Allgemeine Berichte | 24.08.2020

Oberbürgermeister Peter Labonte und Thomas Schneider, stellvertr. Fachbereichsleiter Soziales, machten sich ein Bild vor Ort

Besuch bei der Tafel Lahnstein

Ohne die Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer wäre die Organisation der Tafel nicht möglich. Foto: Stadtverwaltung Lahnstein

Lahnstein. Die Corona–Krise macht auch vor ehrenamtlichen Angeboten nicht halt: so musste auch die Lahnsteiner „Tafel“ ihr Angebot reduzieren, weil auch hier die helfenden Menschen älter sind und damit zur Risikogruppe gehören. Das Tafel-Team rund um Richard Landauer fand aber gemeinsam mit dem Gemeindereferenten der katholischen Kirchengemeinde St. Martin Lahnstein, Ralf Cieslik Lösungen, um die dringend benötigten Lebensmittel auch in diesen schwierigen Zeiten an die bedürftigen Menschen zu bringen.

Oberbürgermeister Peter Labonte und der stellvertretende Fachbereichsleiter Soziales der Stadtverwaltung Lahnstein, Thomas Schneider, machten sich gemeinsam vor Ort ein Bild über die aktuelle Lage und fragten auch, was die Stadt zur Unterstützung beitragen könne.

„Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Tafel leisten eine hervorragende Arbeit und sie setzen sich selbstlos für das Wohlergehen bedürftiger Menschen in den Städten Lahnstein und auch Braubach ein. Mit ihrer Arbeit tun sie alle viel Gutes“ mit diesen Worten lobte Labonte und Schneider alle helfenden Menschen für ihr unermüdliches Engagement und für die gute Sache.

Tagtäglich werden in Deutschland viele Tonnen von Lebensmittel vernichtet, obwohl sie eigentlich noch verzehrfähig wären. Auf der anderen Seite gibt es auch in Lahnstein und Braubach Menschen, die dankbar für derartige Lebensmittel sind. Die Tafeln haben es sich daher zur Aufgabe gemacht, eine Brücke zwischen Überfluss und Mangel zu schaffen, in dem sie qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die sonst weggeworfen würden, einsammeln und diese an die benachteiligten und bedürftigen Menschen kostenlos beziehungsweise für einen symbolischen Beitrag weiter verteilen. Insgesamt 15 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich derzeit ehrenamtlich und unentgeltlich in der „Tafel“ Lahnstein. Vor Corona waren es bis zu 46 Helferinnen und Helfer. Die Lebensmittelspenden stammen unter anderem von Supermärkten und Bäckern aus der Umgebung. Derzeit erhalten rund 100 Haushalte (darunter auch Familien) aus dem Einzugsgebiet der benachbarten Städte Lahnstein und Braubach eine Unterstützung durch die Tafel.

Bedürftige benötigen einen Berechtigungsschein

Um eine derartige Hilfe zu erhalten, wird ein entsprechender Berechtigungsschein benötigt. Um einen solchen Schein erhalten zu können ist ein Nachweis für eine Bedürftigkeit notwendig. Nur Menschen, die sozial und wirtschaftlich benachteiligt sind, erhalten einen Berechtigungsschein. Dieser Nachweis wird zum Beispiel durch einen Bescheid nach Sozialgesetzbuch, Arbeitslosengeld II oder Asylbewerberleistungsgesetz erbracht und werden durch die Herren Cieslik und Landauer ausgestellt.

Die Sammlung und die Ausgabe der Lebensmittel erfolgt wöchentlich (jeden Donnerstag). Ausgabeort für die Lebensmittel ist das Pfarrzentrum Sankt Martin, am Europaplatz in Lahnstein.

Geschätzt werden rund 90 Prozent der gesammelten Lebensmittel ausgegeben. Die übrigen Lebensmittel werden entweder auf andere „Tafeln“ sowie Ausgabeorte, wie Neuwied, verteilt oder bis zur nächsten Ausgabe eingelagert. Auch erfolgt die Ausgabe nicht nach dem „Windhundprinzip“, wer zuerst kommt malt zuerst“ sondern in der Reihenfolge der ausgestellten Berechtigungsscheine. Nicht alle Menschen, die die Hilfe der Tafel benötigen, sind aber mobil. Einige Haushalte mit insgesamt acht Personen werden daher auch von der „Tafel“ beliefert und die Lebensmittel können aufgrund fehlender körperlicher Mobilität so zu Hause in Empfang genommen werden.

Lahnsteiner Tafel gehört zum Verein „Tafel e.V.“ Koblenz

Die Lahnsteiner Tafel-Ausgabestelle gehört zum Verein „Tafel e.V.“, Koblenz. Dieser Verein betreut mit über 260 Helferinnen und Helfer insgesamt acht Ausgabestellen und sammelt pro Jahr ca. 1.000 Tonnen Lebensmittel bei Supermärkten, Bäckereien und Lebensmittelproduzenten ein. Über 2.500 Menschen hilft die „Tafel e.V. Koblenz“ ihre finanzielle Lage und somit auch Lebensqualität zu verbessern. Die erste Ausgabe für Lahnsteiner Bedürftige erfolgte am 8. Dezember 2006 im Kolpinghaus Koblenz-Horchheim. Die erste Ausgabe für Bedürftige aus Lahnstein und der Stadt Braubach war dann am 8. November 2007 im evangelischen Gemeindehaus in der Wilhelmstraße. Am 24. Dezember 2009 (Heiligabend) wurden erstmals Lebensmittel im katholischen Pfarrzentrum am Europaplatz ausgegeben.

Seitdem erfolgt dort jeweils donnerstags in der Zeit von 14 bis 16 Uhr die Ausgabe. Die Möglichkeiten, die Anspruchsvoraussetzungen zu prüfen unter Vorlage von Leistungsbescheiden bestehen dort ebenfalls donnerstags von 10.30 Uhr bis 12 Uhr.

Pressemitteilung der

Stadt Lahnstein

Ohne die Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer wäre die Organisation der Tafel nicht möglich. Foto: Stadtverwaltung Lahnstein

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