Allgemeine Berichte | 23.01.2018

Abrissarbeiten am ehemaligen Schwimmbad in Adenau haben begonnen

Auf den Fundamenten entsteht eine bunte, moderne Kindertagesstätte

Die Abrissarbeiten in der ehemaligen Schwimmhalle haben begonnen.  UM

Adenau. Weit sichtbar sind die Bagger am einstigen Hallen- und Freizeitbad („badenova“) in Adenau, die sich zurzeit daran machen, alles abzutragen, was dem Neubau der Kindertagesstätte im Weg steht. Am Standort des einstigen Schwimmbads, wo die Kinder schwimmen lernten, soll nun der Grundstock für das Leben der Kleinkinder gelegt werden.

Teuerstes Bauprojekt in der VG

Geplant ist das wohl zurzeit teuerste Bauprojekt in der Verbandsgemeinde Adenau mit einem Kostenrahmen von rund vier Millionen Euro. Es wird aber auch mit sieben Gruppen die größte Kita werden, die sogar die Option zur achten Gruppe bietet, so der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau Guido Nisius bei der Baustellenbesichtigung. „Auch wenn die Bagger kräftig an dem Bau nagen, ist doch nicht alles unbrauchbar, da die Fundamente tief gegründet sind und auch Stahlbetonsäulen das Gerüst bieten, wird der zweigeschossige Neubau auf guten Fundamenten stehen“, so der beratende Ingenieur Wilfried Claesgens.

Bereits im Vorfeld wurde intensiv untersucht inwieweit einzelne Bauteile in den Neubau integriert werden können. Dabei arbeitet das Architekturbüro „bolliger + eltze“ mit dem beratenden Ingenieur Claesgens eng zusammen. Architekt Hendrik Eltze ließ wissen, dass im Bereich des Schwimmbeckens des ehemaligen Hallenbads das Dach abgetragen wird und in „normaler“ Deckenhöhe dann wieder ein neues Dach aufgesetzt wird. Auch soll die gesamte Kita lichtdurchflutet mit bodentiefen Fenstern auf zwei Ebenen gebaut werden, mit Aufzug und Rampe, um barrierefreien Zutritt zu gewährleisten. Auch an ausreichend Parkflächen für Personal und Gäste wurde gedacht, indem die Planung 35 Stellplätze vorsieht.

Das bei den Abbrucharbeiten alles unter die Lupe genommen und nach Schadstoffen sortiert und entsorgt wird, dafür steht die Abbruchfirma Wahl aus Remagen. Die Entscheidung zum Neubau der Kita auf dem ehemaligen Schwimmbadgelände war die richtige, so Bürgermeister Nisius, da in Adenau keine weitere verfügbare Fläche für ein solches Projekt zur Verfügung stand. „Da die Fundamente erhalten bleiben, haben wir hier auch eine solide Grundlage für den Kita-Neubau“, so der Bürgermeister, der hofft, dass die Kindertagesstätte im Herbst 2019 den Betrieb aufnehmen kann.

Weitere Fördermittel beantragt

Bei den Zuschüssen muss die Verbandsgemeinde allerdings noch kämpfen, da das Land Rheinland-Pfalz bisher nur eine Förderung in Höhe von rund 168.000 Euro zugesagt hat, dabei geht es nur um die zusätzliche siebte Gruppe, da die Kita derzeit bereits mit sechs Gruppen in Adenau an der Eulenbergstraße besteht. Auch beim Landkreis sei bereits ein Förderantrag gestellt, und wenn die Betriebsträgerschaft wieder in Kirchenhand übergehe, werde wohl auch das Bistum Trier seinen Beitrag leisten, so Nisius.

Das größte Projekt der Verbandsgemeinde in kommunaler Hand soll ein lebendiger Bau werden, bunt, modern und kindgerecht, so die einhellige Meinung aller Beteiligten von der Verwaltung bis zum Architekten und beratenden Ingenieur. Für Bürgermeister Nisius war es wichtig, dass es jetzt sichtbar losgeht auf der Baustelle und das „badenova“ nicht zum gefährlichen Abenteuerspielplatz verkommt. UM

Bunt und modern soll die Kindertagesstätte nach der Fertigstellung wirken.

Bunt und modern soll die Kindertagesstätte nach der Fertigstellung wirken.

Verbandsgemeindebürgermeister Guido Nisius (2. v. r.) stellte gemeinsam mit den Planern das Bauprojekt vor.

Verbandsgemeindebürgermeister Guido Nisius (2. v. r.) stellte gemeinsam mit den Planern das Bauprojekt vor.

Weithin zu sehen ist der Abrissbagger auf dem Außengelände des früheren Schwimmbads.

Weithin zu sehen ist der Abrissbagger auf dem Außengelände des früheren Schwimmbads.

Die Abrissarbeiten in der ehemaligen Schwimmhalle haben begonnen. Fotos: UM

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