Kappensitzung in Marienhausen begeisterte mit vielen Überraschungen - Tagesschau berichtete über das Dorf
Batman im Schlafzimmer und ein Geistlicher im Pappkarton
Marienhausen. Hier kommt keiner ungeschoren davon: Die Kappensitzung im Gemeindehaus von Marienhausen wird von den und für die Leute aus dem Ort gemacht. Ob es der neue Gemeindechef Maximilian Seidel ist, die Geistlichen Pfarrer Neis und Pastoralreferent Kratz, Volker Müller (JSV und Sitzungsmoderator) oder irgendein anderes der vielen Marienhäuser Originale: Fast jeder bekam in einer der Büttenreden oder Sketche sein Fett weg. Natürlich so, dass alle Anwesenden im Saal herzhaft darüber lachen konnten.
Den Anfang im Programm machten die „Zwei von der Schönheitsfarm“, Bettina Krätz und Christina Müller. Sie berichteten von den vielen gewöhnlichen und außergewöhnlichen Erlebnissen mit ihren Ehemännern. Kein Wunder, dass die dabei nicht immer besonders günstig wegkamen. Aber auch die Frauen im Saal mussten sich „Kritik“ gefallen lassen. Fragte doch Christina Müller eine Dame im Publikum: „Sind Sie schon mal Ihrem Traummann begegnet?“ Was die Gefragte mit „Ja!“ beantwortete. Darauf die Büttenrednerin: „Und warum haben Sie dann den da geheiratet?“ Auch die Anschaffung von sexy Reizwäsche, detailreich beschrieben von Bettina Krätz, führte nicht zum gewünschten Erfolg, sondern lediglich zur spontanen Frage des spät nach Hause kommenden Ehemannes: „Hey Batman, was gibt es zu essen?“
Abwechslungsreiches Programm
Moderator Volker Müller moderierte die Auftritte an und ab und unterhielt zwischendurch noch das Publikum mit originellen Witzen. Für die belebenden Schunkelgesänge in den Umbaupausen sorgte Alleinunterhalter Jörg Lange.
Pastoralreferent Andreas Kratz hatte viele schwere Koffer für seinen Auftritt gepackt. Er hatte es sich auch besonders schwer gemacht mit der amüsanten Behandlung des Themas „Datenschutz“. Aus Datenschutzgründen trat der Geistliche auch erst einmal „inkognito“ auf, mit einem über den Kopf gestülpten Pappkarton. Kratz verriet kein Geheimnis, als er mitteilte, auch im Büro der Bistumsverwaltung schon seine Erfahrungen mit dem leidigen Thema Datenschutz gemacht zu haben. Zur Sicherheit unterzog er Sitzungsleiter Volker Müller und eine weitere Anwesende erst mal einer Datenschutzüberprüfung und demonstrierte, wie leicht Daten, ja sogar Gedanken zu enttarnen sind. Als Beweis diente die Zeichnung eines Babys, welches Angela Merkel im Alter von drei Monaten darstellen sollte. Vorsichtshalber befand sich auf der Rückseite des Bildes ein Baby mit dunkler Hautfarbe - falls die Wahl der Befragten zum Beispiel auf Barack Obama gefallen wäre. Nur kurz wurde Andreas Kratz während seines Vortrags von einem Anruf des Bischofs unterbrochen, der wissen wollte, wie die Spendensammelaktion für die monumentale Gedenkstätte für den strafversetzten Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst läuft. Dafür seien schließlich etliche Milliönchen erforderlich.
Die Marienhausener Trauerschnallen (Christine Müller, Petra Buchstäber, Kornelia Müller) kommen in Schwarz zu Trauermusik auf die Bühne. Sie begrüßen die Anwesenden mit einem klösterlichen Choralgesang. Jung und knackig sei Marienhausens wichtigster Mann. „Mal sehen, ob er über unsere Späße auch lachen kann.“ Singend bringen die Trauerschnallen einen Kalauer nach dem anderen über Marienhausener Zeitgenossen. Elke, Sally, Leon und Vater Dominik kommen darin vor, genauso wie Marco Klöckner, Pfarrer Neis und Pastoralreferent Kratz, Leonie und Oma Gisela. Dr. Brach rät Petra Buchstäber, ihren Mann tagsüber mal zu Wort kommen zu lassen, damit er nicht nachts so viel im Schlaf spricht. Die kleine Amira macht in der Schule einen Fehler beim Aufzählen der Elemente. Der Grund: „Mama sagt, wenn Papa genug Bier getrunken hat, ist er in seinem Element.“
Dann folgt, etwas zeitversetzt zum Original, die „Tagesschau“. Hier sprechen aber kein Jan Hofer und keine Linda Zervakis, hier spricht die Marienhäuser Kirmesgesellschaft. Beteiligt an dem Sketch sind Philipp Pfeil, Angelina Schücke, Melina Böckling, Kevin Griesche, Sascha Bienek, Sven Mangel, Thorsten Bahr und Thorsten Holl. In Bild und Ton zu sehen und zu hören war, dass Herbert Gräf die berühmte Marienhausener Dachs-Saison eröffnet hat. Die Marienhäuser dürften sich bald wieder auf kulinarische Köstlichkeiten freuen. Weniger erfogreich sei Dorfjäger Nr. 1 gewesen: Der liege am Heckelchen auf der Lauer, bisher erfolglos. Auch die Windräder in der Kuhheck wurden thematisiert, genauso wie das Gerücht von der Schließung der Fohr-Brauerei. Wogegen natürlich protestiert wurde. Die Tourismusbranche in Marienhausen boomt: acht zahlende Besucher im Bauernhofmuseum seien ein neuer Besucherrekord. Direkt da hinter folge auf Platz zwei der örtliche Swingerclub. Dann kamen die Sportexperten Peter Montag und Berti zu Wort. Die Rückrunde SG Grenzbachtal sei stark gefährdet. Grund: Es werde zu viel gesoffen! Ein Problem komme auf die Gemeinde zu, wenn aus dem Rasenfußballplatz ein Golfplatz gemacht werden sollte: Es sei nahezu unmöglich, die Anzahl der Löcher auf dem Platz auf 18 zu reduzieren!
Mit diesen tollen Nachrichten aus Marienrachdorf ging das Publikum in die Pause. Danach folgte ein weiterer Auftritt der Kirmesgesellschaft („Familienduell“), woran nun auch Florian Radermacher, Tobias Müller, Laura Müller und Luisa Krätz mitwirkten. Guido Birk war der „Reporter aus dem Grenzbachtal“, der noch einmal ausführlich über das lokale Fußballgeschehen berichtete, und zum krönenden Abschluss erwies das Männerballet seinem großen Idol Michael Jackson die Ehre mit einem sensationellen Tanz. „Feuchte Banditen“ nannten sich die Tänzer Tobias Müller, Moritz Schultheis, Nadeem Rafique, Johannes Schupp, Dominik Eisel, Philipp Pfeil und Stella Zeihsel. So hatte Marienhausen am Ende wieder einmal bewiesen, dass auch ein kleiner Ort ohne gigantischen Aufwand eine mitreißende Karnevalsshow organisieren kann.
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