Allgemeine Berichte | 21.01.2021

Arbeitsagentur Neuwied setzt pandemiebedingt auf Videoberatung

Berufsberater gehen neue Wege

Natalia Dordevic mit dem Übergangscoach Klaus Stahlschmidt, der die Umsetzung der Videoberatung in der Realschule Plus betreut hat. Foto: privat

Kreis Neuwied. Etwa 2.000 Schüler der Abschlussklassen werden jedes Jahr zwischen Oktober bis September – dieser Zeitraum gilt statistisch als ein Ausbildungsjahr- von der Berufsberatung der Arbeitsagentur Neuwied beraten. Diese Beratungen rund um Berufs- oder Studienwahl, Weiterführende Schule, Ausbildungssuche, Bewerbungsverfahren, Freiwilligem sozialen Jahr oder Auslandsjahr finden vor allem in den Schulen statt, wo die Berufsberater regelmäßig Sprechstunden haben und in die Klassen gehen. Pandemiebedingt ist das seit Monaten nicht möglich. Daher geht die Agentur nun neue Wege – und unterstützt die Schüler per Videoberatung. Die Friedrich-von-Bodelschwingh Realschule plus in Puderbach ist eine der ersten Schulen, die das Angebot genutzt haben.

„Natürlich ist das persönliche Gespräch nicht zu ersetzen, aber die Videoberatung ist eine sehr gute Alternative“, sagt Natanja Neitzert, Konrektorin der Schule. Die für die Schule zuständige Berufsberaterin Michaele Schmitz ergänzt: „Jugendliche brauchen gerade in dieser Zeit, in der die Möglichkeiten der beruflichen Orientierung und die Kontaktaufnahme zu Ausbildungsbetrieben eingeschränkt sind, unsere Unterstützung. Bei einer Beratung am Telefon fehlen die für ein gutes Gespräch wichtige Mimik und Gestik. Die Videoberatung bietet da schon einen großen Vorteil.“

Gemeinsam mit dem Übergangscoach der Schule, Klaus Stahlschmidt, wurde für die Abschlussklassen an drei Tagen für rund 50 Schüler der Klassen 9 und 10 die Videoberatung mit Michaele Schmitz durchgeführt. Die einzige technische Voraussetzung dafür ist die Hardware: ein PC oder Laptop mit guter Internetanbindung und Lautsprechern. „Wenn ein Jugendlicher oder eine Jugendliche eine Beratung von Zuhause durchführen möchte, reicht auch ein Smartphone oder Tablet“, so Michaele Schmitz.

Für das Gespräch versendet die Berufsberaterin dann eine Einladung mit Link, über den sich der Teilnehmer oder die Schule dann einwählen kann. Durchschnittlich 15 Minuten dauerte jede Beratung im Rahmen der über die Schule initiierten Aktion, aber die Dauer ist individuell flexibel. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Fragen stellen, und über Berufspläne, Bewerbung, weiterführende Schulbildung und alles, was sie zu ihrer beruflichen Zukunft interessiert, mit der Berufsberaterin sprechen. „Es ist sehr gut gelaufen“, resümiert die Konrektorin Natanja Neitzert. „Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit dankbar angenommen und die Technik funktionierte einwandfrei.“

Natürlich wird die Videoberatung das persönliche Gespräch nie ersetzen können – da sind sich alle Teilnehmer einig – aber es ist eine gute Möglichkeit, um die nächsten Wochen und Monate zu überbrücken und die Jugendlichen bei Ihrem Weg so gut es geht zu begleiten und zu unterstützen. Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig und weiterhin ist auch die telefonische Beratung möglich.

Wer einen Termin zur Videoberatung mit der Berufsberatung vereinbaren möchte, kann dies über seine Schule oder unter 02631 – 891891 oder Neuwied.151-BBvE@arbeitsagentur.de machen.

Pressemitteilung

Agentur für Arbeit Neuwied

Natalia Dordevic mit dem Übergangscoach Klaus Stahlschmidt, der die Umsetzung der Videoberatung in der Realschule Plus betreut hat. Foto: privat

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