Kettiger Heimatkundler
Auf den Spuren des Bassenheimer Reiter
Bassenheim. Bei traumhaften Wetter besuchten die Kettiger Heimatfreunde den Nachbarort Bassenheim zu einer historischen Ortsführung. Der Ehemalige Bürgermeister und Heimatforscher Theobald Groß empfing die Gäste aus Kettig auf dem bekanntesten Platz in Bassenheim der heutige „Walpot Platz“. Herr Groß führte nach seiner Begrüßung und Einleitung zur wechselhaften Geschichte des Ortes aus wie es zu der Namensgebung des Platzes kam.
Der Name kommt von Heinrich Walpot der 1198 erster Hochmeister während des 3. Kreuzzuges in Palästina, des Deutschen Ordens wurde. Casimir Waldbott der als Mainzer Domherr im 17 Jahrhundert den Bassenheimer Reiter vom Naumburger Meister aus dem Jahre 1239, vor dessen Vernichtung bewahrt und nach Bassenheim gebracht hatte ist für den kleinen Ort ein ganz besonderes Relikt aus längst vergangener Zeit. In den 70iger Jahren wurde die Planung eines Busbahnhofes verhindert und stattdessen der Autoverkehr verbannt und der Platz völlig umgestaltet mit über 300 Pflanzbeete und dem historischen Rathaus aus dem Jahre 1720. Theobald Groß führte dann die interessierte Gruppe von Heimatfreunden in die Kirche wo diese den Bassenheimer Reiter bewundern konnten.
Im Anschluss machten die rund 20 Besucher aus Kettig einen Besuch im Schlosspark mit der Burg der Grafen zu Bassenheim, die heute im Besitz der Familie Freiherr von Waldthausen-Osten ist, sowie die 300 Hektar Wald mit vielen alten Bäumen die teils unter Naturschutz stehen und von unschätzbaren Wert sind. Die Burg und das Rittergut wurden 1910 an Julius von Waldthausen verkauft, dessen Erben ließen das ehem. Schloß 1937 wegen zu hoher Kosten abreisen. Berühmt wurde die Burg zu Bassenheim die bis heute existiert, am 8. Oktober 1948 als sich dort „heimlich“ zur Deutsch - französischen Aussöhnung und Verständigung der damalige Französische Außenminister Robert Schuhmann und Kanzler Konrad Adenauer trafen. Zum Gedenken an diese historische Begegnung wurde 2012 ein begehbares Denkmal aus zwölf Stelen errichtet die an dieses Treffen erinnern sollen. Am Schluss der interessanten Führung in die Vergangenheit von Bassenheim bedankten sich die Heimatfreunde aus Kettig sehr herzlich beim Altbürgermeister Herrn Groß und ließen den Ausflug in einem Café ausklingen, bevor es wieder zurück nach Kettig ging.
Pressemitteilung der
Kettiger Heimatkundler
