Allgemeine Berichte | 25.07.2017, 16:01 Uhr

„Zuwachs“ für die Ökumenischen Hospizgruppe e.V. Rheinbach-Meckenheim-Swisttal

Beistand auf dem letzten Weg

Sechszehn Ehrenamtliche lassen sich zu „Sterbebegleitern“ ausbilden

Meckenheim. Sechszehn neue Sterbebegleiter (nicht etwa Sterbehelfer!) wurden in Meckenheim während eines Gottesdienstes in der Christuskirche mit Pfarrerin Claudia Müller-Bück aus Swisttal willkommen geheißen. Beim gemeinsamen Kaffeetrinken mit Vertretern des Vorstandes und den bereits aktiven Sterbe- und Trauerbegleitern, konnten die „Neuen“ schon einen ersten Eindruck vom lebendigen Vereinsleben gewinnen.

Man könnte denken, dass diese Menschen (fünfzehn Frauen und ein Mann) nach dem etwa 100 Stunden umfassenden Befähigungskurs froh wären, wieder mehr Zeit für andere Themen zu haben. Weit gefehlt! „Wenn es vorbei ist, ist man fast ein wenig traurig“, sagte eine Dame. Die ersten Anfragen nach einer weiteren Schulung zur Trauerbegleiterin liegen den Koordinatorinnen bereits vor. Die beiden Gesprächscafés für Trauernde in Meckenheim und Rheinbach können Verstärkung sehr gut gebrauchen. Die Koordinatorin Claudia Wilmers drückte es so aus: „Die laufen sich die Füße platt“ und meinte damit, dass sie im kleinen Team fast Unmögliches leisten.

Die Ökumenische Hospizgruppe e.V. setzt alles daran, den stetig wachsenden Bedürfnissen und den gesetzlichen Ansprüchen Kranker und ihrer Angehörigen auf hospizliche Begleitung gerecht zu werden und den hohen Qualitätsstandard aufrecht zu erhalten.

Durch öffentliche Zuschüsse und konkrete Spenden von Fördervereinigungen oder anlässlich von „runden Geburtstagen“ oder statt Blumen und Kranzspenden bei Todesfällen, war es unter anderem möglich, die doch sehr kostenaufwendigen Schulungen zu schultern und diese Zuwendungen konkret in der Region wirksam werden zu lassen.

Wer sich diese ehrenamtliche Tätigkeit zutraut, wird in acht bis zehn Monaten in Gesprächsführung, juristischen Hintergründen, innerseelischem Erleben von Sterben und Trauer sowie vielen weiteren Themen geschult. Dabei geht es gar nicht so sehr darum, möglichst viel Wissen aufzunehmen, sondern sich gerüstet zu fühlen. Während der folgenden Begleitungen lebensbedrohlich Erkrankter wird es immer wieder neue Situationen und damit auch Fragen geben. Dann in diesem Verein mit der Unterstützung der Koordinatorinnen und anderen Ehrenamtlern, Supervision und weiterführenden Schulungen aufgehoben zu sein, lässt das Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten weiterwachsen. Der Einsatz durch die Koordinatorinnen erfolgt immer nach den eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten.

Die Koordinatoring laden ein: „Auch Sie können den Verein auf vielfältige Weise unterstützen. Werden Sie Mitglied, spenden Sie oder arbeiten mit ihren persönlichen Fähigkeiten an einer besseren Zukunft für Sterbende und Trauernde in Ihrer Region mit. Es ist immer viel - auch über die Begleitung Sterbenskranker hinaus - zu tun. Sie kennen sich mit Computern aus? Sie mögen Büroarbeit? Sie trauen sich die Aufgaben eines Sicherheitsbeauftragten zu? Sie lieben den Umgang mit Zahlen? Sie können uns tatkräftig in der Vorbereitung von Veranstaltungen unterstützen oder Plakate und Flyer auslegen? Wie können Ihre Hilfe sehr gut gebrauchen!“

Interessierte können sich an das Büro des Vereins wenden unter Tel. (0 22 26) 90 04 33 oder per E-Mail an Kontakt@hospiz-voreifel.de. Weitere Informationen zur Ökumenischen Hospizgruppe e.V. Rheinbach-Meckenheim-Swisttal gibt es auch unter www.hospiz-voreifel.de.

Pressemitteilung

Ökumenische Hospizgruppe e.V.

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