Allgemeine Berichte | 06.09.2024

Auf den Spuren von Ernst Loeb und Marion Oliner

Die aus USA angereiste Carolyn Oliner und ihre beiden Söhne Steven und Jason. Foto: privat

Andernach. Es ist kein Zufall, dass die aus USA angereiste Carolyn Oliner und ihre beiden Söhne Steven und Jason den Ernst-Loeb-Platz als wichtigstes Fotomotiv gewählt haben. Carolyn Oliners Mutter ist eine Cousine von Ernst Loeb, und sie ist mit ihren beiden Söhnen nach Deutschland gekommen, um sie mit den jüdischen Wurzeln ihrer Familie bekannt zu machen. Besonderes Interesse galt auch der Frage, in welcher Weise man an das Schicksal ihrer Mutter und Großeltern in Andernach erinnert. Deshalb war ein Gang zum Haus in der in Kramgasse 6 unerlässlich, wo sich die Stolpersteine für ihre Großeltern Charlotte und Jakob Michel befinden, die 1942 in Ausschwitz ermordet wurden. In der Andernach APP kann man unter dem Stichworten „Tourismus > Digitale Touren > Stolpersteine“ mehr über die tragischen Umstände der Flucht und Deportation erfahren, und auch in dem kürzlich erschienen Buch über Ernst Loeb, in „Andernacher Beiträge 39“, ist das Schicksal der Großeltern und Mutter ausführlich geschildert worden. Marion Oliner hat im Jahr 2000 als wichtige Zeitzeugin Schülerinnen und Schülern des KSG Rede und Antwort gestanden und auch zwei Vorträge in der Stadt gehalten.

Der Besuch galt im besonderen Maße auch der Vertiefung der freundschaftlichen bis1995 zurückreichenden Beziehungen zur Familie Müller, bzw. der Tochter Sylvia Lippert, wo die drei Besucher einige Tage verbracht haben. Auch der Freundschaftskreis Dimona-Andernach hat sich am Abschiedsabend beteiligt.

Die aus USA angereiste Carolyn Oliner und ihre beiden Söhne Steven und Jason. Foto: privat

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