte der Gemeinde voranbringen, zumal der Wiederaufbau mehrere Jahre in Anspruch nehmen werde.
Entscheidende Phase für den Wiederaufbau beginnt
Damit beginne eine entscheidende Phase für den Wiederaufbau der Infrastruktur, so Kalkbrenner. Swisttal sei eine der ersten Kommunen in ganz Nordrhein-Westfalen, die nun einen entsprechenden Antrag stellen könnten. Daran sei der Rat dann auch anderthalb Jahre gebunden, denn zumindest 18 Monate lang könne und müsse nach diesem Drehbuch vorgegangen werden. Erst später könnten eventuell übersehene oder vergessene Maßnahmen nachgemeldet werden. Doch es werde voraussichtlich ohnehin zehn Jahre dauern, bis alle Schäden beseitigt seien.
Nach dem Ratsbeschluss müsse der Wiederaufbauplan noch von der Bezirksregierung geprüft und genehmigt werden. Die Förderquoten könnten anschließend je nach Projekt bis zu 100 Prozent betragen. In einer vorläufigen Überflutungskarte sei die Situation am 15. Juli nachvollzogen worden, dabei gebe es große Übereinstimmung mit den Vorhersagen aus den offiziellen Starkregenkarten und den Hochwasserkarten. Angesichts der Größe der überfluteten Fläche sei eine Vielzahl von öffentlichen Gebäuden im Bereich Hochbau betroffen, hier seien vor allem die Schulen und Kindergärten zu nennen. Für geschätzte 11 Millionen Euro, der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Heimerzheim schlägt voraussichtlich mit weiteren 8 Millionen Euro zu Buche. In etwa der gleiche Betrag ist noch einmal für die Sanierung des Rathauses samt seiner Nebengebäude und des Rathaus-Parkplatzes fällig.
Auch müsse überlegt werden, bei welchen Schäden ein Wiederaufbau an gleicher Stelle wegen der Hochwassergefahr keinen Sinn ergebe. „Hier wären explizit die Sportstätten in Odendorf zu nennen, die an anderer Stelle wiederaufgebaut werden sollen“, so Timmermann. Ein weiterer Schwerpunkt seien die Brückenneubauten und Bauwerkssanierungen. Im Zuge des Wiederaufbaus sollen zudem alle Fließgewässer im Außenbereich instandgesetzt und saniert werden, um bei einem künftigen Starkregenereignis leistungsfähige Fließgewässer zu erhalten.
Um sinnvolle, örtlich zusammenhängende und abzurechnende Projekte bilden zu können, seien die insgesamt mehr als 220 Einzelmaßnahmen zu 109 Projekte zusammengefasst worden. Diese wiederum wurden priorisiert nach drei Kategorien mit der „kritischen Infrastruktur“ wie Straßen, Kanäle und Feuerwehr als höchster Kategorie vor Projekten mit „sozialen Aspekten“ wie Sportanlagen und Dorfhäuser sowie als dritter Kategorie dem „Übrigen“. Innerhalb der jeweiligen Kategorien müssten Rat und Verwaltung in künftigen Schritten gemeinsam die konkrete Reihenfolge festlegen. Dass die kommunale Infrastruktur bei dem Wiederaufbau nach dem aktuellen Stand der Technik hergestellt werden müsse, sei dabei ein Glücksfall, so Kalkbrenner, denn dadurch könne einiges besser als vorher gestaltet werden. „Was wir sonst vielleicht in 50 Jahren abgearbeitet hätten, wird jetzt in kürzester Zeit realisiert.“ Sie zeigte sich ebenso wie Timmermann überzeugt: „Am Ende wird es in der Gemeinde Swisttal an vielen Stellen schöner sein als vorher.“
JOST
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