Funken-Korps Schwere Artillerie Rut-Wiess Linz
Artilleristen setzen Segel auf dem Ijsselmeer
Linz. Der lange geplante, mehrtägige Segeltörn auf dem Ijsselmeer konnte nach 2 Jahren des Corona-bedingten Aufschubs stattfinden. 20 wagemutige Artilleristen einschließlich 4 Manöverbeobachtern machten sich Freitag-Mittags auf den Weg ins holländische Kampen. Das gebuchte Schiff, die „Sudwester“ als klassischer Zweimastklipper wartete bereits am Liegeplatz. Nach dem Beladen mit der notwendigen Ausstattung für Tag und Nacht wurden die Kajüten bezogen. Kurze Zeit später riefen Skipper Willi und Matrose Corné auf das Schiffsdeck zur Einweisung, Gefahrenschulung und allgemeinen Verhaltensweisen auf einem Schiff. Das anschließende Freizeitprogramm für den Rest des Abends verlief in bester Geselligkeit. Am Samstag-Morgen hatte Küchenchef Murmel mit seinen Helfern ein hervorragendes Frühstück in der Schiffsmesse vorbereitet. Frisch gestärkt ging es dann hinaus, zum Ablegen ab Kampen, mit Motorkraft Richtung Ijsselmeer, an 2 Klappbrücken vorbei ins Segelrevier. Nun hieß es Segel setzen, Taue knoten und mit Kraft und Geschick alle Seile und Segel so zu arrangieren, dass alles fachmännisch ausgerichtet war. Matrose Corné und Skipper Willi leiteten an und sparten auch nicht mit hilfreichen Kommentaren. Der Lerneffekt war sehr groß. Für den Abend hatte der Zielhafen Gegenwind, somit galt die von Hermann Hesse formulierte Weisheit „Nicht wie der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an.“ Murmel verbrachte mit einigen Helfern wieder sehr viel Zeit in der Kombüse, das Mittagessen war klasse, getreu dem Motto „Wer an das Gute im Essen denkt, bewirkt das Gute im Menschen“. Nach etlichen Stunden des Segelns war es soweit, dass die drei Artilleristen Peter Weiß, Roland Thees und Markus Blum-Biermann vom Commodore Frank Fossemer die Äquatortaufe empfangen konnten. Die feuchtfröhliche Prozedur war dank des sonnigen Wetters sehr gut zu überstehen. Durch Kreuzen am Wind kamen die Segler am frühen Abend in Enkhuizen an, jetzt hieß es alle Segel einzuholen und zu verstauen, mit gleitendem Übergang zum Grillen am Anleger, danach ein Stadtbummel und Wirtschaftsförderung in einem Irish Pub und Fortsetzung des Freizeitprogramms auf dem Schiff. Sonntags nach dem Frühstück ging es mit Motorkraft aus dem Hafen, im anschließenden Segelsetzen waren jetzt alle bei durchgehend trockenem Wetter und angenehmen Temperaturen geübt, mit großem Respekt vor den Menschen, welche diese Tätigkeit bei nasskaltem Wetter oder eisigen Temperaturen ohne Heizung oder warmes Wasser über lange Jahre ausübten. Zielsicher erreichte der Skipper Nachmittags den Hafen in Kampen, vor dort ging es wieder mit 3 Kleinbussen zurück ins heimatliche Linz. Ein sehr schönes Wochenende mit viel Spaß und großer Kameradschaft ging zu Ende und wird noch lange in Erinnerung bleiben.
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