Treffpunkt Ohr machte auf schwierige Situation für Schwerhörige und Ertaubte aufmerksam

Appell für gegenseitiges Verständnis und gutes Verstehen

Appell für gegenseitiges Verständnis und gutes Verstehen

Die Vorsitzende des Vereins für besseres Hören, Treffpunkt Ohr e.V. Brigitte Hilgert-Becker (links im Bild) hat gemeinsam mit den stellv. Behindertenbeauftragten der Stadt Koblenz Joachim Seuling (rechts) eine Mund-Nase-Bedeckung aus Plexiglas an den Koblenzer Oberbürgermeister David Langner übergeben.Foto: Stadt Koblenz

11.08.2020 - 09:31

Koblenz. Die Vorsitzende des Vereins für besseres Hören, Treffpunkt Ohr e.V. Brigitte Hilgert-Becker hat gemeinsam mit den stellv. Behindertenbeauftragten der Stadt Koblenz Joachim Seuling eine Mund-Nase-Bedeckung aus Plexiglas an den Koblenzer Oberbürgermeister David Langner übergeben.


Mit dieser symbolischen Aktion möchte der Verein auf die schwierige Situation der Schwerhörigen und Ertaubten durch die Corona-Maskenpflicht aufmerksam machen.

Seit Abstand halten und Mundschutz tragen zur Pflicht geworden ist, erleben viele Menschen beim Einkaufen, beim Arzt oder beim Behördengang und der Nutzung des ÖPNV zum ersten Mal, wie schwierig es ist, sich zu verständigen, wenn man den Gesprächspartner nicht versteht. Experten sagen, 20 bis 30% unseres Sprachverständnis fallen weg, wenn der Mund bedeckt ist. Zusammen mit dem Sicherheitsabstand von 1,5 bis zwei Metern können wir uns auf das gewohnte miteinander sprechen nicht mehr verlassen.

Sich trotzdem noch zu verständigen fällt ganz besonders Menschen schwer, die aufgrund einer Hörbeeinträchtigung bisher ihren Hörverlust durch absehen von den Lippen und Gebärden ausgleichen konnten.

Die Landesregierung hat daher mit Einführung der Pflicht, eine so genannte Alltagsmaske zu nutzen, ausdrücklich gestattet eine Maske kurzzeitig abzunehmen, solange es zur Kommunikation mit Menschen mit einer Hörbehinderung erforderlich ist. Mund-Nase-Bedeckungen aus Plexiglas, die inzwischen in verschiedenen Ausführungen im Handel angeboten werden, bieten eine weitere Möglichkeit, gegenseitiges Verständnis und Schutz miteinander zu vereinbaren.

Kontaktstellen an denen besonders häufig wichtige und vielleicht auch schwierige Informationen übermittelt werden wie Bankschalter, Arztpraxen oder Informationsschalter der Behörden bietet ein Mundschutz mit Sichtfenster eine zusätzliche Option, ihre Aufgaben besser wahrzunehmen.

Solange die Gefahr sich anzustecken weiterhin gegeben ist, wollen natürlich auch Menschen mit Hörbeeinträchtigung auf den Schutz durch eine Alltagsmaske nicht verzichten und dies auch ihren Gesprächspartnern nicht zumuten. Es ist daher wichtig, mit den Mund-Nase-Bedeckungen aus Plexiglas eine Möglichkeit zu haben, geschützt miteinander zu sprechen und sich zu verstehen.

Pressemitteilung Stadt Koblenz

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Kommentare
Antje Schulz:
Man muß beim Leserkommentar von G. Seidel anmerken, daß Gerlinde Seidel bezahlte Mitarbeiterin von Jan Bollinger ist. Und zu Herrn Salka folgendes: Dieser ist nicht zum ersten Mal durch Fehlleistungen aufgefallen. Unter anderem ist Salka durch seine extrem rechten Umtriebe bekannt. Unter anderem der...
Gabriele Friedrich:
Weiß denn Herr Dr.Bollinger nicht das die Taxischeine von der Krankenkasse bezahlt werden? Ich bekomme nicht mal einen Taxischein zum Krankenhaus in Mayen und das bei 80 GdB. Und man kann sich die Scheine sowieso wieder nur "per Taxi" beim Arzt abholen ( (falls der das genehmigt) An den Aufwand, den...
G. Seidel:
Herr Kocher, wo liegt Ihr Problem? Ihnen als Leser dürfte es doch nicht entgangen sein, dass Politik und Medizinexperten wiederholt darauf hinweisen, dass der Schutz von Risikogruppen bisher vernachlässigt wurde und gezielte Schutzmaßnahmen endlich ergriffen werden sollten. Da liegt Dr. Bollinger mit...

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Elisabeth Geerds:
Danke, dass Sie sich immer mal wieder auch solchen Themen widmen. Finde ich spannend und wichtig. Respekt an Herrn Wahlen und Herrn Hirschfeld für Ihr Engagement in diesem Teil der Erde...
Gabriele Friedrich:
Besser geht es ja nicht. Dr. Schlags auch ein Garant für gutes Gelingen und die Hausärzte sind auch zu loben, bei der Masse an Patienten, die sie haben und die wenige Zeit. Alles Gute ins Klösterchen !...
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