Allgemeine Berichte | 21.03.2018

Kriminalstatistik für die Polizei Cochem

Anstieg der Fallzahlen und Steigerung der Aufklärungsquote

Weiterer Rückgang der Einbruchszahlen ist zu verzeichnen

Cochem. Einen Anstieg der Fallzahlen, eine deutliche Steigerung der Aufklärungsquote und ein weiterer Rückgang der Einbruchszahlen - das sind die Grundaussagen der polizeilichen Kriminalstatistik 2017 für die Polizeiinspektion (PI) Cochem. Die PI Cochem trägt die Verantwortung für circa 46.000 Bürger, verteilt auf 507 Quadratkilometer in den Verbandsgemeinden Cochem, Kaisersesch, Ulmen und den Orten Lahr, Zilshausen und Mörsdorf aus der Verbandsgemeinde Kastellaun.

Der Überblick: Für das Jahr 2017 wurden 2219 Straftaten registriert, das sind 130 mehr als 2016, eine Steigerung um 6,2 Prozent. Hochgerechnet auf 100.000 Einwohner ergibt das eine Kriminalhäufigkeitsziffer von 4837, ein Anzeichen dafür, dass die Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden, in Cochem-Zell weit geringer ist als im Landesdurchschnitt. Am sichersten lebt es sich in Brieden, Wagenhausen und Wollmerath; dort wurden der Polizei keine Straftaten bekannt. Die Aufklärungsquote lag 2017 bei 65,1 Prozent, eine Steigerung gegenüber 2016 um 2,5 Prozentpunkte. Im Jahre 2015 lag sie noch bei 59,6 Prozent. In diesen Zahlen sind auch Fälle enthalten, die bei der Kriminalinspektion Mayen oder bei anderen Dienststellen des Landes und der Bundespolizei bearbeitet wurden. Kriterium ist hier alleine der Tatort in dem Bereich der PI Cochem.

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

In diesem Deliktsfeld wurden im vergangenen Jahr 20 Fälle registriert, zwei mehr als im Vorjahr. Darunter auch die brutale sexuelle Nötigung einer Urlauberin am Campingplatz in Cochem-Cond. Die Kriminalinspektion Mayen war hier federführende Dienststelle. Aktuell findet vor dem Landgericht Koblenz der Strafprozess gegen den angeklagten Matrosen statt.

Rohheitsdelikte

Unter diesem Oberbegriff sind neben den Körperverletzungsdelikten auch Raub, Nötigungen und Bedrohungen aufgeschlüsselt. In diesem Deliktsfeld wurden 318 Straftaten erfasst, ein Rückgang um 27 Fälle (- 7,8 Prozent). Die Aufklärungsquote liegt bei 87,4 Prozent. Raubtaten wurden sechs registriert, davon konnte eine aufgeklärt werden. Im Vorjahr waren es ebenfalls sechs Raubtaten.

Eigentumskriminalität

Bei der Polizei wurden im vergangenen Jahr 302 „Einfache Diebstähle“ bekannt, das sind 79 Taten weniger als im Vorjahr (- 20,7 Prozent), die Aufklärungsquote lag bei 29,5 Prozent.

Bei den höher qualifizierten schweren Diebstählen (unter anderem Einbrüche) wurden 169 Taten aufgenommen, ein Rückgang von 25 Fällen (- 12,9 Prozent), die Aufklärungsquote reduzierte sich von 26,8 Prozent auf 18,3 Prozent. Bei den Einbrüchen in Wohnungen gab es einen Rückgang von 64 auf 46 Fälle; hier betrug die Aufklärungsquote lediglich 6,5 Prozent. Schwerpunkt waren hierbei Cochem und die autobahnnahen Orte der Verbandsgemeinde Kaisersesch.

Vermögensdelikte

Unter diesem Oberbegriff sind alle Betrugsarten definiert und ansonsten in der Hauptsache Unterschlagungen. 2017 wurden dazu 759 Straftaten bearbeitet, eine Steigerung um 368 Fälle (+ 94,1 Prozent). Die Aufklärungsquote lag bei 77,2 Prozent gegenüber 71,9 im Vorjahr. Zu diesen Fällen zählt eine Vielzahl von Betrugsfällen, bei denen angebliche Zuchthunde mit gefälschten Papieren in großem Stil verkauft wurden.

Zu den Vermögensdelikten zählen auch die 93 Fälle von Internetkriminalität, eine Steigerung zum Vorjahr um 40 Fälle.

Rauschgift, Umwelt, Sachbeschädigung

Die Zahlen der Betäubungsmittelkriminalität gingen von 178 (2016) zurück auf 142 Fälle, ein Rückgang von 20,2 Prozent; die Aufklärungsquote lag bei 92,2 Prozent.

Es wurden im vergangenen Jahr 35 Straftaten gegen die Umwelt registriert, davon wurden 42,9 Prozent aufgeklärt. Im Vorjahr waren es noch 21 Fälle, bei einer Aufklärungsquote von 66,5 Prozent.

174 Sachbeschädigungen in 2017 stehen 243 aus dem Vorjahr gegenüber, ein Rückgang von 29 Prozent. 27,6 Prozent wurden aufgeklärt; 7,8 Prozentpunkte weniger als 2016.

998 Tatverdächtige (744 Männer; 254 Frauen) wurden ermittelt, sieben mehr als 2016. Davon waren 160 Kinder, Jugendliche und Heranwachsende (unter 21 Jahren). 188 (18,8 Prozent) der Tatverdächtigen haben nicht die deutsche Staatsbürgerschaft, vier Personen mehr als im Vorjahr.

Sachbearbeitung bei der Polizei Cochem: Abschließend wurden von diesen Straftaten bei der PI Cochem 1818 Straftaten bearbeitet, ein Plus von 119 oder sieben Prozent. Hier lag die Aufklärungsquote bei 66,6 Prozent nach 58,3 Prozent im Vorjahr.

Pressemitteilung der

Polizeidirektion Mayen

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