Ludendorfer Jonge luden ein
Beim Bierkisten-Stapeln ging so mancher Versuch daneben
Peter-und-Paul-Kirmes rund um den Lindenplatz und den Dorfsaal fand drei Tage lang viel Zuspruch
Ludendorf. Drei Tage lang feierten die Ludendorfer ihre traditionelle Peter-und-Paul-Kirmes rund um den Dorfsaal und den davorliegenden „Lindenplatz“. Mit einem Festzug durch den Ort, begleitet von der „Rentnerband“ aus Buschhoven und mit dem Kirmesmann im schwarzen Anzug, dem Kirmesknochen sowie sämtlichen Ortsvereinen im Schlepptau lockten die 32 Mann starken „Ludendorfer Jonge“ um ihren Vorsitzenden Dirk Lüssem am Freitagabend zahlreiche Gäste in den Dorfsaal, wo Pfarrer Michael Eschweiler das erste Bierfass anstach.
Die „Rentnerband“ spielte zum Tanz, und anschließend war die Jugend an der Reihe mit der „Kirmesdisco“. Locker und leger ging es zur Musik von Discjockey Lucas bei äußerst günstigen Getränkepreisen bis in den frühen Morgen weiter.
Am Samstag stand der „Dorfkirmesabend“ auf dem Programm, bei dem DJ Marcus aus Ludendorf die größten Hits der 1960er bis 1980er Jahre auflegte. Doch der Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Gottfried „Gotti“ Kahlenberg, der eine tolle Show als Imitator bekannter Schlagergrößen auf die Bühne legte. Er parodierte unter anderem Howard Carpendale und Jürgen Drews so täuschend echt, dass man meinen könnte, die Stars persönlich stünden auf der Bühne.
Sauerbraten mit Klößen und Rotkohl sehr beliebt
Der Sonntag begann mit einer Festmesse in der Ludendorfer Pfarrkirche St. Peter und Paul, die von Dechant Stanislaus Friede zelebriert wurde. Die „Ludendorfer Jonge“ gestalteten nach Kräften die heilige Messe mit, anschließend ging es zu musikalischen Frühschoppen auf den Dorfplatz. Dort unterhielt Markus Nord die Gäste mit Keyboard und Gesang.
Das traditionelle Kirmesessen, Sauerbraten mit Klößen und Rotkohl, war schon nach kurzer Zeit restlos ausverkauft, doch zum Glück waren in der „Imbissbude“ noch genügend Alternativen vorhanden.
Eine Reihe befreundeter Karnevalsgesellschaften und Junggesellenvereine kamen ebenfalls zu Besuch und ließen sich nachmittags den selbst gebackenen Kuchen und frisch gekochten Kaffee schmecken. Viel Hallo gab es bei der Dorf-Meisterschaft im Bierkisten-Stapeln, bei dem so mancher Versuch gründlich misslang. Auch am Nagelklotz stellten die handwerklich begabten Herren der Schöpfung ihre Fähigkeiten unter Beweis. Am Abend wurde dem Kirmesmann wie in jedem Jahr ein kurzer Prozess gemacht, die vollkommen gerechtfertigte Verurteilung zum Feuertod sofort vollstreckt und damit die Kirmes für dieses Jahr zu Grabe getragen.
JOST
