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Werthhovener Band „Bromo“ auf Platz Vier des Toys2Masters 2016

Beeindruckende Shows der Nachwuchs- musiker beim Toys2Masters-Wettbewerb

Von Singer-Songwriter-Folk bis Alternative Rock – Nicht nur die Sieger, MILLENNIA, zeigten professionelle Auftritte

07.12.2016 - 12:32

Wachtberg/Bonn. Der größte regionale Band-Contest „Toys2Masters“ gipfelte im Kräftemessen der sechs Finalisten im Bonner Brückenforum. Bereits im März fanden die Vorrunden statt. Über 70 Nachwuchsmusiker und Bands traten an, die Besten und Beliebtesten wurden über mehrere Runden auserkoren, im Finale gegeneinander anzutreten. Unter den sechs Finalisten, die in Bonn vor 1200 Zuschauern spielen durften, war auch das Wachtberger Trio „Bromo“ - zu dessen großer Überraschung.


Platz vier geht nach Wachtberg


Dass Dennis und Marvin Ledermann mit Alex Schrader - gemeinsam „Bromo“ - dann auch noch den vierten Platz machten, hätten sie sich vor einem halben Jahr, als sie die Band gründeten, nie erträumen lassen. Zumal sie erst wenige Wochen vor Wettbewerbsbeginn überhaupt den Entschluss fassten, als Band anzutreten. Zu Beginn des Contests waren sie noch zu zweit, mittlerweile werden die Ledermann-Zwillinge von Alex Schrader an Cajon und Gitarre unterstützt. Ihr Singer-Songwriter-Folk, getragen von akustischen Gitarrenklängen und eindringlichem Gesang, kommt ganz offensichtlich gut an: Sie gehörten zu den drei Bands, die die meisten Final-Eintrittskarten an ihre Fans verkauften. Diese kamen gut vorbereitet nach Bonn – im gesamten Brückenforum leuchteten hier und dort neonfarbene Knicklicht-Armbänder, das Erkennungszeichen der Bromo-Fans. Sie kamen auch voll auf ihre Kosten: Von Ballade bis Pick-Me-Up zeigten Bromo, dass echte Freunde auch musikalisch ein gutes Team sein können. Den Siegerpokal konnten sie nicht nach Wachtberg holen, doch einen Newcomer-Pokal hätten sie redlich verdient. Manch andere Band hatte weitaus mehr Bühnenerfahrung, teilweise waren sie sogar schon mal beim Toys2Masters dabei. Nicht aber die Sieger der Gesamtwertung, „MILLENNIA“ aus Bonn, denn auch sie gibt es als Band erst seit März.


Von MILLENNIA werden wir noch viel hören


Sie gingen als unangefochtener Sieger aus dem Toys2Masters 2016 hervor. Mit ihrer charismatischen Bühnenpräsenz konnten MILLENNIA nicht nur die mitgereisten Fans begeistern, auch der ein oder andere „Konkurrenz-Fan“ konnte nicht anders, als dieser beeindruckenden Band seine Stimme zu geben. Alassio Schröder wechselte gekonnt zwischen Partylaune und Melancholie, insbesondere der neuste Song der Indie-Rock-Band zog das Publikum in seinen Bann: Ein virtuoses Gitarren-Solo vom „Master of Guitar“ Fabian Jehnen zur Eröffnung schürt schon die Vorfreude - Alassio Schröders unverkennbar klare Stimme - die Band steigt ein, voller Sound erfüllt die Halle - das Publikum kann nicht anders, als mit zu klatschen und ist vollends begeistert. Dabei hatten die Jungs gar nicht so viel Zeit, dieses Stück zu proben: „Der Song wurde erst vor einer Woche geschrieben. Wir hatten nur eine Probe Zeit, um ihn zu lernen. Der ist so neu, dass wir noch nicht einmal einen richtigen Namen für ihn haben. Allerdings wird es wohl etwas wie ‚Wasted Time‘ oder ‚Generation Y‘ werden“, berichtet Fabian Jehnen. „Generation Y“ der Band MILLENIA - ob das wohl ihr neues Titellied wird? Das Zeug dazu hat es jedenfalls.


Zotige Straßenmusiker auf Platz zwei


Platz Zwei zeigt, dass das Publikum Humor hatte. „Zufällig Hier“, die als Straßenmusiker in der Zülpicher Straße in Köln anfingen, schmissen nur so mit zotigen Sprüchen um sich und ernteten den Jubel des Publikums weniger für filigrane musikalische Fingerübungen, als vielmehr für ihre Coolness. Mit dem rhythmischen „Banane, Banane , Banane, Apfel, Traube - Wenn das Leben Dir Zitronen bringt, mach einen Obstsalat daraus“ brachten sie zum Schmunzeln, andere Lieder (über die kleine Emily oder über des Mannes liebsten Freund) waren eher von der derben Sorte. Die kreativen Songs könnten schon auf dem nächsten Junggesellenabschied der Mitsing-Renner werden: Eingängige Texte und Rhythmen mit einer ordentlichen Portion Humor. Den Preis für musikalische Meisterleistungen hätten sie damit nicht verdient, doch nichts war ihnen gewisser als „wir sind kacke, ihr aber auch“.


Vielversprechender Frontman bei Suburbian Rex


Während die „Liedermacher aus der Gosse“ das Publikum dank zotiger Sprüche entspannt-hemmungslos stimmten, verschlugen die drittplatzierten Suburbian Rex einem die Sprache. Der hervorragende Bassist Ivo Althaus wurde für seine Performance auch mit dem „Master of Bass“ ausgezeichnet. Frontman Anton Fatjanov berührte jeden harten Rockfan dort, wo er besonders zart ist. Neben der Tatsache, dass er seine Gitarre voll im Griff hatte, war schon nach dem ersten Song klar: Diese Stimme muss Karriere machen. Die Augen der weiblichen Fans versprachen zudem, dass auch das Marketing kein allzu großes Problem darstellen sollte...


Die Fans bestimmen, wer gewinnt


Die Plätze fünf und sechs gingen an die „David Nevory Band“ und „The Doghunters“ - wobei hier deutlich wird, dass die jeweils mitgereisten Fans ihre Stimmen loyal vergaben, nicht unbedingt an denjenigen, der am Abend des Wettbewerbs die beeindruckendste Leistung ablieferte. Die zwei letztplatzierten Bands überzeugten das Publikum allem Anschein nach musikalisch, die Stimmung stimmte, allerdings waren sie diejenigen, die die wenigsten Karten verkauft hatten. Dass das Publikum die Platzierung so stark beeinflusst, ist jedoch eine bewährte Methode beim Toys2Masters-Wettbewerb. Die Expertenmeinungen, die vor allem in den „Master of“-Auszeichnungen Ausdruck finden, bewerten die technischen Fähigkeiten der einzelnen Musiker. Doch Können allein reicht nicht, um im Musik-Business erfolgreich zu sein. Man muss das Publikum begeistern, Fans gewinnen können.

Dass Toys2Masters diese Wertungs-Methode bereits gut erprobt hat, zeigt der Erfolg des letztjährigen Siegers „TIL“. Die damals 16-jährigen Musiker brachten eine Horde begeistert kreischender Teenie-Mädchen mit, die sich augenscheinlich alle in den Sänger Dennis Wurm oder eines der andern Bandmitglieder verguckt hatten. Seitdem waren sie mit der „TIL-My-School“-Tour an verschiedenen Schulen und begeisterten ihre Fans mit Überraschungskonzerten während der großen Pause. Diese Nähe zu den Fans brachte ihnen immer größere Beliebtheit ein. Beim Toys2Masters 2016 traten sie als „Special Guest“ auf, doch ihre Fans hatten sie dieses Mal nicht alle mitgebracht.

Ausgerichtet wurde der Bandcontest von der Agentur „Das Musiknetzwerk GmbH“, die die Moderatorin und Sängerin Shirin Valentine leitet, in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Bonn. Gemeinsam mit ihrem Bruder Cyrus richtet sie seit 2003 als Musiknetzwerk Toys2Masters aus. Die Bands betreute dieses Jahr „Band-Mutti“ Maria Kulesch. Auch 2017 wird es einen Bandcontest geben. Interessierte Musiker können sich bereits jetzt anmelden unter www.toys2masters.com.

-MX-

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Kommentare
Uwe Klasen:
Dazu passend ein Bericht in der "Jüdischen Rundschau": Wieder auf gepackten Koffern - Wegen des zunehmenden Antisemitismus fürchten junge Juden um ihre Zukunft in Deutschland. [Link v. d. Redaktion entfernt]
juergen mueller:
Ob Konrad-Adenauer-Ufer oder Kornpfortstraße - alles ist - und noch mehr - sanierungsbedürftig.Sich immer wieder als Kümmerer darzustellen und auf seinen Spaziergängen Probleme, die wir zuhauf in Koblenz haben, aufzuzählen, sollte man mit offenen Karten spielen, was heisst, wer soll das bezahlen. Es hapert überall, dazu brauchen wir keine Spaziergänger, die anscheinend nichts anderes u tun haben, Defizite aufzudecken, die lange bekannt sind u.nur darauf bedacht sind,sich immer wieder selbst in den Fokus zu setzen, was keine löst.Wer Forderungen stellt u. selbst im Stadtrat sitzt (oder dahin will, gell Herr Blank) sollte sich bei seinen Forderungen erst einmal Gedanken darüber machen, wie das bezahlt werden soll. Diese immerwährende Selbstdarstellung ist scheinheilig und täuscht über den wahren Hintergrund hinweg.
juergen mueller:
Das ist ja in der Politik nichts neues u. gehört einfach zu der Mentalität eines jeden Politikers, Dinge für sich in Anspruch zu nehmen, auch wenn sie nicht auf dem eigenen Mist gewachsen sind u.sich wohldurchdacht in den Vordergrund zu stellen. Das gehört neben Reden ohne wirklichen Inhalt einfach zum Handwerkszeug. Jeder Politiker sollte ein Präsent mit auf seinen Weg bekommen - ein LABER-Glas.Wenn ihm keiner zuhört: Deckel öffnen,reinlabern,Deckel schließen.Wenn keiner mit ihm spricht: Deckel öffnen,sein altes Gelaber anhören.Und das Ding mit den hygienischen Argumenten ist wirklich zweitrangig u.vorgeschoben.Da gibt es Beispiele,bei denen das Wort "Schwein" schon eine Beleidigung dieser Tiergattung darstellt.Und was die Grundwerte betrifft,so dürften gerade diejenigen,die sich damit gerne idendifizieren,erst einmal in Klausur gehen um zu verinnerlichen,was sie selbst damit verbindet.Denn Detailkenntnisse gehören ja nicht unbedingt zu einem Muss eines jeden Politikers.
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