Allgemeine Berichte | 17.11.2025

Neues Netzwerk für Menschen mit Hirnschädigung im nördlichen Rheinland-Pfalz

Auftaktveranstaltung zur besseren Versorgung von Betroffenen

Vallendar. Das Neuronetzwerk nördliches Rheinland-Pfalz wurde initiiert, um Versorgungsangebote für Menschen mit erworbener Hirnschädigung besser sichtbar zu machen. Die Initiative geht von drei erfahrenen Einrichtungen aus: der Stiftung Scheuern in Nassau, der BDH-Klinik Vallendar und der Neurologischen Therapie Rhein-Ahr (NTRA) in Bad Neuenahr. Gemeinsam verfügen sie über langjährige Erfahrung in der Versorgung von Menschen, die Hirnschäden erlitten haben.

Zur Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 19. November, um 14.30 Uhr in Vallendar werden rund 50 Teilnehmende erwartet. Angemeldet haben sich Fachkräfte aus Medizin, ambulanter und stationärer Rehabilitation, Therapie, Pflege, Eingliederungshilfe und Werkstätten. Auch Vertreter der Kostenträger werden anwesend sein.

Das Neuronetzwerk soll die Grundlage für eine verbesserte Versorgung von Menschen mit erworbener Hirnschädigung schaffen. „Wir wollen bestehende Lücken identifizieren und gemeinsam Lösungen entwickeln“, erklären die Initiatoren Bernd Feix (Stiftung Scheuern), Dr. Guido Ketter (BDH-Klinik) und Dr. Elke Vespo (NTRA). Dabei sei es auch von Bedeutung, Betroffenen und Angehörigen den Weg durch die komplexen Versorgungsstrukturen zu erleichtern. Ziel des Netzwerks ist es, eine koordinierte Versorgung zu etablieren, die Menschen mit Hirnschädigung von der Akutphase bis zur Teilhabe am Alltag begleitet. Darüber hinaus sind Fortbildungsangebote geplant, um den fachlichen Austausch der Akteure im nördlichen Rheinland-Pfalz zu fördern.

Hirnschädigungen entstehen häufig durch Schlaganfall, Tumorerkrankungen oder Unfälle. In Deutschland sind jedes Jahr Hunderttausende Menschen jeden Alters betroffen. Viele von ihnen müssen mit dauerhaften Einschränkungen leben oder benötigen kontinuierliche Unterstützung durch Pflegekräfte oder Angehörige. Eine lebenslange Hilfe und Förderung ist für sie notwendig. Die nun angestoßene Vernetzung der Akteure soll eine optimale Versorgung und Unterstützung dieser Menschen sicherstellen.

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