Theatergruppe „ExtrACT“ aus Bietigheim gab eine Premiere in der Sängerhalle
Badischer Beziehungs- Unterricht in Brückrachdorf
Verein „Unser Brückrachdorf“ nutzte die Gelegenheit für wohltätige Aktion für bedürftige Familie
Brückrachdorf. Wie ist das mit der Beziehung zwischen Mann und Frau? Freund und Freundin? Mutter und Tochter? Sohn und Mutter? Da gibt es viel zu sagen, wenn es um Beziehungen geht und um die Liebe. Als einen „Abend voller Szenen, die das Leben schreibt“ hatte die Theatergruppe „ExtrACT“ ihren Sketchup „Liebes!&?Leben“ angekündigt. Am Samstag fand die Aufführung vor rund 150 begeisterten Zuschauern in der Sängerhalle von Brückrachdorf statt.
Ermöglicht hatte den kulturellen Leckerbissen der Verein „Unser Brückrachdorf“. Der stand dem Ansinnen der Truppe aus dem badischen Bietigheim, ein Gastspiel im Norden von Rheinland-Pfalz zu geben, offen gegenüber und organisierte die Rahmenbedingungen in Brückrachdorf. Verbunden war das Event mit einem wohltätigen Zweck. Denn ein Drittel der Einnahmen aus dem Eintrittskartenverkauf sowie das an dem Abend gespendete Geld kommen einer hilfsbedürftigen Familie in der Verbandsgemeinde zugute.
Wurzeln in Brückrachdorf
Zehn Akteure gehören zu ExtrACT. Eine von ihnen, Nadja Schneck, hat ihre Wurzeln in Brückrachdorf und kam deshalb auf die Idee der kleinen Theater-Tournee. Unterstützt wurde das Vorhaben außer vom Verein „Unser Brückrachdorf“ von der Sparkasse und der Westerwaldbank, dem DGS-Getränkemarkt, der Firma Elektro-Kreten, dem Gartenarchitektur-Büro Sonja Ziegler, dem Optikergeschäft Hartmann, der Bäckerei Haubrich, dem Reitverein Dierdorf, dem Malergeschäft Farben Baer und dem Restaurant „La Flamme“ in Niederbieber.
Die Aufführung dauerte gut zwei Stunden, mit jeweils in sich abgeschlossenen zehnminütigen Sketchen. „Unser Brückrachdorf“-Vorsitzender Gregor Holschbach sagte: „Einlass war um 18 Uhr. Eine Stunde lang konnten die Besucher etwas essen und trinken. Nach einer Stunde Theater gab es eine kleine Pause, in der man sich etwas stärken und unterhalten konnte.“
Herausforderungen des Alltags waren Thema
Von A wie Arztbesuch bis Z wie Zwischenmenschlichkeit handelten die Themen der einzelnen Szenen. Wer erkannte sie nicht wieder, die kleinen und großen Missverständnisse zwischen Mann und Frau? Oder die Konflikte der Generationen? Oder gar: Die tägliche Herausforderung des Alltags, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen und dabei noch eine glückliche und ausgeglichene Ehe zu führen?
Damit umzugehen, ist für die Beteiligten nicht immer lustig – für die Zuschauer war es das schon. Nach dem Motto: „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!“ Die vielen Lacher und die spontanen Reaktionen des Publikums sowie der kräftige Applaus für die Szenen-Schauspieler und am Ende der Aufführung waren der Beleg dafür, dass die Gruppe ihre Arbeit gut gemacht hatte.
Nicht minder erfolgreich waren in diesem Jahr die Mitglieder des Vereins „Unser Brückrachdorf“. Gregor Holschbach berichtet: „Dieses Jahr haben wir mit dem Reinemach-Tag im Frühjahr angefangen. Dem folgte unser traditioneller Forellen-Schmaus an Karfreitag. Im Sommer gab es eine kleine Kinderferienfreizeit im Freizeitpark in Klotten an der Mosel. Außerdem haben wir noch eine Vatertagswanderung organisiert und eine Mädelswanderung. Jetzt in der zweiten Jahreshälfte steht das Theaterstück auf dem Programm, später die Adventsfenster und die Weihnachtsfeier 65 plus zum Jahresende.“ Der Verein besteht seit knapp zwei Jahren und hat jetzt 72 Mitglieder.
Mehr Missverständnis als Verständnis: Dieser Dialog zwischen Mutter und Tochter an der „Haltestelle Brückrachdorf“ endete in der Eskalation.
Nadja Schneck (li.) stammt aus Brückrachdorf und hatte die Idee, mit ihrer Truppe mal auf „Tournee“ ins nördliche Rheinland-Pfalz zu gehen.
„Wie lautet das Passwort?“, wollte Chantalle wissen, als man ihr das Buch in die Hand drückte. „Wie, einfach aufklappen?“ Zwei Welten begegneten sich.

Es war super organisiert und wir wurden herzlich aufgenommen. Wir kommen gerne wieder!