Ludwig-Erhard-Schule beteiligt sich an Corona-Hilfsfond für Ruanda
Auch die Menschen in Ruanda leiden unter der Corona-Krise
Schulgemeinschaft der LES zeigt Solidarität gegenüber Partnerschule in Rwmagana
Neuwied. Die schwierige Lage in Ruanda und die damit verbundene Einrichtung eines Corona-Hilfsfonds durch den Innenminister des Landes Rheinland-Pfalz Herrn Lewentz und Herrn Dr. Auernheimer, Präsident des Vereins Partnerschaft Rheinland-Pfalz/ Ruanda e.V., nahm die LES Neuwied Ende Mai 2020 zum Anlass, die Partnerschule Groupe Scolaire St. Aloys in Rwamagana finanziell zu unterstützen. Die finanziellen Mittel sollen der Schule, die 60 Kilometer östlich von Kigali liegt, dabei verhelfen, das Ziel der Wiedereröffnung nach der Corona-Krise zu realisieren.
In einem Gespräch mit Herrn Gebel von der Ruanda-AG der Ludwig-Erhard-Schule erörterte Rektor Frère Camille Rudasingwa die schwierige Situation, die durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurde. Die finanzielle Situation der Eltern seiner ca. 1.100 Schülerinnen und Schüler sei seit Monaten prekär, viele Familien könnten das Schulgeld im Herbst nicht zahlen. Auch für die Lehrkräfte und die Verwaltungsmitarbeiter sei die wirtschaftliche Krise immer deutlicher spürbar. Die landesweite Schließung aller Bildungseinrichtungen habe die privaten und kirchlichen Träger besonders hart getroffen, da die dort angestellten Lehrkräfte und Verwaltungsmitarbeiter für diese Zeit entlassen werden mussten und lediglich eine staatliche Grundsicherung erhielten.
Vor diesem Hintergrund rief der Schulleiter der LES, Gido Fischer, gemeinsam mit dem örtlichen Personalrat der Berufsbildenden Schule zu einer Spendenaktion auf. Insgesamt wurden bisher ca. 3.200 Euro durch die Schulgemeinschaft gespendet. Auch der Erlös aus der diesjährigen Teilnahme an der Aktion Tagwerk – einer jährlichen bundesweiten Spendenaktion für Afrika – wird zeitnah der Partnerschule in Ruanda zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus ist ein Spendenlauf geplant.
Die Partnerschaft blickt bereits auf einige Jahrzehnte zurück und konnte auch während des Genozids aufrechterhalten bleiben. Daher war es für die Schulgemeinschaft der Ludwig-Erhard-Schule, die seit 2015 anerkanntes Mitglied im Netzwerk der UNESCO-Projektschulen ist, ein großes Anliegen, Unterstützung zu leisten. Die große Spendenbereitschaft zeigt, dass der Gedanke der Solidarität ins Schulleben eingebunden ist und einen hohen Stellenwert erfährt. Wer spenden möchte, findet alle Informationen auf der Homepage der LES www.les-neuwied.de.
Pressemitteilung
LES Neuwied
