Bischof Ackermann sendet vier missionarische Teams ins Bistum Trier
„Auf das Abenteuer einlassen“
Maifeld/Untermosel. Zuhören, Gespräche suchen und das Glaubensleben vor Ort begleiten und bestärken: Das haben sich die vier missionarischen Teams vorgenommen, die Bischof Dr. Stephan Ackermann am 3. September in der Abteikirche Sankt Matthias in Trier ausgesandt hat. „Ich wünsche Ihnen Kraft, Ausdauer und, dass Gott Sie in dieser Aufgabe bestärkt“, gab Ackermann den neun Frauen und Männern, die künftig im Bistum unterwegs sein werden, mit auf den Weg. „Es ist ein wunderbarer Tag und der richtige Ort für die Aussendung“, erklärte Ackermann, denn Sankt Matthias gelte als einziges Apostelgrab nördlich der Alpen und der 3. September sei Gedenktag des heiligen Papstes Gregor, der Ende des 6. Jahrhunderts Missionare aus Rom auf die britischen Inseln geschickt hatte. Die Teams würden sich auch auf ein „Abenteuer einlassen“ und eine nicht immer leichte Aufgabe auf sich nehmen – dafür danke er ihnen, so der Bischof.
Während der Begriff „Missionarisch“ durch die Praktiken der Kirche in vergangenen Jahrhunderten teilweise vorbelastet ist, soll er als eines der Ziele der Synodenumsetzung positiv wirken: Eine diakonisch-missionarische Kirche soll im Bistum Trier nah bei den Menschen sein, ihre Nöte und Sorgen in den Blick nehmen und vom Einzelnen her denken, wie Schulpfarrer Martin Birkenhauer, Mitglied und Leiter der missionarischen Teams, erklärt. Es gehe vor allem darum, mit Menschen in Kontakt zu kommen, den eigenen Glauben zu bezeugen und eine „gute Nachricht zu überbringen“, denn genau das sei ja die Frohe Botschaft, das Evangelium. Die neunköpfige Gruppe bildet drei Regionalteams für die Visitationsbezirke Saarbrücken, Trier und Koblenz sowie ein Bistumsteam. Grundlage ist das Synodenabschlussdokument, in dem es heißt: „Das Bistum ruft missionarische Teams aus Christinnen und Christen mit einer besonderen geistlichen Begabung für die Weitergabe des Glaubens ins Leben. Diese Teams begleiten vor Ort eine Zeit lang das Glaubensleben.“
Eine von ihnen ist Elisabeth Zenner, die mit 50 Prozent Pastoralreferentin im Dekanat Maifeld-Untermosel bleibt und mit einer halben Stelle nun im Tandem mit Kooperator Oliver Seis im Raum Koblenz unterwegs sein wird. „Wir werden da weiter machen, wo wir schon waren – an der Ahr. Dort schauen wir gemeinsam mit den koordinierenden Stellen vor Ort, was gebraucht wird. Da ist Not, dort möchten wir unterstützen“, sagt sie. „Wenn wir da nicht hin gesandt sind, dann weiß ich nicht wohin sonst“, bekräftigt auch Teamkollege Seis. „Mission bedeutet für mich, das Evangelium bezeugen, und zwar mit Taten, nicht Menschen vom Evangelium überzeugen.“ Wenn man Mission auf Jesus als Ausgangspunkt des christlichen Glaubens beziehe, müsse man sich nur sein Verhalten anschauen, erläutert Zenner weiter: „Er ist zu den Menschen gegangen, hat geschaut, was ihnen fehlt und hat einen anderen Zustand herbeigeführt.“
Neben den drei Regionalteams gibt es noch das Bistumsteam, in dem Pastoralreferent Oliver Serwas, Gemeindereferent Thomas Kaspar und Pfarrer Matthias Marx arbeiten. Sie sind unter anderem für die Vernetzung der Teams und die Unterstützung von Initiativen zuständig. Weitere Information gibt es unter www.herausgerufen.bistum-trier.de.
Pressemitteilung
Bischöfliche Pressestelle Trier
Elisabeth Zenner.
