Allgemeine Berichte | 03.06.2022

Wanderung im Treiser Moselvorland

Auf Vogelstimmenfang

Unter der Leitung des Landeskoordinators für das Vogelmonitoring, Dr. Christian Dietzen, begaben sich die Wanderer kurz nach Sonnenaufgang auf die Pirsch nach Vogelstimmen.  Foto: privat

Treis-Karden. Der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm. Und der frühe Ornithologe fängt früh morgens die Vogelstimmen ein. So war der Plan bei der vom DLR Mosel organisierten Vogelstimmen-Exkursion.

Unter der Leitung des Landeskoordinators für das Vogelmonitoring, Dr. Christian Dietzen, begaben sich über zwanzig Interessierte kurz nach Sonnenaufgang auf die Pirsch. Eine eher fröstelnde Angelegenheit bei Temperaturen unweit des Gefrierpunktes. Das sahen die Vögel im Bereich zwischen der Mündung des Flaumbaches und der Moselinsel Pommerer Werth ähnlich. Der Bereich mit vielen verwilderten Gärten und Obstwiesen ist eigentlich prädestiniert als Lebensraum für zahlreiche Singvogelarten. Doch an diesem Morgen war das Orchester beim Vogelkonzert eher spärlich besetzt. Verschiedene Arten von Grasmücken, Finken und Drosseln sorgten zwar für einen ausgewogenen Klangteppich, die herausragenden Solisten, sieht man von einem kurzem Zwischenspiel der Nachtigall ab, hielten sich jedoch eher zurück. Wie auf alle gestellten Fragen, hatte der Ornithologe Dietzen aber auch hier eine Antwort parat: Die meisten Brutvögel sind zu dieser Jahreszeit eben mit dem Ausbrüten ihrer Gelege oder der Aufzucht ihrer Küken beschäftigt. Gerade bei so kalter Witterung erfordert dies vollen Einsatz und so bleibt für Revier- und Balzgesänge wenig Zeit und Energie.

Dennoch waren alle Teilnehmenden sehr zufrieden mit dem morgendlichen Spaziergang. Viel Fachwissen wurde vermittelt. Rotmilan und Graureiher zogen über der ruhigen Mosel und die Stare hatten in den alten Bäumen bereits mit der Kirschernte begonnen. Gerade altes Gartenland und totholzreiche Streuobstwiesen sind ein regelrechtes Vogelparadies. Sie bieten ausreichend Brutplätze und ein unerschöpfliches Nahrungsangebot in unserer sonst meist intensiv genutzten Kulturlandschaft. Es ist zu hoffen, dass auch der Bereich zwischen Flaumbach und Yachthafen noch lange der heimischen Vogelwelt als Lebensraum zur Verfügung steht.

Pressemitteilung DLR mosel

Unter der Leitung des Landeskoordinators für das Vogelmonitoring, Dr. Christian Dietzen, begaben sich die Wanderer kurz nach Sonnenaufgang auf die Pirsch nach Vogelstimmen. Foto: privat

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