Allgemeine Berichte | 26.10.2020

Der Deutsch-Israelische Freundeskreis Neuwied lädt ein

Ausstellung, Liederabend und ökumenische Gedenkandachten

Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer des Judenpogroms vom 9. November 1938

Neuwied. Der Deutsch-Israelische Freundeskreis Neuwied bietet auch in diesem Jahr wieder etliche Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer des Judenpogroms vom 9. November 1938 an, die im Gemeindehaus , im Gottesdienstraum der Marktkirche sowie am Jüdischen Mahnmal in der Synagogengasse stattfinden werden.

Dies allerdings immer mit der Einschränkung, dass dies nur möglich ist, wenn es die aktuelle Situation der Corona-Pandemie zulässt. Zunächst wird es am 5. November um 17 Uhr die Eröffnung einer Ausstellung mit dem Titel „70 Plakate erzählen Israels Geschichte“ im Gemeindehaus der evangelischen Marktkirchengemeinde geben, bei der mindestens 20 Plakate der Exposition „70Posters“ zu sehen sein werden. Zum 70. Geburtstag des Staates Israel 2018 entstand diese Ausstellung israelischer Plakatkunst. Dazu begaben sich die deutsche Designerin Henrietta Singer und die israelische Drehbuchautorin Sara Neumann in die Archive und suchten Plakate aus den 70 Jahren des Staates aus. „Die Plakate präsentieren die große Vielfalt an gesellschaftlichen und politischen Themen in diesem faszinierenden Land mit seiner ganz besonderen Geschichte, wobei sich der Bogen spannt von Krieg und Frieden über Politik, Religion, Bildung bis hin zur Landwirtschaft , Gesundheit und Sport. Die beiden Frauen werben mit der entsprechenden Konzeptionierung für die hebräische Sprache und erinnern mit ihrer Ausstellung an den Pioniergeist, aber auch an die jeweiligen Kriege und Auseinandersetzung der Israelis. Insofern wird mit dieser Plakataktion ein völlig neuer Zugang zu Kultur und Kunst, Geschichte und Gesellschaft in Israel.

Die Ausstellung wird bis zum 27. November zu sehen sein.

Es folgt ein ökumenischer Gedenkgottesdienst am 8. November um 11 Uhr in der Marktkirche mit dem Thema „Sie verbrennen alle Gotteshäuser im Lande“ im Sinne von Psalm 74, Vers 8 und Dietrichs Bonhoeffers entsprechenden Anmerkungen hierzu. Die Predigt hält Pfarrer Werner Zupp, wobei Dechant Thomas Darscheid, von der Katholischen Pfarreiengemeinschaft St. Matthias, Pfarrerin Karen Wilson von der Ev. Brüdergemeine sowie Dr. Jürgen Ries von der Jüdischen Kultusgemeinde bei der Liturgie mitwirken.

Am nächsten Tag, dem 9. November, ist eine Gedenkstunde am jüdischen Mahnmal in der Synagogengasse um 11 Uhr vorgesehen. An der Gestaltung werden Werner Zupp als Vorsitzender des Deutsch-Israelischen Freundeskreises, Dr. Jürgen Ries , Oberbürgermeister Jan Einig sowie Schüler und Schülerinnen des Werner - Heisenberg-Gymnasiums beteiligt sein. In diesem Fall ist die Teilnahme nur nach vorheriger schriftlicher Anmeldung und unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregelungen möglich.

Schließlich ist ein Liederabend mit dem Thema „Auf ins Metropol“ vorgesehen, bei dem Gabriele Kentrup Schlager und Chansons jüdischer Komponisten der 1920er – Jahre am 9. 11. um 20 Uhr im Gemeindehaus der Marktkirche zu Gehör bringen wird, die sich einstmals großer Beliebtheit erfreut haben. Insofern weckt der Name „Metropol“ Erinnerungen an das weltberühmte Revue – und Operettentheater in Berlin mit seinem glitzerndem Charme. In der nachfolgenden Zeit wurden die jüdischen Komponisten von den Nazis verfolgt und ermordet und das Spielen ihre Lieder verboten. Doch ihre Musik lebte und lebt weiter...“

Am 10. November schließlich wird an der ehemaligen Synagoge in Oberbieber um 11 Uhr eine Gedenktafel angebracht.jg

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