Wehrer Watzmänner wanderten über den Bigge-Lister-Weg im Sauerland
An zwei Tagen 52 Kilometer zurückgelegt
Wehr. Die Zweitagestour des Wanderjahrs 2017 führte die Wehrer Watzmänner ins Sauerland. Auf dem Bigge-Lister-Weg umrundeten sie bei sonnigem Frühlingswetter die Listertalsperre und den Biggestausee. Dabei legte die zehnköpfige Wandergruppe an den beiden Tagen insgesamt 52 Wanderkilometer zurück, genoss die herrlichen Ausblicke auf die Talsperre und erfreute sich an den grandiosen Fernsichten über das südliche Sauerland.
Am Biggedamm in Kraghammer starteten die Bergkameraden in die zweitägige Runde. In der Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde das Stauwerk errichtet und dient der Hochwasserregulierung der Flüsse Lenne, Bigge und Ruhr. Mit seinem Stauvolumen von 172 Millionen Kubikmeter wird darüber hinaus das Ruhrgebiet mit Wasser versorgt und ein Wasserkraftwerk betrieben.
Von der Staumauer wanderten die Watzmänner am ersten Tag auf lauschigen Waldpfaden durch den sonnigen Frühlingswald an der Listertalsperre vorbei. Immer wieder fiel dabei der Blick auf das glitzernde Gewässer. Bei der Durchwanderung mehrerer Ortschaften bewunderten die Bergkameraden schmucke Bauernkaten im Fachwerkstil, wie sie für das Sauerland typisch sind. Auch die Panoramablicke über die schwingenden Landschaften des Ebbegebirges begeisterten die Wanderer sehr. So zeigte sich der Bigge-Lister-Weg im ersten Teilabschnitt, der am Bahnhof von Eichhagen endete, überaus abwechslungsreich. Am zweiten Tag ging es von Eichhagen stramm bergan zu einer Anhöhe hinauf. Von der Ortschaft Alperscheid fiel der Blick auf die gewaltigen Ausmaße des Biggesees, der wegen seiner starken „Verästelung“ auch als Sauerlandfjord bezeichnet wird.
So sind im weiteren Verlauf des Bigge-Lister-Wegs gleich mehrere Seitenarme der Talsperre zu überschreiten. Ein still gelegter Bahndamm und einige kleine Vorstauwerke dienten dabei als Fußgängerbrücken. Am Olper Obersee trafen die Watzmänner am Wegrand auf die Valentinskapelle. Das kleine Kirchlein gehörte einst zu dem untergegangenen Dorf Ronnewinkel und erinnert heute daran, dass durch das Aufstauen des Wassers mehrere Ortschaften geflutet werden mussten und für immer verschwanden.
Die Route des Bigge-Lister-Wegs führte die Wanderer aber nicht nur am Stausee entlang. Auf schmalen Steigen wurde der Hohe Bilsteinfelsen bestiegen, um bei einer Wanderrast die fünftgrößte Talsperre Deutschlands auch aus der Vogelperspektive betrachten zu können. In einem ständigen Auf und Ab wanderten die Watzmänner danach durch das südliche Sauerland. Auf sonnige Freiflächen folgten schattige Waldparzellen. Immer wieder überraschte die Route mit herrlichen Ausblicken auf die Biggetalsperre und die Vogelinsel Gilberg, die eine Kolonie Graureiher beherbergt.
Nachdem die Gruppe die Ortschaft Bürberg durchwandert hatte, ging es zur Ruine Waldenburg hinüber. Von der im Jahr 1050 durch die Rheinischen Pfalzgrafen errichteten mittelalterlichen Feste ragt nur noch die Hälfte des Bergfrieds in den Himmel. Im ehemaligen Burghof wurde die abschließende Wanderrast gehalten, bevor die Bergkameraden mit einem letzten steilen Aufschwung zum Skywalk Biggeblick hinaufkletterten. Neben der bewirtschafteten Wanderhütte des Sauerländischen Gebirgsvereins wurde im Jahr 2013 auf dem 388 Meter hohen Südwestsporn des Dünneckenbergs eine Aussichtsplattform errichtet, die weit über die Baumwipfel hinausragt und herrliche Aussichten auf den Biggesee gestattet. Auch die Vogelinsel Gilberg und der mächtige Biggedamm sind von dieser hohen Warte gut einsehbar.
Schmale Waldpfade geleiteten die Wehrer Watzmänner dann hinab zum Biggedamm, wo diese überaus schöne Zweitagestour über den Bigge-Lister-Weg endete. Ausführliche Wanderberichte und entsprechende Fotoserien können unter www.watzmaenner.com eingesehen werden.
