Bei den 14. Rheinbach Classics schlugen die Herzen der Oldtimerfans höher
Benzinschwaden zogen durch Rheinbachs Innenstadt
Über 20 000 Tausend Besucher erlebten ein rauchendes Fest der guten Laune
Rheinbach. Es war wieder ein Fest der Superlative. Über 2000 Besucher drängten sich in die Innenstadt von Rheinbach um den Flair der 50er und 60er Jahre zwischen Oldtimer und Rock n`Roll Musik mit zu erleben.. Bereits am Donnerstagabend gab es einen Vorgeschmack auf die 14. Rheinbach Classics. Im Rahmen der 50. Jahr Feier des Rhein-Sieg Kreises fand die Veranstaltung Kultur im Hof auf der großen Eventbühne auf dem Himmeroder Wall statt. Dorthin hatte Landrat Sebastian Schuster zu einem Konzert der Still Collins Band eingeladen. Dies war die zweite Abschluss Veranstaltung zu der Jubiläumsfeier. Und über 2000 Gäste waren bei freiem Eintritt kommen, um bei sommerlichen Temperaturen tolle Musik zu hören. Der eigentliche Auftakt der diesjährigen Rheinbach Classics war am Freitagabend mit dem Rockkonzert der Manfred Mann Earth Band gefolgt von der von Hardrocker Glenn Hughes, der frühere Deep Purple Bassist, die mit der Musik die Alt-Sechziger und Siebziger im Publikum voll in den Bann zogen. So mancher fühlte sich in seine Jugend zurückversetzt, in dem sie wie früher die Haare schüttelten. Hier waren ca. 1900 zahlende Gäste gekommen und sich die Altrocker an zuhören. Und sie kamen auf ihre Kosten.
Der Samstag stand ganz in Zeichen der Oldtimer Rally
Im letzten Jahr mussten die Oldtimerfans auf die Rallye verzichten. Stattdessen gab es eine gemütliche Ausfahrt, die allerdings nicht den großen Anklang bei den Teilnehmern fand. Das war dem Umstand geschuldet, dass im letzten Jahr kein Organisator zur Verfügung stand.
In diesem Jahr ging die Rallye bis nach Vogelsang in die Eifel, organsiert und perfekt vorbereitet von Peter Jakobs und Ulf Wilke. Bereits in den frühen Morgenstunden wurden die ersten von 128 Rallye Teilnehmer auf den Weg geschickt. Vortrefflich moderiert von Bürgermeister Stefan Raetz und Johannes Hübner, dem wandelnde Lexikon in Punkto Oldtimer. Jedes Auto wurde dem Publikum ausführlich vorgestellt und die Details genau erklärt. Es starteten nicht nur Autos aus Deutschland. Auch viele europäische Länder gingen an den Start darunter Luxemburg und Niederlande.
Die Teilnehmer
waren überwiegend zufrieden und sagten zu, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.
Auch die Pannenhelfer, die in der Rallye mitfuhren hatten wenig zu tun. Auch die kurzen Regenschauer störten die Fahrer mit ihren Begleitern wenig. Der Gesamtsieger kam aus Leichingen. Manfred Schulz mit seinem Beifahrer Marco Schulz sowie Julia Benedek auf den Rücksitz holten sich mit ihrem BMW 528 i den Rallye Gesamtsieg. Anschließend konnten die Fahrzeuge auf den Wällen und in der Stadt besichtigt werden. Ab dem Abend waren Musikbands an der Hauptbühne auf dem Himmeroder Wall zu hören. Darunter Rock n`Bella gefolgt von Swing Cat Club. Bis in den späten Abend sorgte die Band Lenne Brothers für das nötige Rock n`Roll Fieber.
Am Sonntag erlebten die Veranstalter eine Überraschung
Es kamen viel mehr Oldtimer Besitzer mit ihren Fahrzeugen ohne Anmeldung nach Rheinbach. Dieses Problem wurde aber schnell von den Helfern gelöst, die die passenden Plätze zuwiesen. nVor den Start des Corsos zog der Fanfarenkorps der Feuerwehrkappelle aus der belgischen Partnerstadt Deinze, die am frühen Morgen mit 52 Mann angereist waren, durch die Hauptstraße von Rheinbach und sorgten für die nötige Stimmung.
Mitgebracht hatten Freunde aus Deinze ihr historisches Einsatzfahrzeug der Feuerwehr ein Magirus 126D10 aus dem
Jahre 1965, einen Leiterwagen, der von 1965 bis 2005 noch im Einsatz war. Der Start des Corsos, machten 19 Fahrräder mit einem Hochrad, aus dem Jahre 1880. Dann folgten Oldtimer aus allen Epochen, wobei der älteste aus den dreißer Jahren des letzten Jahrhunderts stammte. Kommentiert wurde der Corso mit über 280 zweirädrigen und vierrädrigen Fahrzeugen, am Wilhelmsplatz fachkundig von Oldtimerexperten Johannes Thomas Hübner. Er ist der absolute Kenner und ist seit Jahren regelmäßig bei den Rheinbach Classics dabei. Detailreich und mit Kennerblick, erklärte er jedes Auto, das an ihm vorbei fuhr.
Ein weiteres, kompetentes Moderatorenteam begrüßte die Corso Teilnehmer an der Raiffeisenbank. Hier hatte sich Bürgermeister Stefan Raetz, der von Anfang an dabei ist, und Thomas Spitz positioniert. Er war bei den ersten zwei Ausgaben von Rheinbach Classics mit im Orgateam.
Seit letztem Jahr gibt es einen weiteren Kommentatoren Punkt an der Ecke Schweigel Straße / Hauptstraße der von Pressesprechen von Rheinbach Classics, Tobias Zoporowski und Billy Moh, der auch bei vielen sportlichen Veranstaltungen als Stadionsprecher zu finden ist.
Musikalisch und kulinarisch wurde einiges geboten
Ab Mittag gab es auf den einzelnen Bühnen in der Stadt viel Musik und die Gastronomie hatte im Außenbereich ein reichhaltiges Angebot für die tausende Gäste, die in der ganzen Stadt die Oldtimer aus der Nähe betrachten konnten.
In der Pressekonferenz am Sonntagnachmittag zog Heinz Haubrichs ein durchweg positives Urteil der diesjährigen Veranstaltung.
Haubrichs wies auch drauf hin, dass eine solche Veranstaltung nur mit ehrenamtlichen Mitwirkenden nicht zu stemmen wäre.
Über einhundert Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz und Malteser Hilfsdienst haben für die Sicherheit gesorgt. Hinzu kamen sechzig Mitarbeiter vom Sicherheitsdienst. Um die einzelnen Aufgaben besser zu koordinieren waren weitere 120 Helfer in Einsatz, die teilweise aus den Ortsvereinen rekrutiert werden konnten.
„Ohne die vielen Helfer, Organisatoren und freiwilligen Helfern ist eine solche Veranstaltung nicht zu stemmen. Ihnen allen gilt unser Dank und Anerkennung“ bedankte sich der Vorsitzende Heinz Haubrichs bei seinen Ausführungen.
Dieser Amstrong Siddely aus dem Jahre 1936 war das älteste Fahrzeug.
Bürgermeister Stafan Raetz und Johannes Thomas Hübner begrüßten die 129 Fahrer nach der Rallye.
