Allgemeine Berichte | 31.01.2014

Verein für „Hilfe für psychisch Kranke“ Bonn / Rhein-Sieg

Angebote für Kinder und Jugendliche von psychisch kranken Eltern

Jahresbericht 2013 zum Projekt „Sonnenkinder“

Das Betreuungsteam der „Sonnenkinder“ (v.l.) Heike Wessels, Petra Marx-Kloß, Rene Wedeward. Hfpk

Rhein-Sieg-Kreis/Bonn. 2005 veröffentlichte die Universität Marburg Studien, die dokumentierten, dass bei etwa zwei Mio. Familien ein Elternteil psychisch krank ist. Das würde circa drei Mio. Kinder in Deutschland betreffen. 175.000 Kinder erleben pro Jahr, dass ein Elternteil aufgrund einer psychischen Erkrankung stationär behandelt wird. Diese bedrückende Ausgangssituation hat ‚Hilfe für psychisch Kranke (HfpK) Bonn / Rhein-Sieg‘ im Spätsommer 2011 veranlasst, ein spezielles therapeutisches Angebot für betroffene Kinder und Jugendliche in der Region Bonn zu entwickeln. Unser Ziel: Die jungen Menschen in dieser schwierigen Phase zu unterstützen und sie in ihrer Entwicklung zu fördern, damit sie zu starken Persönlichkeiten heranwachsen. Die Pilotphase des Projektes „Sonnenkinder“ haben wir im März 2013 erfolgreich abgeschlossen.

Gruppen

An den Kindergruppen (fünf bis neun Jahre) haben 2013 elf Kinder teilgenommen. Zwei Kinder sind im Laufe des Jahres ausgeschieden.

Beide Gruppen haben ganzjährig 2x / Monat für je 1,5 Stunden stattgefunden und wurden von zwei Personen ( jeweils ein Praktikant oder eine Praktikantin ) geleitet. Es gab drei Höhepunkte. Vor den Sommerferien der gemeinsame Besuch des Klettergartens in Wesseling und im Dezember der Besuch des Kinderstückes ‚Grüffelo‘ im Jungen Theater Bonn. Dem folgte dann die Weihnachtsfeier, bei der der Weihnachtsmann aufgrund einer Spende einer ev. Kirchengemeinde jedem Kind ein Weihnachtsgeschenk überreichen konnte.

Seit Ende 2013 befindet sich eine Jugendlichengruppe (elf bis 13 Jahre) im Aufbau, an der bisher fünf Jugendliche teilgenommen haben. Eine Jugendliche hat aufgrund eines Wohnortwechsels die Gruppe verlassen. Diese Gruppe findet 2x / Monat für je 1,5 Stunden statt und wird von Petra Marx-Kloß als Projektleiterin persönlich geleitet.

Statistik

Wie kommen die Kinder dazu?

30 Prozent über das Jugendamt. Ansonsten über Broschüren / Flyer, durch die HfpK-Beratung und Website, KiTa’s, Selbsthilfekontaktstellen, Veranstaltungen und eine umfangreiche Presse- nund Öffentlichkeitsarbeit.

Welchen Lebenshintergrund haben die Kinder?

Die insgesamt sechzehn Kinder und Jugendliche leben in elf Familien, davon sind in fünf Familien die Eltern verheiratet, fünf Mütter sind alleinerziehend und ein Kind lebt in einem Kinderhaus. Insgesamt leben von den sechzehn Kindern und Jugendlichen dreizehn in dem Haushalt mit dem erkrankten Elternteil zusammen. Zwölf Kinder haben einen Migrationshintergrund. Zwölf der jungen Menschen wohnen in Bonn und vier im Rhein-Sieg-Kreis.

Arbeitsinhalte

Die Arbeit wird als präventiv begriffen: Schwerpunkte der Arbeit sind die Arbeit mit der Leere, Selbstwirksamkeitserfahrungen zu ermöglichen, positive Beziehungen erfahren und De-Parenting.

Die Arbeit mit kreativen Medien ermöglicht einen emotionalen Ausdruck und die Arbeit mit den spürenden Begegnungen ermöglicht die fünf grundlegenden Interaktionen zwischen Menschen: schauen und gesehen werden - tönen und gehört werden - greifen und ergriffen werden - drücken und gedrückt werden - lehnen statt abgelehnt werden.

Betreuungsteam

Petra Marx-Kloß: Leiterin des Projektes „Sonnenkinder“, Tanz- und Ausdruckstherapeutin, Traumatherapeutin, Heilpraktikerin (Psychotherapie), Vorstand von ‚Hilfe für psychisch Kranke Bonn / Rhein-Sieg‘ (HfpK), Heike Wessel: Krankenschwester und Dance Alive Specialist / Heiltanzpädagogin. René Wedeward: Schauspieler, Übungsleiter C-Lizens Breitensport, Dozent für Bühnenkampf und Aikido.

Fortbildungen / Supervision

Petra Marx-Kloß hat 2013 erfolgreich die Fachfortbildung „Kreative Therapie für belastete Kinder und Jugendliche‘, ‚Traumatisierte Kinder‘ sowie ‚Kinder sucht- und psychisch erkrankter Eltern‘ abgeschlossen, die die HfpK finanziell ermöglicht hat. Unterstützung für die emotional anstrengende Arbeit erfährt das Team vierteljährlich durch eine Fallsupervision in der kreativen Therapie.

Finanzierung

Finanziert wird das Projekt ausschließlich durch ein intensives und zeitaufwendiges Sponsoring im regionalen und nationalen Rahmen. Eine Förderung durch die ‚öffentliche Hand‘ oder Kostenträger gibt es nicht. Die Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe nach Paragraph 75 KJHG wurde beantragt.

Netzwerk/Kooperationen

HfpK ist Mitglied im Netzwerk der Stadt Bonn ‚Gemeinsam stark für Kinder psychisch-suchtkranker Eltern‘. Ende 2013 haben Kooperationsgespräche mit der KiTa Pauline in Siegburg stattgefunden, die auch gleichzeitig Teil des Familienzentrums ist. Im ersten Quartal 2014 soll der Kooperationsvertrag unterschrieben werden.

Wissenschaftliche Begleitung

Im Rahmen einer Masterstudienarbeit, betreut durch Prof. Dr. Hella Gephart von der Fachhochschule Köln, wird das Projekt „Sonnenkinder“ in 2014 wissenschaftlich begleitet.

Mehr Informationen unter www.hfpk.de und www.sonnenkinder bonn.de.

Das Betreuungsteam der „Sonnenkinder“ (v.l.) Heike Wessels, Petra Marx-Kloß, Rene Wedeward. Foto: Hfpk

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