Allgemeine Berichte | 31.07.2019

Meckenheim setzt den Umweltgedanken vielfältig um

Apfelstadt mit grünem Daumen

Dagmar Koboldt und Thorsten Krones (v.l.) vom städtischen Baubetriebshof sorgen im angelegten Pflanzbeet an der Danziger Straße für sommerliche Blütenpracht.Fotos: Stadt Meckenheim

Meckenheim. Meckenheim ist lebenswert – natürlich! Von Deutschlands drittgrößtem Obstanbaugebiet umgeben, grünt und sprießt es auch innerhalb der Apfelstadt kräftig. Weit vor dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“, welches von Bayern aus bundesweit Artenschutz und –vielfalt in den Fokus der Öffentlichkeit rückte, hatte die Stadt Meckenheim begonnen, sich für insektenfreundliche Grünflächen zu engagieren. Schon seit 2009, mit Umsetzung des Grünflächenkonzeptes, werden Grünbeete und straßenbegleitende Grünkorridore im Sinne der Bienen gestaltet. Lavendel, Fünffingerkraut, Hortensien, Mahonien, aber auch Stauden wie Astern, Rittersporn, Lupinen sowie Salbei blühen und bieten den Tieren Nektar- und Pollenquellen. Insekten wiederum bilden die Nahrungsgrundlage für Vögel und sind somit für das Ökosystem unverzichtbar.

Wie vielfältig der Umweltgedanke in Meckenheim gelebt wird, zeigt ein Blick auf die unterschiedlich bewirtschafteten städtischen Grünflächen: Rund 15.000 Quadratmeter im gesamten Stadtgebiet werden extensiv gepflegt, das heißt einmal jährlich nach dem Aussamen gemäht. Mitarbeiter des Baubetriebshofes nehmen anschließend das Schnittgut auf, damit die Böden mager, also nährstoffarm bleiben, und sich blühende Kräuter und Gräser besser ausbreiten können.

Die Werferwiese der Sportanlage am Schulcampus ist ein Beispiel für intensiv gepflegte Rasenflächen. Hier erfolgt der Mähturnus regelmäßiger und richtet sich nach den von Wachstumsperiode und Witterung abhängigen Erfordernissen. Das Schnittgut wird gemulcht, also klein zerhackt, und dient so als natürlicher Dünger.

Angelegte Blühwiesen und –streifen finden sich seit diesem Jahr am Swistbach, Bereich Obere Mühe, und schon seit 2014 am Waldfriedhof. Es handelt sich um speziell eingesäte, insektenfreundliche Bereiche. Zur Anwendung kommt unter anderem die Mischung Brandenburger Bienenweide. Sie sorgt für eine dichte, vor allem im Mai und Juni blühende Pflanzdecke und hat eine unkrautunterdrückende Wirkung. Einmal jährlich nach dem Aussamen wird gemäht und das Schnittgut aufgenommen.

Vielfach im Stadtgebiet verbreitet, setzen angelegte Pflanzbeete farbenfrohe Akzente. Sie sind mit blühenden Sträuchern und Stauden locker bepflanzt. Da die Mitarbeiter des Baubetriebshofes sie von Wildkräutern freihalten müssen, gelten diese Beete als sehr pflegeintensiv.

Wesentlich weniger Arbeit machen naturbelassene Gehölzflächen. Hier wird nur dann eingegriffen, wenn es gilt, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Umgefallene Bäume und Totholz bieten Lebensraum, Niest- und Brutplätze, für viele Pflanzen- und Tierarten.

Auch in Pflege und Unterhaltung der verschiedenen Grünflächen legt die Stadt Meckenheim hohe ökologische Maßstäbe an. Bei den zum Einsatz kommenden Geräten und Maschinen ist der Baubetriebshof teilweise schon von Verbrennungsmotoren auf Akkubetrieb umgestiegen. Darüber hinaus verzichtet die Stadt Meckenheim auf Spritzmittel, setzt stattdessen auf thermische und mechanische Unkrautbekämpfung und somit ein dickes grünes Ausrufezeichen hinter den Arten- und Umweltschutz.

Pressemitteilung der

Stadtverwaltung Meckenheim

Bienen fliegen auf Meckenheim.

Bienen fliegen auf Meckenheim.

Dagmar Koboldt und Thorsten Krones (v.l.) vom städtischen Baubetriebshof sorgen im angelegten Pflanzbeet an der Danziger Straße für sommerliche Blütenpracht.Fotos: Stadt Meckenheim

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