Weiberfastnacht mit bestem Programm
Berkumer Möhne sorgten für Stimmung in der Berkumer Aula
Ersteigertes Konzert der „Jodesberger Junge“ – Nachwuchs wird dringend gesucht
Wachtberg-Berkum. An Weiberfastnacht ließen die Berkumer Möhne nichts aus, um für ihr Publikum ein besonderes Programm auf die Bühne zu bringen. Im Saal der Limbachstiftung hatten sie in diesem Jahr nicht feiern können, weil dort seit dem letzten Jahr der neue Kindergarten der Gemeinde untergebracht ist. Nichtsdestotrotz ließen die Möhne nichts unversucht, eine neue Location für ihre Veranstaltung zu finden. Sie hatten beschlossen, dass die Aula der perfekte Ort dafür sei.
Dass diese Entscheidung eine gute Wahl war, bewies die Stimmung im Saal während der Sitzung. Ab 14.30 Uhr wurden die Damen zum Ort des Geschehens vorgelassen, ab 15 Uhr ging es mit der Tanzband Herzschlag los. Danach wurde gleich weitergetanzt, und zwar von „De Pänz us dem ahle Kölle“, einer Milljöh-Tanzgruppe aus Köln, die die Stimmung auf hohem Niveau hielt. Ihre Aufwartung machte nach den Tanzeinlagen das Bad Godesberger Prinzenpaar mit großem Gefolge und grüßte alle Jecken, die an diesem Tag den Weg in das Schulzentrum gefunden hatten.
Gleich im Anschluss wurde die Bühne mit den Sound Trompetern Bonn recht voll. Mit Schwung, Rhythmus und mitreißenden Stücken hielten sie die Jecken bei Laune und sorgten für das eine oder andere Tänzchen neben den Tischen im Saal.
Die Lachmuskeln strapazierten danach die Büttenredner „Beckendorfer Knallköppe“. Dieses Paar, das auch im realen Leben ein Ehepaar ist, nahm die sprichwörtlichen Szenen einer Ehe, die die meisten langjährig Verheirateten oft nur allzu gut kennen, gehörig aufs Korn. Dem Paar folgte das Trio „Die Kalauer“ auf die Bühne und riss mit seinen Imitationen sowie seinen Stimmungsliedern die feiernden Weiber von den Stühlen.
Etwas fürs Auge boten danach die Meckenheimer Schautanzgruppe und das Männerballett Ringener Perlen, bevor die Berkumer Dorfmusikanten das Regiment auf der Bühne übernahmen.
An der diesjährigen Sitzung gab es gleich zwei Besonderheiten: Erstens war sie mit dem Programm für die Damen nicht ganz vorbei, zweitens waren ab 19 Uhr auch die Männer zugelassen. Dies hatte seinen besonderen Grund in einem unschönen und einem guten Ereignis. Unschön und für manchen fast ruinös war das Unwetter, das am 4. Juni 2016 mit seinen Wassermassen nicht nur große Schäden an den Brücken Wachtbergs, sondern auch an den privaten Häusern anrichtete. Das darauf folgende gute Ereignis war die Welle der Hilfsbereitschaft, die wie aus dem Nichts gekommen plötzlich mit hohen Wogen rollte und in der Benefizveranstaltung „Wir für hier – wir für Wachtberg“ am Einkaufszentrum gipfelte. Dort hatten die Berkumer Möhne seinerzeit ein Konzert der „Jodesberger Junge“ ersteigert. Dieses Konzert schloss sich an die Weibersitzung an und war auch den Männern gegönnt, die am Abend zum Feiern dazustießen.
Alles in allem konnten die Berkumer Möhne am Ende des Tages auf eine ansehnliche Feier und ein gelungenes Konzert zurückblicken. Viele solche besondere Veranstaltungen wünschen sich die Möhne und werben deshalb für den Nachwuchs, an dem es derzeit etwas hapert. Wer mit dabei sein will, bei der regen und umtriebigen Truppe, der ist unter der Telefonnummer von Karin Hermann (02 28 / 34 55 90) herzlich willkommen. Es gilt dabei zu sein und eine tolle Tradition zusammen mit zehn alteingesessenen Möhne, einer neuen Möhn und drei helfenden Männern zu bewahren und eine Menge Spaß zu haben.
Diese Mehlemer Gruppe hatte gleich drei Generationen zum Feiern mitgebracht.
Die Soundtrompeter aus Bonn sorgten für Stimmung in der Bude.
Brigitte Jung mit der Obermöhn Karin Hermann.
