Allgemeine Berichte | 05.06.2019

Nürburgring Classics mit den Tourenwagen Classics und dem ADAC Eifelrennen

Auch im dritten Jahr ein volles Programm

Schaulaufen der schönsten Rennwagen der letzten Jahrzehnte

Die aktuelle Deutsche Weinkönigin Carolin Klöckner besuchte den Nürburgring.Fotos: myfoto24.eu

Adenau. Die Nürburgring Classics konnten auch im dritten Jahr ihrer Austragung vollstens überzeugen. Über 800 Teilnehmer meldeten sich mit ihren historischen Fahrzeugen zu den verschiedenen Kategorien am Fuße der ritterlichen Nürburg. Dabei war die Herausforderung je nach Kategorie verschieden. So ging es in der Rennserie „Tourenwagen Classics“ im Wettbewerbstrimm auf Bestzeitenjagd, in anderen Kategorien jedoch nur auf eine Gleichmäßigkeitsfahrt in liebevoll aufgebauten Oldtimern.

Motorsport hautnah

Neun verschiedene Rennserien und viele Sonderläufe, wie zum Beispiel mit den legendären Vorkriegswagen in einem Elefantenrennen oder Demofahrten mit den Modellen SLR und SLK aus der Ehe „McLaren-Mercedes“, begeisterten die zahlreichen Zuschauer, welche zur Traditionsstrecke in die Eifel gekommen waren. Wie im letzten Jahr, als über 20.000 Besucher den Nürburgring aufsuchten, war auch in diesem Jahr der Ring gut besucht. Was aber auch kein Wunder ist: Wo gibt es schon die Möglichkeiten, die Teams und Fahrzeuge ganz hautnah zu erleben. Die Boxen wie die Zelte waren für alle Besucher zu jeder Zeit geöffnet, der Einlass ins Fahrerlager war im Eintritt integriert. Es gab zahlreiche Gridwalks, welche den Besuchern die Möglichkeit boten, vor dem Start in die Startaufstellungen zu gehen und somit wirklich hautnah Gast zu sein.

Den Besuchern bot sich während des Wochenendes ein besonderes Bild. Zahlreiche historische Renntransporter von Mercedes, Borgward und Co, welche im Fahrerlager für ein sehr authentisches Flair sorgten, waren die absoluten Hingucker vor Ort. Sie erinnerten genauso an die gute alte Motorsportzeit, wie auch die Vorkriegsklassiker im alten Fahrerlager, deren Fahrer in zeitgenössischem Outfit unterwegs waren.

Für die Besucher bot sich zudem die Chance, sich an zahlreichen Verpflegungsständen zu bedienen oder in einem „Fahrerlager Bistro“ oder sich sogar in einer Vinothek die eine oder andere Erfrischung und Erholung zu gönnen. Abgerundet wurde das Angebot durch verschiedene Verkaufsstände, zum Beispiel für entsprechende Kleidung, Modellautos oder Bücher sowie eine große im Fahrerlager aufgebaute „Boxengasse“ für die „Zwerge“. Gemeint waren über 40 historische Fahrzeuge der Marke „Mini Cooper“.

Erinnerungen an die guten alten DTM-Zeiten

Die Action auf der Strecke war entsprechend: Ganz egal ob bei den Tourenwagen, GTs des FHR-Dunlop Endurance Cup, welche am Freitagabend bis zum Einbruch der Dunkelheit in einem Zwei-Stunden-Rennen um die Pokale kämpften, den Tourenwagen Classics, welche auch wegen so manchem Originalfahrer und des mittlerweile 79-jährigen Streckensprechers, der Motorsport-Journalisten-Legende Rainer Braun an die guten, alten DTM-Zeiten erinnerten, als DTM noch für „Deutsche Tourenwagen Meisterschaft“ stand, oder beim Lauf mit über 100 Fahrzeugen der Youngtimer Trophy. Den Fans wurde Leckerbissen für Leckerbissen geboten.

Die Eifel zum Beben gebracht

Der Sonntag brachte die Fahrzeuge des Canadian-American Challenge Cup, kurz CanAm genannt, auf die Strecke. Sie brachten mit Leistungen von über 800 PS und über acht Litern Hubraum die Eifel zum Beben. Die Sportwagen der späten 60er und frühen 70er Jahre sorgten auch dafür, dass das legendäre Label „ADAC Eifelrennen“ mit reichlich Rennaction gefüllt wurde.

Organisationsleiter Henning Meyersrenken vom Düsseldorfer Automobil- und Motorsport-Club aus dem Jahr 1905 (DAMC 05) zeigte sich mit der dritten Auflage der Nürburgring Classics überaus zufrieden. Gegenüber der Presse sagte er: „Der positive Trend unserer Veranstaltung setzt sich weiter fort. Bei tollen äußerlichen Bedingungen, der Wettergott meinte es gut mit uns, konnten die zahlreichen Zuschauer die Faszination historischer Fahrzeuge erleben. Wir bieten nunmehr der ganzen Familie ein interessantes Programm, wie man auch am leichten Besucherzuwachs im Vergleich zum Vorjahr feststellen kann.“

Sein Dank galt vor allem allen ehrenamtlichen Helfern und Streckenmarshals, ohne deren Arbeit eine solche Veranstaltung nicht durchführbar wäre.

Doppelte Klöckner

Ein großer Erfolg für den Verein war auch das Charity-Event zugunsten der Aktion „Helft uns Leben e.V.“ am Samstagabend, zu dem man auch Julia Klöckner begrüßen durfte. Ihre aktuelle Nachfolgerin als Deutsche Weinkönigin, Carolin Klöckner, wertete am Freitag das Event mit großem Liebreiz und Interesse am Thema auf und durfte sogar für einige schnelle Runden auf dem Beifahrersitz eines historischen Mercedes Platz nehmen.

Wer Interesse bekommen hat, sich ebenfalls mal historischen Motorsport anzuschauen: vom 9. bis 11. August findet der AvD Oldtimer Grand Prix statt und vom 12. bis 14. Juni 2020 kommen auch wieder die Nürburgring Classics zur legendärsten Rennstrecke der Welt.Roland Schäfges

Das Top-Event waren die „Tourenwagen Classics“ mit vielen Originalpiloten aus der DTM und STW. Im Bild ein Opel aus der DTM-Saison 2000.

Das Top-Event waren die „Tourenwagen Classics“ mit vielen Originalpiloten aus der DTM und STW. Im Bild ein Opel aus der DTM-Saison 2000. Foto: Roland Schaefges

Die Piloten der historischen Autos fuhren am Limit.

Die Piloten der historischen Autos fuhren am Limit. Foto: Roland Schaefges

Highlight für Motorsportfans: der legendäre Zakspeed Ford Capri von Klaus Ludwig mit Peter Mücke am Steuer.

Highlight für Motorsportfans: der legendäre Zakspeed Ford Capri von Klaus Ludwig mit Peter Mücke am Steuer. Foto: Roland Schaefges

Die aktuelle Deutsche Weinkönigin Carolin Klöckner besuchte den Nürburgring.Fotos: myfoto24.eu Foto: Roland Schaefges

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