Eine Party für die Armen in Peru
Bands lassen Wasser in den Anden fließen
Projekt hilft zu überleben
Pommern. Peter Birkenbeil ist ein Exot. Nicht nur äußerlich fällt der junge Mann mit seinem Bart, seinen langen Haaren und seinem unkonventionellen Outfit auf. Seine Ideen und sein Engagement sind besonders, denn der Moselaner kümmert sich mit dem Verein „Agua Viva“ seit Jahren um Spendengelder für Peru, um dort die Wasserversorgung der armen Landbevölkerung zu sichern. Am Wochenende organisierte er wieder mit Freunden und freiwilligen Helfern auf dem Moselvorgelände in Pommern unter dem Motto „Wasser für Peru“ ein Festival mit verschiedenen Bands, die alle kostenlos mehrere Stunden Musik in allen Stilrichtungen boten.
Schon zum dritten Mal läuft diese Party, bei der jeder freiwillig spendet, kein Eintritt erhoben wird und Essen und Getränke in Selbstbedienung gegen eine Spende verkauft werden.
Locker und leicht wie das Sommerwetter vergnügten sich Hunderte im Schatten der mächtigen Nussbäume, um der Musik zu lauschen. Um 24 Uhr gab´s sogar ein Geburtstagsständchen für Peter Birkenbeil, denn der agile Pommerner feierte seinen 40.
Weiterer Topact war auch in diesem Jahr wieder ein Auftritt der Band „Brotlos“, die in fast Originalbesetzung mit Frontmann Nicki Arnold anrückte und über eine große Zahl von Fans in der Region verfügt. Aber auch die keltische Formation „Morning Dew“ und das Trio „Seite an Saite“ garantierte Musik von hoher Qualität, denn die Zuhörer applaudierten immer wieder zwischen den einzelnen Stücken. Die Band „Mariachi Pomerania“, bei der Peter Birkenbeil selbst mitspielt, präsentierte peruanische Volkslieder. Die original Trachten der Andenbevölkerung brachten neben der einfühlsamen Musik ein buntes Bild auf der Bühne. Als Überraschung schipperte im Laufe des Abends ein kleines Boot auf der Mosel heran, dass vom Fluss aus Musik und Lichteffekte zum Festival beisteuerte. René Stoffel sorgte für dieses akustische und optische Highlight. „Ich komme jedes Mal nach Pommern, wenn „Agua Viva“ dieses Event bietet“, erklärte eine ältere Besucherin ihr Kommen. „Mir gefällt die lockere Art, und die friedliche Stimmung hier auf dem Gelände, fast so wie damals in Woodstock.“
Weitere Infos zum Projekt und zu den Spenden gibt es unter www.agua-viva-peru.jimdo.com
MT
