Andernacher gedenken der Opfer des Nationalsozialismus
Andernach. An vielen Orten in Europa und der Welt wird am Montag, 27. Januar, dem Tag, an dem das Konzentrationslager Auschwitz befreit wurde, der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Auch in Andernach sind die Menschen 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs aufgerufen, ein Bekenntnis gegen das Vergessen abzugeben. Möglich ist dies bei der Gedenkveranstaltung ab 13 Uhr in der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, bei der Menschen im Vordergrund stehen, die Opfer des sogenannten „Euthanasie-Programms“ wurden. Während dieses perfiden und stabsmäßig geplanten Massenmordes wurden Hunderte Patienten und Bewohner der damaligen Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Andernach heimlich in Vernichtungslager gebracht und dort getötet. Nach dem ökumenischen Gottesdienst in der Klinikkirche St. Thomas begeben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Spiegelcontainer an der Christuskirche in der Andernacher Innenstadt. Dort werden Kränze des Gedenkens niedergelegt. Veranstalter sind die Rhein-Mosel-Fachklinik, die Stadt Andernach und das Landesnetzwerk Selbsthilfe seelische Gesundheit Rheinland-Pfalz. Der 27. Januar ist seit 1996 offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Vereinten Nationen erklärten den 27. Januar 2005 zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die Gefangenen des Konzentrationslagers Ausschwitz.
