Löschgruppe Heimerzheim hatte Grund zum Feiern
Beim Doppeljubiläum stand vor allem die Jugendfeuerwehr im Mittelpunkt
Die Löschgruppe Heimerzheim wurde 85 Jahre alt, und die Heimerzheimer Jugendfeuerwehr feierte ihren 50. Geburtstag
Heimerzheim. Ein doppeltes Jubiläum feierte die Löschgruppe Heimerzheim der Freiwilligen Feuerwehr Swisttal am vergangenen Wochenende.
Die Löschgruppe selbst wurde 85 Jahre alt, und die Heimerzheimer Jugendfeuerwehr besteht mittlerweile seit 50 Jahren. Daher stand das Wochenende rund um das Schützenhaus auch überwiegend im Zeichen des Nachwuchses, denn nur durch eine gute Nachwuchsarbeit könne man den Bestand der aktiven Wehr auf Dauer gewährleisten, machte Jugendfeuerwehrwart Michael Keßel klar.
1969 von Friedrich Porschen gegründet
1969 sei die Heimerzheimer Jugendfeuerwehr von Friedrich Porschen gegründet worden, nachdem zuvor der damalige Gemeindebrandmeister Balthasar Schumacher beschlossen hatte, in der Gemeinde Swisttal nach Möglichkeit in jedem Ort eine Jugendfeuerwehr aufstellen zu lassen.
Beim kurzen Festkommers am Samstagabend wurde Porschen auch von Kreisjugendfeuerwehrwart André Dekleermaeker für seine langjährige Tätigkeit als Jugendfeuerwehrwart mit dem Ehrenabzeichen der Jugendfeuerwehr NRW in Bronze ausgezeichnet. Die gleiche Auszeichnung erhielten auch der frühere Heimerzheimer Jugendfeuerwehrwart Heinz-Josef Keßel und sein langjähriger Stellvertreter Rudolf Kristen. Beide seien heute noch sehr aktiv und unterstützten die Arbeit der Jugendfeuerwehr nach Kräften, bestätigte Michael Keßel.
Anschließend gab es jede Menge Kölsche Stimmungsmusik mit den „Köbesse“, den „Rabaue“ und dem ehemaligen Räuber-Frontmann Thorsten Klein. „Der Saal war voll, die Stimmung bombig, ein schöner Abend auch zum draußen sitzen“, fasste Keßel zusammen. Wenn da nicht das Ärgernis gewesen wäre, dass in der Nacht zuvor Unbekannte den für das Fest bereitstehenden Kühlwagen aufgebrochen und 100 Liter Bier sowie 30 Kisten Getränke gestohlen hätten. So musste ganz kurzfristig Ersatz für die nicht mehr vorhandenen Getränke beschafft werden, was aber Gott sei Dank gelungen sei. Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen.
Mehr als ein Dutzend Fahrzeuge ausgestellt
Der Sonntag begann mit einem musikalischen Frühschoppen, zu dem das Tambourcorps „Frei Weg“ Heimerzheim zünftig aufspielte.
Die Musiker sorgten auch im Anschluss noch mit einem Platzkonzert für gute Laune bei den Besuchern. Die hatten auf dem Schützenplatz jede Menge zu sehen, denn dort waren mehr als ein Dutzend Fahrzeuge von den diversen Hilfsorganisationen ausgestellt. Neben einigen Feuerwehrfahrzeugen waren auch das DRK mit einem Rettungsboot, die Bundespolizei, das Technische Hilfswerk und die Malteser aus Meckenheim mit von der Partie. Die Feuerwehr aus dem benachbarten Bornheim hatte sogar ihre 32 Meter lange Drehleiter zu Verfügung gestellt, weil die Swisttaler Wehr keine eigene Drehleiter besetzt.
Zum Schluss gab es auch noch einen Leistungsnachweis der Swisttaler Jugendfeuerwehr, an dem die Nachwuchsgruppen aus Buschhoven, Heimerzheim, Morenhoven, Odendorf und Ollheim-Straßfeld teilnahmen.
Jugendliche beiderlei Geschlechts im Alter von zehn bis 18 Jahren, die Interesse haben, bei der Heimerzheimer Jugendfeuerwehr mitzumachen, können sich übrigens bei der wöchentlichen Übungsstunde jeden Montag von 17:30 bis 19 Uhr am Feuerwehrhaus einmal unverbindlich vorstellen und sich die Sache anschauen. Denn hier wird nicht nur gemeinsam trainiert und Theorie gelernt, sondern auch jede Menge Kameradschaft und soziales Verhalten erlebt, versprach der stellvertretende Jugendfeuerwehrwart Tobias Kalenborn. Dazu zählt auch das alljährliche Zeltlager, das in diesem Jahr vom 19. bis 23. Juni nach Dasburg in das Waldjugendheim führt, wo die 15 Nachwuchsfeuerwehrleute mit ihren fünf Betreuern unter anderem Naturwanderungen, Geocoaching und Walderkundungen mit dem Förster auf der Tagesordnung haben.
JOST
Beim Leistungsnachweis im Rahmen des Jubiläumsfestes der Heimerzheimer Jugendfeuerwehr galt es zunächst einmal, vor Beginn der Übung die Lage zu besprechen. Foto: Volker Jost
Auch die richtigen Knoten wollen gelernt sein, dies war ebenfalls eine Prüfungsaufgabe beim Leistungsnachweis der Jugendfeuerwehr. Foto: Volker Jost
