Allgemeine Berichte | 10.04.2018

Eifelverein Remagen auf dem Lahn-Wanderweg

Auf Blütenteppich zum Marmor

Rast in praller Sonne.Privat

Remagen. Wenn Hin- und Rückfahrt zum Startpunkt einer Wanderung so viel Zeit in Anspruch nehmen wie die ganze Wanderung, dann ist in etwa auch die Entfernung erreicht, innerhalb derer sich Wanderungen ohne Übernachtung planen lassen. Aber trotz mühsamer Bahnfahrt mit je zweimal Umsteigen, diese Etappe auf dem Lahn-Wanderweg von Aumenau nach Villmar hat sich überaus gelohnt. Schon die Bahnfahrt durch das zauberhafte Lahntal bei herrlichstem Frühlingswetter war ein Erlebnis, vorbei an Bad Ems, Limburg und Runkel. Hier hat der Lahn-Wanderweg hat nur sanfte Steigungen. Er führt auf knapp 14 Kilometern durchwegs über einsames Wiesengelände und durch prächtige Mischwälder, in denen ein ununterbrochenes, lautes Vogelkonzert zu hören war. Von den Höhen führte der Blick weit über das Land, nach Süden und Westen bis zum fernen Horizont, ja, vom Steimelskopf konnten die Remagener Eifelfreunde sogar ganz deutlich die Türme auf dem Feldberg im Taunus wahrnehmen. Schutzhütten gibt es auf dieser Etappe keine und wer das Glück hat, diese Wanderung bei schönstem Wetter machen zu können, braucht sie auch nicht. Gerastet wurde in praller Sonne am Wiesenrand. Im Wald wetteiferten Annemonen mit Scharbockskraut um die ausgedehnteren Blütenteppiche. Schön waren sie alle beide. Im Garten breitet sich das Scharbockskraut oft unerwünscht breit aus zu Lasten anderer Blüher, hier aber strahlte es millionenfach wunderschön in leuchtendem Gelb. Seinen Namen hat es übrigens - wer weiß das schon? - von einer Mangelkrankheit. Denn diese vitaminreiche Pflanze erwies sich in früheren Zeiten als ideales Heilmittel gegen Scharbock (Skorbut). Hohe Lärchen blühten direkt am Weg und zeigten an tief hängenden Zweigen die leuchtend roten Miniaturzapfen. Dieses farbenprächtige Kleid besitzen sie nur kurz, werden dann grün und später dunkel braun bis schwarz. In Villmar machten die Wanderer noch Bekanntschaft mit dem berühmten Lahntal-Marmor. Er kommt in großer Vielfalt an Färbung und Muster vor und fand Verwendung bei bedeutenden Bauwerken im In- und Ausland, zum Beispiel in St. Petersburg, im Berliner Dom, in New York. In einem ehemaligen Bergwerk wird Besuchern noch die Gewinnung gezeigt, ein Natursteinhandel existiert vor Ort und vor allem ein sehenswertes Marmor-Museum öffnet für Vorbeikommende in Villmar gleich neben dem Bahnhof seine Pforten.

Rast in praller Sonne.Foto: Privat

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