Allgemeine Berichte | 08.03.2024

Ein Kilometer Rennstrecke im Streckenabschnitt „Fuchsröhre“ erneuert

Bauarbeiten am Nürburgring erfolgreich abgeschlossen

Der frische Asphalt dampft und wird durch die Walzen in Form gebracht. Auch wenn die Strecke in der Fuchsröhre neu aufgebaut wurde: die einzigartige Charakteristik der Nordschleife und der Streckenverlauf bleiben erhalten.  Foto: Nürburgring

Nürburgring. Der neue Asphalt ist ganz offiziell bereit für die Saison 2024. Der Automobil-Weltverband FIA und der Deutsche Motor Sport Bund haben nach einer Streckeninspektion grünes Licht gegeben und damit offiziell bestätigt: Die Bauarbeiten am Nürburgring sind erfolgreich abgeschlossen worden. Rund ein Kilometer auf der legendären Nordschleife und die Ausfahrt der Boxengasse der Grand-Prix-Strecke wurden erneuert. Drei Millionen Euro hat die Betreibergesellschaft des Rings für die Maßnahme in die Hand genommen. Darüber hinaus gingen die Bauarbeiten für die Digitalisierung weiter – das 11 Millionen teure System wird nun in den kommenden Monaten weiterentwickelt. Am 16. März startet die Saison mit der ersten Öffnung der Schranken bei den Touristenfahrten. Die ersten Rennfahrzeuge folgen am 22. und 23. März bei der Nürburgring Endurance Serie.

Mit den Winterbauarbeiten sorgt die Betreibergesellschaft des Nürburgrings nahezu jährlich dafür, dass die Strecken auch in der neuen Saison den hohen Anforderungen gerecht werden und jedem Fahrzeug beste Bedingungen bieten. Vom hochmotorisierten GT3-Boliden bei professionellen Rennen bis hin zu Privatfahrzeugen bei den Touristenfahrten oder den Modellen und Komponenten der testenden Automobil- und Zuliefererindustrie.

Dieses Jahr stand die umfassende Sanierung des schnellen und anspruchsvollen Streckenabschnitts „Fuchsröhre“ der Nürburgring Nordschleife im Fokus der Arbeiten. Im Rahmen eines sogenannten Vollausbaus wurden in verschiedenen Schichten insgesamt 4.000 Tonnen Asphalt auf einer Länge von einem Kilometer verbaut.

Wie jedes Jahr lag ein besonderes Augenmerk auf dem Erhalt der einzigartigen Charakteristik und der weltweit berühmten Streckenführung der Grünen Hölle. Verschwunden sind hingegen die Unebenheiten des Streckenbelags, die sich über Jahre hinweg bildeten. Neben den Arbeiten an der Nordschleife gab es auch kleinere Asphaltarbeiten auf der Grand-Prix-Strecke. Hier wurde die Asphaltdecke der Boxengassen-Ausfahrt erneuert.

Fortsetzung der Digitalisierung – Versorgung mit Sonnenenergie und Öko-Strom

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der winterlichen Arbeiten lag auf der Fortsetzung der Digitalisierung der Nordschleife. Nachdem die erste Hälfte der Strecke bereits bis 2023 digital erschlossen wurde, erfolgte nun die Digitalisierung der restlichen 12 Kilometer – vom Streckenabschnitt Breidscheid in Adenau bis zum Galgenkopf. Neben den Fundamenten und Masten für 58 von insgesamt über 100 Kameras wurden insgesamt 80 Kilometer Elektro- und Datenkabel verlegt und zwei so genannte Off-Grid-Systeme aufgestellt. Diese Systeme in Form eines Containers haben ein Hightech-Innenleben mit Batteriespeicher und ein mit Photovoltaik ausgestattetes Dach. So stellen sie mittels Sonnenenergie auch in den abgelegenen Streckenabschnitten der 21 Kilometer langen Nordschleife die Energieversorgung des digitalen Systems inklusive Kameras sicher.

Dort wo die digitale Infrastruktur vom fest anliegenden Strom des Nürburgrings gespeist wird, setzt die Betreibergesellschaft ebenfalls auf natürliche Stromquellen und Nachhaltigkeit, denn die gesamte Location wird zu jeder Zeit mit 100% Öko-Strom gespeist. Egal ob bei einem kleinen Indoor-Event, bei Großveranstaltungen wie beim 24h-Rennen und bei Rock am Ring oder in den Geschäftsräumen der ansässigen Unternehmen der Destination Nürburgring wie der Nürburgring eSports Bar, den Nürburgring Hotels und Ferienpark managed by Lindner oder im Studio von Nürburgring.tv.

Vorfreude auf den Start der Saison 2024

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten herrscht nun Vorfreude auf die Ring-Saison 2024. Am 16. März öffnen sich zum ersten Mal die Schranken bei den Touristenfahrten. Am 22. März startet die NES mit ihrem Warm-up. Motorsport-Enthusiasten und Event-Liebhaber konnten sich auf rund 60 Publikumsveranstaltungen freuen, die eine vielseitige Mischung aus Motorsport, Musik, Sport und weiteren Indoor-Events bietet.

Alle Baumaßnahmen auf einen Blick

Eine detaillierte Aufstellung mit den großen Baumaßnahmen und Investitionen für Sicherheit & Infrastruktur an den Rennstrecken des Nürburgrings - Gesamtsumme seit 2015: rund 29 Mio. Euro

2023 / 2024 | 3 Mio. Euro

Neuer Asphalt Fuchsröhre (Nordschleife)

Ausfahrt Boxengasse (Grand-Prix-Strecke)

& Fortsetzung des 11 Millionen Euro Projektes „Digitalisierung Nordschleife“

2022 - 2025 | 11 Mio. Euro

Digitalisierungsmaßnahme Nordschleife

4K-Streckenkameras, Glasfaser, Stromversorgung rund um gesamte Nordschleife & Entwicklung künstlicher Intelligenz

2021 / 2022 | 3 Mio. Euro

Neuer Asphalt Döttinger Höhe (Nordschleife) bis Hyundai N Kurve (Grand-Prix-Strecke)

300 Meter neuer FIA-Fangzaun zwischen Kallenhard und Wehrseifen

2020 / 2021 | 1 Mio. Euro

Digitalisierungs-Projekt für Teile der Nordschleife

4K-Streckenkameras & Glasfaser von Döttinger Höhe bis Hohenrain Schikane

2019 / 2020 | 1 Mio. Euro

Neuer Asphalt AMG Arena (Grand-Prix-Strecke)

Neubau Nürburgring Rallycross-Strecke

Weitere Infrastruktur-Maßnahmen Müllenbachschleife

2018 / 2019 | 1,3 Mio Euro

Umfangreiche Digitalisierung der Grand-Prix-Strecke

4K-Streckenkameras, 17 Kilometer neue Glasfaserkabel

Rundum erneuerte Race Control

2017 / 2018 | 4 Mio. Euro

Neuer Asphalt Schwedenkreuz, Kallenhard, Wehrseifen & Ex-Mühle

Weitere FIA-Fangzäune an der Nordschleife

2016 / 2017 | 1 Mio. Euro

Neuer Asphalt Hatzenbach, Hohe Acht, Hedwigshöhe & Brünnchen

FIA-Fangzäune u.a. Hatzenbach & Kesselchen

2015 / 2016 | 2 Mio. Euro

Neuer Asphalt Quiddelbacher Höhe & Flugplatz

Neue FIA-Fangzäune u.a. Schwedenkreuz, Metzgesfeld, Stefan-Bellof-S

Informations-Anzeigetafeln Nordschleifen-Zufahrt

2014 / 2015 | 1 Mio. Euro

Neuer Asphalt im Bereich Eschbach

Asphaltarbeiten auf und neben der Grand-Prix-Strecke

Pressemitteilung

Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG

Schwere Baufahrzeuge statt Rennboliden. Fast jeden Winter stehen am Nürburgring Bauarbeiten an, um in der Saison den unterschiedlichsten Fahrzeugen beste Bedingungen zu bieten.  Foto: Nürburgring

Schwere Baufahrzeuge statt Rennboliden. Fast jeden Winter stehen am Nürburgring Bauarbeiten an, um in der Saison den unterschiedlichsten Fahrzeugen beste Bedingungen zu bieten. Foto: Nürburgring

Neuer Asphalt im Streckenabschnitt „Fuchsröhre“ - auf der Länge von einem Kilometer wurde die Nordschleife hier erneuert. Insgesamt verläuft die Strecke 20,8 Kilometer durch die Eifel.  Foto: Nürburgring

Neuer Asphalt im Streckenabschnitt „Fuchsröhre“ - auf der Länge von einem Kilometer wurde die Nordschleife hier erneuert. Insgesamt verläuft die Strecke 20,8 Kilometer durch die Eifel. Foto: Nürburgring

Der frische Asphalt dampft und wird durch die Walzen in Form gebracht. Auch wenn die Strecke in der Fuchsröhre neu aufgebaut wurde: die einzigartige Charakteristik der Nordschleife und der Streckenverlauf bleiben erhalten. Foto: Nürburgring

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